Reiten: Vielseitigkeit
Greta Busacker sticht Mama Ingrid Klimke aus

Münster -

„Endlich“, sagt Ingrid Klimke. Für die Reitmeisterin des RV St. Georg begann jetzt mit der Vielseitigkeit in Radolfzell am Bodensee die neue Saison. Mit dabei: Tochter Greta Busacker vom RV Roxel, die in einer Zwei-Sterne-Prüfung die Mama in die Schranken wies.

Sonntag, 18.04.2021, 19:30 Uhr aktualisiert: 18.04.2021, 20:02 Uhr
Auf den Spuren ihrer erfolgreichen Mutter: Greta Busacker
Auf den Spuren ihrer erfolgreichen Mutter: Greta Busacker Foto: Imago/Jacques Toffi

April 2019: Volksfeststimmung auf Gut Weiherhof in Radolfzell. Ingrid Klimke brilliert im abschließenden Springen mit Hale Bob in der Drei-Sterne-Vielseitigkeit. Gänsehaut. Zwei Jahre später geht es beim Saisonauftakt am Bodensee zumindest auf den Rängen arg geräuschlos zu. Bis auf den Staff der Reiter und die helfenden Hände des Veranstalters gibt es keine Zuschauermassen, die Stimmung machen. Nein, Corona hat den Sport verändert. Aber: Es gibt ihn wieder in der Szene. „Wir sind so glücklich, dass es endlich weitergeht“, zeigt sich die Reitmeisterin vom RV St. Georg hellauf begeistert. Platz fünf auf ihrem erfahrenen Wallach trübte ihre Begeisterung keineswegs bei der Neuauflage. Da überwog die Freude, überhaupt wieder seine Pferde satteln zu dürfen. Das letzte Turnier bestritt die fünfmalige Olympia-Teilnehmerin im November 2020 in Rom.

Neben „Bobby“ durfte auch Siena just do it wieder Wettkampfluft schnuppern. In der Drei-Sterne-Prüfung reichte es immerhin zu Platz 30. „Gelände und Springen waren top. Nur in der Dressur ist sie nicht perfekt gegangen“, bilanzierte Klimke nicht unzufrieden.

Familienduell auf höchstem Niveau

Münsters Aushängeschild im Reitsport startete beim viertägigen Event auch in der Zwei-Sterne-Vielseitigkeit. Zusammen mit ihrer Tochter Greta Busacker (RV Roxel) und Emily Roberg (RC St. Mauritz). Und diese Prüfung hatte es in sich. Denn es war ein Familienduell auf höchstem Niveau. „Greta hat alles richtig gemacht, ich bin stolz“, so Klimke nach dem Sieg des eigenen Nachwuchses auf Scrabble. Im abschließenden Springen lag eigentlich die Mama mit Cascamara klar auf Siegkurs, leistete sich denn doch einen Abwurf in der finalen Phase und fiel im Ranking auf vier zurück. „Ich freue mich selten über einen Fehler. Aber in diesem Moment war der Mutter-Instinkt wohl stärker als der Wille zu gewinnen. Ich wusste, jetzt liegt Greta vorne.“ Ja, da tritt jemand in die Fußstapfen der Mami. Mit Van Hera landete Klimke dazu auf Rang 23.

Nach dem aussichtsreichen siebten Rang nach der Dressur fiel Roberg am Tag drauf im Gelände wegen einer Verweigerung von Donna Lena weit zurück. „Das kostet schnell viele Strafpunkte“, weiß Klimke aus eigener Erfahrung. Den Sonntag beendete die Juniorin letztlich auf Platz 55.

Noch am Abend machte sich der Tross aus Münster auf die lange Heimreise. In knapp drei Wochen geht es mit einer Vier-Sterne-Vielseitigkeit in Marbach weiter. Am Neckar steigt Anfang Mai der zweite Testlauf, im polnischen Baborowko erneut drei Wochen später folgt Teil drei.

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