Do., 28.12.2017

Fußball: DJK-Turniere Ein Kessel Buntes

Zur Sache ging es in der Emssporthalle bei den A-Junioren. Sportlich gesehen landeten die Hausherren auf den hinteren Rängen. Der TSV Handorf setzte sich am Ende beim DJK-Turnier durch.

Zur Sache ging es in der Emssporthalle bei den A-Junioren. Sportlich gesehen landeten die Hausherren auf den hinteren Rängen. Der TSV Handorf setzte sich am Ende beim DJK-Turnier durch. Foto: Stefan Bamberg

Greven - 

Noch mehr zu bestaunen als nur ansprechende sportliche Leistungen gab es beim A-Junioren-Turnier in der Emssporthalle.

Von Stefan Bamberg

Was Gastgeber DJK Greven modisch so drauf hatte, ist leider nicht überliefert. Sportlich war es jedenfalls diesmal nicht allzu viel: In der Vorrunde war schon Schluss beim eigenen A-Jugendturnier in der Emshalle. Das aber nicht zuletzt für Freunde der Farbenlehre zum Fest mit Erkenntnisgewinn gerät: Grün ist hier nämlich nicht einfach nur grün. Weiß nicht gleich weiß. Komplementärfarben aber generell immer eine dufte Idee, vor allem lila-gelb.

Hat nicht sogar Volksbarde Grönemeyer einst genölt, dass jede Farbe ihr eigenes Rot sei? Wie wahr – optisch steht das Ganze hier unter dem Motto „ein Kessel Buntes“. Wie wär’s zum Beispiel mit einem grellen Neongelb? Mit Prinzessinnen-Pink oder Müllmann-Orange? Sogar ein extravagantes Kackbraun wäre im Angebot. Aber igitt, dann doch lieber cooles Blau-Metallic, das besonders toll zur – in Fußballer-Kreisen ja sehr hippen – Undercut-Betonfrisur passt.

Wir staunen über so viel Swag, so viel cooles Modebewusstsein. Fragen uns, wann endlich ein Modell mit Chamäleon-Funktion erfunden wird. Erinnern uns daran, was Ede Geyer – der Ostrocker unter den Bundesliga-Trainern – mal gesagt hat: „Seit es diese bunten Schuhe gibt, denken Fußballer, sie laufen ganz von allein – wie der kleine Muck!“ Und stellen am Ende fest, dass der weise Ede Recht hatte – denn: Das Finale verzichtet auf jegliches Blendwerk, hier setzt man mehrheitlich aufs gute, alte Schwarz. Und siehe da, es entwickelt sich ein richtig fetziger Kick zwischen dem TSV Handorf und der SpVg Schonnebeck. Da sage noch einer, auf diesen Budenzauber zwischen den Jahren hätte eh niemand so wirklich Bock.

Auf der Tribüne geht’s plötzlich rund. Am Spielfeldrand pfeffert einer seine Trinkflasche vor die Wand. Und auf dem Platz kriegt „Über Bande!“ – das ewige Hallen-Bonmot – eine ganz neue Bedeutung, als ein Handorfer per Bodycheck ins Publikum geschickt wird. Zum Glück nix passiert, faires Shake-Hands, so soll es sein – weiter geht’s: 1:1 steht es, bis in die Schlussphase. Dann halblinke Position, Rückpass, ein TSV-Recke mit einem amtlichen Huf aus 15 Metern – und Tor! Handorf jubelt über Platz eins. Und der Fußball-Romantiker analysiert: Es lag an den klassisch-schwarzen Tretern.



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