So., 14.01.2018

Reiten: K+K-Cup „Der Druck war enorm“

Nach der Kür war bei den Saerbeckern noch alles in Ordnung. Im abschließenden Springen rutschten sie allerdings noch auf Rang acht ah.

Nach der Kür war bei den Saerbeckern noch alles in Ordnung. Im abschließenden Springen rutschten sie allerdings noch auf Rang acht ah. Foto: Lehmann

Saerbeck - 

Sie hatten den Sieg schon vor Augen, doch dann reichte es im Kampf um die Wanderstandarte nur zu Platz acht – entsprechend groß war die Enttäuschung bei den Reitern aus Saerbeck.

Von Martin Weßeling

Einen Tag nach der verpassten Chance, die Siegesserie des RV Gustav Rau Westbevern zu durchbrechen, saß der Stachel der Enttäuschung immer noch sehr tief. Aber Melanie Ottmann gab sich nach dem Absturz von Platz eins auf Rang schon wieder kämpferisch. „Das muss man natürlich erst einmal verknausern. Wir liegen jetzt natürlich ein bisschen am Boden. Jetzt geht es darum, wieder aufzustehen“, erklärte die Team-Chefin der Saerbecker Reiter nach der Platzierung im Kampf um die Wanderstandarte der Stadt Münster, die sich nach eigener Aussage am Ende wie eine Niederlage angefühlt hatte.

Fotostrecke: Heimische Reiter beim K+K-Cup in Münster

Dabei war der RV St. Georg Saerbeck so stark in den Wettbewerb gestartet und hatten zunächst jede Menge Druck auf den Seriensieger aus Westbevern ausgeübt. Vor dem abschließenden Springen lag die Ottmann-Equipe überraschend vorne und rechnete sich allerbeste Chancen aus, Rang eins bei der Bauernolympiade auch ins Ziel zu retten. Doch im entscheidenden Moment streikten die Nerven bei Melanie Jankord, Laura Hartken, Julina Liebrecht, Christina Nordhues und Rainer Nottmeier. Bei den Saerbeckern lief nun quasi nichts mehr zusammen. Etliche Fehler summierten sich, am Ende stand der enttäuschende achte Rang, während Westbevern die Gunst der Stunde nutzte und erneut triumphierte. „Das war ja umso ärgerlicher, weil Westbevern auch etliche Fehler unterlaufen waren. Die Chance war ja da, den Titel zu holen. Wir haben sie verpasst.“

Nun beginnt bei den heimischen Reitern die Analyse und die Fehlersuche, um im kommenden Jahr besser abzuschneiden. Auch für Melanie Ottmann keine leichte Aufgabe: „Wir haben nach der Veranstaltung noch wie immer zusammen gesessen. Obwohl alle Reiter für eine Nullrunde gut sind, war der Druck natürlich enorm. Die Halle kommt dann auch noch dazu – Münster hat seine eigenen Gesetze. Aber trotzdem: Der Sieg wurde uns ja fast auf dem Silberteller serviert. Ich hatte nie geglaubt, dass wir das noch abgeben würden.“

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