Do., 29.03.2018

Junge Gievenbeckerin tritt beim Bundesnachwuchs-Vierkampf im Westfalen-Team an Theresa reitet, schwimmt und läuft

Gemeinsam mit Pony „Duchesse“ nimmt Theresa Jankord am Bundesnachwuchs-Vierkampf teil. Er findet vom 20. bis 22. April im hessischen Fürstenwald statt.

Gemeinsam mit Pony „Duchesse“ nimmt Theresa Jankord am Bundesnachwuchs-Vierkampf teil. Er findet vom 20. bis 22. April im hessischen Fürstenwald statt. Foto: jans

MÜNSTER-GIEVENBECK - 

Manchmal müssen Pferdesportler mehr als beherrschen als Springreiten und Dressur. Ein gutes Beispiel hiefür liefert Theresa Jankord.

Von Jan Schneider

Wer glaubt, beim Pferdesport habe der Mensch eher di e leitende und lenkende Funktion auf dem Rücken der Tiere, muss umdenken. Beim Bundesnachwuchs-Vierkampf sind Reiterin oder Reiter in zwei – ziemlich ungewohnten – Wettbewerben ganz auf sich allein gestellt. Das weiß die zwölfjährige Gievenbeckerin Theresa Jankord ganz genau.

Beim Westfälischen Vierkampfchampionat in Billerbeck qualifizierte sie sich vor zwei Wochen nämlich gemeinsam mit ihrem Pony „Duchesse“ für den Bundeswettbewerb. Er findet vom 20. bis zum 22. April im hessischen Fürstenwald statt. Und dabei müssen Theresa und „Duchesse“ nicht nur an einem Tag Dressur- und Springwettbewerbe meistern, am zweiten Tag wird Theresa ganz ohne vierbeinige Unterstützung auch noch 2000 Meter laufen und 50 Meter schwimmen.

Vorbereitungszeit

Theresa, die sonst beim RV St. Georg in Saerbeck reitet, tritt mit drei weiteren jungen Reiterinnen und Reitern in der Westfalen-Mannschaft an. Während der Vorbereitungszeit auf den Wettbewerb treffen sich die Nachwuchssportler ein bis zwei Mal in der Woche, erzählt Melanie Jankord, Theresas Mutter. Zudem gebe es noch einen dreitägigen Wochenendlehrgang. Je einmal in der Woche übt die junge Sportlerin sich im Schwimmen und Laufen. Ansonsten trainieren die Reiterin und ihr Pferd auf dem elterlichen Reiterhof am Gievenbach.

„Das ist der große Vorteil, wenn es dicht vor Ort ist“, bemerkt Melanie Jankord schmunzelnd zur Trainingssituation ihrer Tochter. Im Herbst habe Theresa erstmals bei einem Vierkampf-Championat des Reitervereins Münster mitgemacht.

Interessen

Die Wettbewerbsanforderungen kommen den Interessen ihrer Tochter durchaus entgegen, so Melanie Jankord. Theresa habe nämlich auch schon immer gerne geschwommen. Neben dem Pferdesport sei dafür allerdings leider wenig Zeit geblieben. Nun könne Theresa ihre Vorlieben aber bei der neuen Wettkampfform miteinander verbinden.

„Wenn ich das Laufen und das Schwimmen geschafft habe, ist alles gut“, sagt dazu die Tochter. Damit hat sie im doppelten Sinne recht: Für sie sind dann die anstrengendsten Wettkampfteile bewältigt – und die ganze Veranstaltung ist nach dem Auftreten der menschlichen Sportler am zweiten Tag auch vorüber.

Mannschaftssport

Besonders nervös scheint die junge Reiterin die Aussicht auf den Vergleich mit einer bundesweiten Konkurrenz aber nicht zu machen. „Meine Tochter ist recht nervenstark“, bestätigt auch die Mutter. An der ganz speziellen Wettbewerbsform gefällt der Gievenbeckerin die Vielfalt der Aufgaben und die Ausrichtung als Mannschaftssport.

Für die Zukunft setzt sich Theresa Jankord ein klares Ziel: „Ich habe schon vor, mal in der Halle Münsterland zu reiten.“



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