Mi., 04.04.2018

Fußball: SC Reckenfeld hat die Vergangenheit aufgearbeitet Ein Hauch von Aufbruchstimmung

Stuart Loudon will mit dem SC Reckenfeld nach einer Phase der Konsolidierung weiter oben angreifen.

Stuart Loudon will mit dem SC Reckenfeld nach einer Phase der Konsolidierung weiter oben angreifen. Foto: Stefan Bamberg

Reckenfeld - 

In der vergangenen Saison hatte der SC Reckenfeld oftmals mehr mit sich selbst als mit dem Gegner zu kämpfen. Die Zeiten haben sich geändert.

Von Heiner Gerull

Es ist nicht immer leicht, die Zukunft zu gestalten. Meistens sind es die Lasten der Vergangenheit, die es aufzuarbeiten gilt, ehe der Weg in eine bessere Zukunft frei ist. Der SC Reckenfeld hatte in dieser Hinsicht einiges zu bewerkstelligen. Mittlerweile erweckt es den Anschein, als sei der Verein in der Aufbereitung ein gutes Stück vorangekommen. In der Kreisliga B will er sich konsolidieren, um 2018/19 oben anzugreifen.

„Der Abstieg in der vergangenen Saison war unnötig“, sagt Trainer Julian Lüttmann rückblickend. Im ersten Moment überrascht diese Einschätzung, weil der SCR am Ende als Letzter sang- und klanglos die Klasse verlassen musste. Vergessen war zu diesem Zeitpunkt, dass die Reckenfelder in der Hinserie Siege beim späteren Meister Amisia Rheine und Vizemeister 1. FC Nordwalde eingefahren hatten. Alleine diese Ergebnisse gaben zu erkennen, dass sportliches Potenzial vorhanden und die Mannschaft durchaus konkurrenzfähig war.

Zum Abstieg führten jedoch Störfeuer auf und abseits des Platzes. Die Folge war, dass die Mannschaft zunehmend damit beschäftigt – und letztlich überfordert – war, diese zu löschen. Interne Querelen, Rote Karten und Unruhe im Umfeld sorgten dafür, dass das Team mehr mit sich selbst als mit dem Gegner beschäftigt war. Der ein Jahr zuvor vollzogene Wechsel vom Fußball-Kreisverband Münster nach Steinfurt hatte sich sportlich nicht gelohnt. „Es hat einiges nicht gepasst“, erinnert sich Lüttmann.

Dass er im Sommer vergangenen Jahres nicht die Brocken hinwarf, war ein Signal an Mannschaft und Verein. „Wir wollen einen Umbruch einleiten und Ruhe einkehren lassen – einfach einen vernünftigen Weg einschlagen“, beschreibt Lüttmann sein primäres Ziel, das darauf ausgerichtet ist, dem Verein ein neues Image zu verpassen. Mit einer veränderten Mannschaftsstruktur und einer Spielidee, die darauf abzielt, „Spaß am Fußball zu vermitteln“, wie er sagt.

Dass in dieser Hinsicht etwas zusammenwächst, zeigte sich in der Hinrunde und in den ersten Spielen nach der Winterpause. Auch wenn es noch nicht reicht, ganz nach oben durchzustarten. Mit dem Skiclub Rheine, den Sportfreunden Gellendorf und Eintracht Rodde gebe es drei Mannschaften, die dem SC Reckenfeld ein kleines Stück voraus seien. „Aber wir arbeiten daran, diese Lücke zu schließen.“ Worte, die signalisieren: Die Tristesse des Abstiegs ist offenbar einer neuen Aufbruchstimmung gewichen.

► Im Nachholspiel setzte sich der SC Reckenfeld am Dienstagabend gegen die „Dritte“ von Emsdetten 05 mit 1:0 durch. Den verdienten Erfolg stellte Meik Kaufmann mit seinem Treffer in der 59. Minute sicher. Für die Gastgeber war es der vierte Sieg in Folge, in dem sie ohne Gegentor blieben.



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