So., 27.05.2018

Fußball: Kreisliga A Tecklenburg Kopf hoch, Falke!

Schön gegrätscht, aber nix gewonnen: Falke Saerbeck verlor das Verfolgerduell in Hörstel mit 0:3. Doch weil Laggenbeck siegte, hätte es eh nicht für die Bezirksliga gereicht. Immerhin war aber das Fernsehen da.

Schön gegrätscht, aber nix gewonnen: Falke Saerbeck verlor das Verfolgerduell in Hörstel mit 0:3. Doch weil Laggenbeck siegte, hätte es eh nicht für die Bezirksliga gereicht. Immerhin war aber das Fernsehen da. Foto: Stefan Bamberg

Hörstel - 

Es hat nicht ganz gereicht. Der SC Falke Saerbeck verlor in Hörstel verdient und hat den Aufstieg in die Bezirksliga knapp verpasst.

Von Stefan Bamberg

Man wird sich ja noch was wünschen dürfen. Und deswegen spielen sie Status Quo im Hörsteler Waldstadion. „Whatever you want, whatever you like!“ The Aufstieg, please! In der Tat: Sowohl der SC Hörstel als auch Falke Saerbeck wollten am Sonntag gerne. Aber keiner darf: Der 3:0-Sieg bringt die Gastgeber nicht mehr weiter und – darum sind wir ja vor allem hier – den Falken nicht den ganz großen Coup. Holger Althaus und seine Saerbecker bleiben Kreisligist.

Stattdessen verabschiedet sich Cheruskia Laggenbeck in die Bezirksliga – jenes Dörfchen, aus dem anfangs geradezu minütlich die Spannungskiller-News eintrudeln. 15.03 Uhr: Kaum rollt hier die Murmel, da hat‘s in Laggenbeck schon gescheppert. 15.08 Uhr, schon wieder vibrieren in Hörstel die Handys: ja, ja, 2:0. Die bestens aufgelegten Fanlager widmen sich mit einer Mischung aus Enttäuschung und Trotz dem schon jetzt quasi bedeutungslosen Verfolgerduell.

Fotostrecke: Der große Coup bleibt aus: Falke Saerbeck verpasst den Aufstieg

Doch auch das geht heiter los: Hörstel hat nach 13 Sekunden (!) die erste dicke Chance, Falke-Hüter Leon Berkemeyer aber die Quanten dazwischen. Dann die sechste Minute – eine denkwürdige für Stefan Winkeljann: langer Abstoß und irgendwie sieht man das Unheil mit jedem Meter herbeifliegen – Berkemeyer eilt raus, Winkeljann überköpft ihn im hohen Bogen, eieiei, er wird doch nicht...doch! Eiskalt versenkt, 0:1. Müsste man für irgendein Fußball-Lexikon das Wort „Eigentor“ illustrieren – dieses Ding wäre dafür wie gemalt. Und da es letztlich ja wurscht ist, kann Saerbecks Abwehrchef bald hoffentlich auch drüber schmunzeln. Kopf hoch!

Kopf hoch, nach diesem Motto verfahren auch seine Kollegen – Falke spielt echt nicht schlecht, lässt aber unfassbar viele Hochkaräter aus. Philip Egbert (20.), Felix Steuter (40./61./65.), Marius Stallfort (59./67.) und Marco Schubert sogar vom Elferpunkt (68.) – es ist der Wahnsinn. Aber es ist auch schön, dass man sich eh nicht allzu schlimm drüber ärgern muss. Laggenbeck führt inzwischen nämlich mit 6:1, während die Saerbecker Defensive nun ein bisschen an eine Zahnfleischentzündung erinnert: Sieht erst gar nicht so schlimm aus, doch mit der Zeit ergeben sich Lücken – zwei Konter (51./80.), 0:2, 0:3. Tja.



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