Fr., 08.06.2018

Handball: Kreisliga Falken verfehlen ihre Ziele

Augen zu – und durch. So richtig zufrieden waren Anniana Joanning und ihre Teamkolleginnen mit der abgelaufenen Saison in der Kreisliga nicht.

Augen zu – und durch. So richtig zufrieden waren Anniana Joanning und ihre Teamkolleginnen mit der abgelaufenen Saison in der Kreisliga nicht. Foto: Heidrun Riese

Saerbeck - 

So richtig zufrieden waren die Handballerinnen des SC Falke Saerbeck mit der abgelaufenen Saison nicht. Das Team von Trainer André Buhla startete zwar ziemlich hoffnungsvoll in die neue Spielzeit, erlebte dann aber einige Tiefpunkte und war anschließend nicht mehr in der Lage, in den Kampf um den Aufstieg einzugreifen. Das soll sich zur Spielzeit 2018/19 grundlegend ändern.

Es war eine Saison mit Licht und Schatten. Nach euphorischem Start wurden die Kreisliga-Handballerinnen des SC Falke Saerbeck schon früh als Aufstiegskandidat gehandelt. Doch dann gab es in der Leistungskurve immer wieder Ausreißer nach unten. Letztlich holte die Mannschaft aus der Klimakommune den fünften Platz. WN-Mitarbeiterin Heidrun Riese sprach mit Trainer André Buhla und Co-Trainerin Eva Schmedding über ein Jahr voller Aufs und Abs.

Ihr hättet gerne wieder um den Aufstieg mitgespielt. Ab wann war euch klar, dass daraus diesmal nichts werden würde?

André Buhla: Bis zur Winterpause waren wir voll im Soll. Im neuen Jahr sind wir mit einem Unentschieden gegen Hörstel gestartet, das war noch okay. Aber dann kam die unnötige Niederlage gegen Coesfeld. Am Ende der Hinrunde hatten wir sieben Minuspunkte und Recke keinen einzigen. Da wussten wir, dass der Zug abgefahren war.

Seid ihr am Ende mit dem zufrieden, was ihr erreicht habt?

Eva Schmedding: Eigentlich nicht. Der dritte Platz wäre für uns möglich gewesen.

Was war die größte Herausforderung in der Saison 2017/18?

Eva Schmedding: Manchmal war es eine große Herausforderung, allen Spielerinnen ihre Einsatzzeiten zu geben. In engen Begegnungen ist das auch nicht immer machbar. Mit 15 Spielerinnen hatten wir einen großen Kader.

Buhla: Es war anfangs auch aus dem Grund eine Herausforderung für mich, weil ich die Spielerinnen und ihre Stärken noch nicht so gut kannte. Die bestehenden Spielzüge und Abwehrformationen mit meinen Ideen zusammenzubringen, hat seine Zeit gebraucht.

Für dich war es nicht nur das erste Jahr in Saerbeck, sondern auch das erste Jahr als Trainer im Seniorenbereich. Zuvor hast du beim TV Emsdetten ausschließlich die jüngeren Jugendteams gecoacht. War es ein großer Schritt?

André Buhla: Definitiv. In dem Bereich, in dem ich vorher das Training gemacht habe, geht es um die einfachen Dinge wie Armhaltung oder Beinarbeit. Jetzt hatte ich zum ersten Mal mit Spielerinnen zu tun, die bereits seit vielen Jahren Handball spielen. Da geht es dann um Taktik und Spielzüge, gleichzeitig müssen die Grundlagen gepflegt werden, damit sich die Spielerinnen auch individuell weiterentwickeln.

Was darf eure Mannschaft in der Sommerpause auf keinen Fall verlernen?

Eva Schmedding: Die positive Aggressivität und die Präsenz in der Abwehr. Sich trauen, den Gegner anzupacken und festzumachen. In den letzten Spielen war die Abwehr ein Bollwerk.

Wo seht ihr die Falke-Frauen in einem Jahr?

André Buhla: Definitiv auf einem höheren Tabellenplatz. Auch vom Spielerischen her muss da mehr kommen.

Schmedding: Oben mitspielen wollen wir schon.

Buhla: Jetzt freuen wir uns aber erstmal auf die Mannschaftsfahrt Mitte Juni nach Norderney.



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