Fußball: Kreisliga A
Ein Sittich bei den Falken

Saerbeck -

Die Sonne scheint, die Mannschaft gewinnt – und der Trainer hat am Wochenende tierisch was erlebt. Es war ein heiteres letztes Heimspiel beim SC Falke Saerbeck.

Sonntag, 19.05.2019, 19:02 Uhr aktualisiert: 21.05.2019, 13:06 Uhr
Fußball der entspannten Art: Falke Saerbeck gewann sein letztes Heimspiel mit 2:0 gegen Arminia Ibbenbüren II. Jetzt winkt nächste Woche noch Tabellenplatz sechs.
Fußball der entspannten Art: Falke Saerbeck gewann sein letztes Heimspiel mit 2:0 gegen Arminia Ibbenbüren II. Jetzt winkt nächste Woche noch Tabellenplatz sechs. Foto: Stefan Bamberg

Das wichtigste Ergebnis des Tages wird am Sonntag erst nach dem Abpfiff verkündet: Da küren sie den Gewinner des vereinsinternen Tippspiels. Beziehungsweise kürt er sich selber: Es ist der heutige Stadionsprecher himself, Falke Saerbecks Urgestein Bernhard Voskort. Aber es gibt auch noch Abschiedsgeschenke: für den langjährigen Schiri Matthias Farwick. Und „Peter-Peter“-Sprechchöre für Peter Lüke, der als Falke-zwo-Coach ebenfalls aufhört. Sie feiern Stadionfest an der Lindenstraße – so ein Fußballnachmittag im Frühling hat viel Leichtes, wenn es um nix mehr geht. Seine Heimbilanz besiegelte der SC Falke übrigens zuvor mit einem 2:0 (1:0) gegen Arminia Ibbenbüren II. Damit können die Saerbecker nächste Woche vielleicht noch Sechster werden. „Das wäre doch mal ein Ziel“, findet Trainer Holger Althaus.

Der Mann hat übrigens viel erlebt an diesem Wochenende: Ihm ist nämlich ein Nymphensittich zugeflogen, aktuell fahndet Falkes Coach via Facebook nach dem Eigentümer.

Für Vogelwildes freilich muss der sympathische Amateurfußball-Liebhaber zunächst eigentlich nur auf den Rasen schauen: Die Gäste sind ja bereits abgestiegen – ihre Abwehrleistung lässt erahnen, wie das passieren konnte. Allein in der ersten Viertelstunde versieben die Falken mehrere Monsterchancen – einmal köpft Felix Steuter übers leere Tor (15.), Ibbenbürens Keeper Dennis Lider hält mehrfach etwas unkonventionell, aber stark.

Fußball entspannt: Falke schlägt Arminia im letzten Heimspiel

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Die Führung ist wenig später trotzdem perfekt: Die Hausherren mit konsequentem Pressing, irgendwann haben sie den Ball denn auch erobert, Flanke auf den zweiten Pfosten, Dennis Teupen legt zurück – und da hat Steuter aber ganz viel Platz, um sich selbst zu verwirklichen. Das 1:0 (21.). Danach nimmt der Kick sich eine größere künstlerische Pause.

Dafür gibt‘s in der Halbzeit ein famoses Highlight: Durch die Lautsprecher dröhnt Werbung für die „Mäh-Profis“ – die machen bald eine Rasenmäher-Ausstellung. Unfassbar. Hin da!

Aber erst mal noch schnell die zweite Hälfte: Die erlebt nach 55 Minuten einen wahnsinnigen Huf von Mika König, 25 Meter, feste druff – und: Heute ein König! Das kann man unter Umständen mal so machen. Gegen jetzt etwas aktivere Arminen haben die Gastgeber noch viele weitere Möglichkeiten, insgesamt dreimal treffen sie Alu (24./58./90.). Ein 7:1 verpackt in ein 2:0. „Es hätten mehr Tore sein müssen“, konstatiert Althaus.

Nach dem wahren Sittich-Herrchen sucht er übrigens zur Stunde immer noch.

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