Handball: Falke Saerbeck
„Wir haben eine Schippe draufgelegt“

SAERBECK -

Mit Licht und Schatten beendeten die Saerbecker Handballerinnen die laufende Saison. Insgesamt war Trainer André Buhla aber zufrieden.

Montag, 17.06.2019, 18:00 Uhr aktualisiert: 21.06.2019, 11:42 Uhr
André Buhla sieht eine Saison mit Licht und Schatten, verabschiedet sich aber auf jeden Fall mit einem guten Gefühl in Richtung Emsdetten.
André Buhla sieht eine Saison mit Licht und Schatten, verabschiedet sich aber auf jeden Fall mit einem guten Gefühl in Richtung Emsdetten. Foto: Heidrun Riese

Eigentlich wollten die Kreisliga-Handballerinnen des SC Falke Saerbeck oben angreifen, fielen nach gutem Start aber ins Mittelfeld zurück und wurden am Ende noch Dritter. Im Interview mit unserer Mitarbeiterin Heidrun Riese wirft Trainer André Buhla einen Blick zurück auf 2018/2019.

Sie sind mit großen Ambitionen in die Saison gegangen, mussten aber schon früh Lehrgeld zahlen. Was war das Problem?

André Buhla: Sogar schon am ersten Spieltag, mit der 16:20-Niederlage gegen den TB Burgsteinfurt II. Wir hatten uns viel vorgenommen, es hat aber kaum etwas geklappt – und das gegen eine Mannschaft, die am Ende der Saison in der Tabelle unter uns gelandet ist. Wenn du das Ziel hast, oben mitzuspielen, und dann startest du mit einer Niederlage, bleibt das natürlich in den Köpfen. Die Niederlage gegen Burgsteinfurt war keine gute Grundlage für die nächsten Spiele.

Welche Spiele hättet Sie ihrer Meinung nach auf keinen Fall verlieren dürfen?

André Buhla: Da gab es in der Hinrunde mehrere: Das bereits erwähnte Spiel gegen Burgsteinfurt. Außerdem das gegen den FC Vorwärts Wettringen IV, der in der ganzen Saison nur zwei Punkte geholt hat, nämlich gegen uns. Und das gegen den VfL Eintracht Mettingen. Das war auch ein Gegner, den wir ohne Wenn und Aber hätten schlagen müssen.

Um mal über etwas Positives zu sprechen: Womit hat Sie ihre Mannschaft begeistert?

André Buhla: Mit ihrem Zusammenhalt, der war immer da. Genau wie das Motivieren untereinander. Auch wenn es gerade nicht so gut lief, haben sich die Spielerinnen immer gegenseitig angefeuert. Und mit der Abwehrleistung, die war die ganze Saison über in Ordnung.

Paula Wenners ist im vergangenen Sommer aus der A-Jugend dazu gekommen - war dort noch Feldspielerin und ist jetzt Leistungsträgerin im Tor. Was sagst Sie zu ihrer Entwicklung?

André Buhla: Sie hat eine sensationelle Entwicklung als Torhüterin gemacht. Sie ist ins kalte Wasser gesprungen und hat direkt überzeugt – und zwar mit Torwarttechnik. Was unsere Co-Trainerin Eva Schmedding ihr gezeigt hat, hat sie sofort eins zu eins umgesetzt. Das war schon Bombe! Wer es nicht wusste, konnte nicht sehen, dass sie erst seit Juli 2018 im Tor steht.

Sie hören nach zwei Jahren als Trainer in Saerbeck auf und wechseln zurück in den Jugendbereich beim TV Emsdetten. Was nehmen sie mit aus der Zeit als Seniorenchoach?

André Buhla: Das war für mich auf jeden Fall eine interessante Erfahrung, die Spaß gemacht hat. Mir persönlich liegt der Jugendbereich mehr. Ich finde es einfach toll, die Entwicklung von Nachwuchshandballern zu begleiten und voranzutreiben.

Was wünschen Sie den Falke-Frauen und Nachfolger Udo Wels für die neue Saison?

André Buhla: Natürlich, dass sie wieder oben angreifen und den Sprung tatsächlich schaffen, eine Klasse höher, in die Bezirksliga, kommen. Das wäre schon schön und das hätten sie sich auch verdient.

Sind Sie trotzdem zufrieden mit dem Ausgang der Saison? Der dritte Platz ist ja auch nicht schlecht, oder?

André Buhla: Na klar, natürlich! Wir haben unsere Platzierung gegenüber der Vorsaison verbessert. Da sind wir Fünfter geworden. Wir haben also eine Schippe draufgelegt, auch wenn es mit dem Aufstieg nicht geklappt hat.

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