Fußball: Kreisliga A Tecklenburg
Holger – Allein zu Haus in Saerbeck

saerbeck -

Holger Althaus, Coach der A-Liga-Fußballer des SC Falke Saerbeck ist derzeit nicht zu beneiden. Er musst das wohlbekannte Lied der Personalknappheit anstimmen. Ein Blick in die Vorbereitung.

Montag, 22.07.2019, 19:48 Uhr aktualisiert: 23.07.2019, 10:12 Uhr
Felix Steuter (r.) bestreitet gerade mit Falke Saerbeck eine recht mühselige Vorbereitung. Am vergangenen Freitag waren nur acht Spieler beim Training zugegen, die Teilnahme am Vorbereitungsturnier in Halen musste kurzfristig abgesagt werden – dort hätten 16 (!) Kicker aus den unterschiedlichen Gründen gefehlt.
Felix Steuter (r.) bestreitet gerade mit Falke Saerbeck eine recht mühselige Vorbereitung. Am vergangenen Freitag waren nur acht Spieler beim Training zugegen, die Teilnahme am Vorbereitungsturnier in Halen musste kurzfristig abgesagt werden – dort hätten 16 (!) Kicker aus den unterschiedlichen Gründen gefehlt. Foto: Heimspiel/Christian Lehmann

Am Freitag war es einsam um Holger Althaus. Kümmerliche acht Spieler fanden sich auf dem Trainingsgelände des SC Falke Saerbeck ein. Sowieso ist es derzeit nicht schön, Trainer des Fußball-A-Ligisten zu sein. Urlaubszeit heißt Ausfallzeit. In jedem Jahr aufs Neue. Und doch ist es immer wieder zum Haareraufen.

Da ganze 16 Leute gefehlt hätten, sagte Althaus kurzfristig die Teilnahme am Vorbereitungsturnier des SC Halen ab. Das hätte am vergangenen Wochenende stattfinden sollen. Was macht man denn mit acht Leuten? Sich gegenseitig vom Wochenende erzählen? Großartig arbeiten lässt sich damit sicherlich nicht.

4-4-2 oder 4-2-3-1 als System bevorzugt

„Weniger dürfen es auch nicht werden, sonst sage ich den Jungs: Geht mal besser Eis essen“, sagt Althaus. Gerne unterstützt er die kulinarischen örtlichen Abkühlungstempel jedoch keinesfalls. Lieber würde er malochen und an der Taktik feilen. Die Dreierkette einführen, das wäre doch was. „Aber dann fehlt wieder einer und hier und dort...“, jammert Althaus. Nun gut: Zu acht ist das tatsächlich schwierig. So schweben ihm erst einmal ein handelsübliches 4-4-2 oder 4-2-3-1 als System vor. Änderungen nicht ausgeschlossen.

Weniger dürfen es auch nicht werden, sonst sage ich den Jungs: Geht mal besser Eis essen

Holger Althaus, Trainer des SC Falke Saerbeck

Was ihn froh stimmt: Die Offensiv-Maschinerie läuft hervorragend an. In den ersten drei bislang absolvierten Testspielen erzielte die Mannschaft acht Hütten. Das ist keine miese Bilanz. Stella Bevergern schlugen die Falken mit 6:0, den 1. FC Nordwalde besiegten sie 2:0, vom BSV Brochterbeck trennte man sich 2:2. Was Althaus da ziemlich fuchsig machte: „Wir hätten deutlich mehr Tore machen müssen!“ Die Anzahl an Möglichkeiten gab was her, das Auslassen derer aber eben auch. „Aber das ist gar nicht so leicht, du musst ja erstmal eine gewisse Sicherheit finden“, weiß Althaus das Ganze einzuschätzen. Vorbereitung ist Vorbereitung.

Potthoff, Steuter, Usov Laumann gehen mit gutem Beispiel voran

Auch diverse Probleme im Spielaufbau oder leichte Schwierigkeiten im defensiven Bereich würden ihm nicht so derbe Kopfschmerzen zerbrechen. Es ist ja noch Zeit und die so gelichteten Reihen füllen sich demnächst auch noch. Hofft Althaus jedenfalls.

Immerhin: Ein paar Konstanten bleiben derweil übrig. Mattis Potthoff, Felix Steuter, Konstantin Usov oder Marco Laumann sind einige wenige, die noch fast keine Einheit verpasst haben – Stand jetzt.

Winkeljann bleibt wohl Kapitän

Geht doch. In Sachen Kapitänsfrage herrscht übrigens keine Diktatur. Althaus‘ Wort ist nicht Gesetz, die Mannschaft wählt ihren Mannschaftsführer selbst. Die Chancen für Stefan Winkeljann bestehen weiterhin – auch wenn er bei seiner Wahl wohl auch, na klar, urlaubsbedingt fehlen wird. Tolle Bescherung. Ebenso wie das Schicksal des Noah Baumert. Der Neuzugang aus den eigenen A-Junioren zog sich direkt in de ersten Trainingswoche einen Bänderriss zu. Große Stücke hält dessen Coach auf ihn. Wieder einer weniger.

Harter Vorbereitungsplan

Ein bisschen irre ist auch der Vorbereitungsplan. Am Mittwoch (24. Juli, 19.30 Uhr) gastiert Teuto Riesenbecks Reserve in Saerbeck. Im Anschluss folgen weitere drei Testspiele im Mittwoch-Samstag-Rhytmus. Anstrengend. Was klar ist: Herum experimentieren ist nicht mehr. „Das hat nicht so ganz so gut geklappt, wir haben gegen Brochterbeck ein paar Leute mal woanders spielen lassen“, verrät Althaus. Doch aus Offensivakteuren machst du nicht kurzerhand einen Defensiven. Schon gar nicht mit acht Mann beim Training.

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