Fußball: Testspiele der A- und B-Ligisten
Pferdelungen und Experimente

Greven/Saerbeck -

Dreiviertel der hiesigen Grevener und Saerbecker A- und B-Liga-Trainer waren einverstanden mit dem, was ihre Mannschaften am Wochenende boten. Teilweise waren sie gar überrascht und zollten ihren Kickern größten Respekt. Nur bei den Falken läuft es etwas schleppend.

Sonntag, 04.08.2019, 21:40 Uhr
Dirk Förstermann und die Zweite des SC Greven 09 absolvierten ein Trainingslager mit fünf Einheiten und spielten 2:2 im Testspiel – ohne Auswechselspieler.
Dirk Förstermann und die Zweite des SC Greven 09 absolvierten ein Trainingslager mit fünf Einheiten und spielten 2:2 im Testspiel – ohne Auswechselspieler. Foto: Heimspiel/Fabian Renger

Bei den hiesigen A- und B-Ligisten offenbarten die Testspiele am Wochenende vorwiegend gute Laune. Allerdings nicht allerorts.

GW Gelmer – SC Falke Saerbeck, 2:0

Die Generalprobe vor dem Liga-Start wurde verpatzt: Mit 0:2 (0:0) verlor A-Ligist Falke Saerbeck beim Münsteraner A-Ligisten GW Gelmer. Während manche Dinge schon gut funktionierten, sieht Trainer Holger Althaus in vielen Bereichen noch Luft nach oben. „Wir standen die meiste Zeit gut und haben auch den Ball ganz gefällig laufen lassen“, fand er durchaus positive Aspekte im Spiel seiner Mannschaft.

Was allerdings fehlte, waren die Genauigkeit beim letzten Pass sowie die nötige Konsequenz vor dem gegnerischen Tor. Nach einem über weite Strecken ausgeglichenen Spiel schlug Gelmer gleich doppelt in der Schlussviertelstunde zu. „Gelmer war sicherlich ein ordentlicher Gegner, aber wir sind auch in vielen Bereichen noch nicht richtig in der Spur“, analysierte Althaus.

Mit dem gesamten Verlauf der Vorbereitung ist er aufgrund personeller Probleme nicht so wirklich zufrieden: „Wir waren immer wieder gezwungen, einiges auszuprobieren, weil viele Leute fehlten. Dementsprechend sind auch längst nicht alle bei 100 Prozent.“

SC Greven 09 II - SC Mauritz II 2:2

Drei Einheiten am Samstagvormittag, zwei am Sonntag, zwischenzeitlich ein Testspiel gegen den SV Mauritz II: Untätigkeit kann man der Zweiten des Greven 09 nicht vorwerfen. 2:2 (0:1) hieß es nach den 90 Minuten im Rahmen eines Trainingslagers. Für 09-Trainer Dirk Förstermann eine „coole Nummer.“ Warum? Darum: Genau elf Männer standen ihm zur Verfügung fürs Match. „Mehr kannst du keine Kondition trainieren“, schmunzelte Förstermann.

„In dem Bereich hat sich einiges getan in den letzten 14 Tagen!“ Timo Aymans drehte einen recht frühen Rückstand mit einem Doppelschlag, erst in der Schlussminute kamen die Mauritzer zum Ausgleich. „Man sieht, dass die Mannschaft will“, lobte der Übungsleiter und hob obendrein Fortschritte im Spielaufbau hervor. So könne es weitergehen – dann aber bitte mit mehr Mann.

BG Gimbte – TuS Graf Kobbo Tecklenburg 3:2

Die Frühform von B-Ligist BG Gimbte passt: Nach dem Sieg über BW Aasee II schlug das Team von Spielertrainer Dragan Grujic den Tecklenburger A-Ligisten TuS Graf Kobbo Tecklenburg mit 3:2. Entsprechend zufrieden war Grujic nach dem Testlauf: „Es hat wieder jeder zu 100 Prozent seine Leistung abgerufen, wir waren sehr kompakt und haben kaum Fehler gemacht.“

In bestechender Form präsentierte sich abermals Marius Müller, der nach einem Treffer gegen Aasee nun alle drei Gimbter Tore erzielte. Während die guten Ergebnisse für ihn eher nebensächlich sind, freut sich Grujic vor allem darüber, wie diese eingefahren werden: „Es ist wirklich top, wie sich unsere Leistungen in den letzten Wochen entwickelt haben.“ Am morgigen Dienstag steht das erste Pflichtspiel an: Im Kreispokal gegen den SC Füchtorf.

SC Falke Saerbeck II – Borussia Münster II 4:2

Im letzten Testspiel vor dem Saisonstart machte Falke Saerbecks Reserve-Coach Andre Hansmeier etwas Verrücktes und wechselte seine Truppe gegen Borussia Münster II – 4:2 (3:2)-Erfolg für Saerbeck – munter durch, im Tor standen beispielsweise mit Nils Baune (erst Halbzeit) und Laurin Schmitz (zweite Halbzeit) die etatmäßigen Nummern zwei und drei.

„Auch andere aus der zweiten Reihe sollten sich einmal zeigen“, erläuterte Hansmeier. Und der Plan ging auf. Niclas Tirps Treffer zum Endstand resultierte zum Beispiel aus einem einstudierten Laufweg. „Die einzelnen Ketten sollen maximal 30 Meter aneinander stehen, wir wollten wie ein Überfallkommando agieren. Das hat – im Gegensatz zu den letzten Tests – hervorragend geklappt“, lobte Hansmeier. Die weiteren Tore schossen Sebastian Röhl (2x) und Mathias Winkeljann.

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