Fußball: Kreisliga A Tecklenburg
Falke und der Fluch der Volksfeste

Saerbeck -

Je zünftiger, desto erfolgloser: Vergangene Woche Kirmes, diese Woche Oktoberfest – in beiden Fällen fuhr Falke Saerbeck mit schlechter Laune auf die anschließende Gaudi. Diesmal schenkte Spitzenreiter TuS Graf Kobbo Tecklenburg Holger Althaus‘ Truppe fröhlich ein. Die Leistung bot aber Grund zum vorsichtigen Optimismus.

Sonntag, 13.10.2019, 12:56 Uhr aktualisiert: 16.10.2019, 14:52 Uhr
So ähnlich wie auf diesem Bild erging es den Falken daheim gegen Tecklenburg: Marius Stallfort, übrigens Torschütze zum zwischenzeitlichen 2:3, und seine Kollegen wurden nieder gerungen.
So ähnlich wie auf diesem Bild erging es den Falken daheim gegen Tecklenburg: Marius Stallfort, übrigens Torschütze zum zwischenzeitlichen 2:3, und seine Kollegen wurden nieder gerungen. Foto: Stefan Bamberg

Vor allem für Freunde der absurden Statistiken hatte dieser Kick denn doch viel Schönes zu bieten. Nämlich folgenden grotesken Fun-Fact: Immer, wenn’s hinterher was zu feiern gibt, verliert Falke Saerbeck mit 2:5. Vergangene Woche vor der Saerbecker Kirmes in Dörenthe. Am Samstag wollten sie dann aufs Emsdettener Oktoberfest – und zack, schon wieder: 2:5 – nun gegen Tabellenführer TuS Graf Kobbo Tecklenburg. Zieht den Falken die Lederhosen aus.

Trainer Holger Althaus blieb der anschließenden Folklore übrigens wie bereits vor Wochenfrist fern – diesmal allerdings nicht aus Zorn. Denn obschon das Ergebnis identisch ausfiel: „Das war schon ein anderer Auftritt.“ Ein besserer.

Mit schlechtem Start: Keine Minute rum, da hieß es schon „O‘zapft is!“ an der Lindenstraße – 1:0 für den Favoriten, weil die Gastgeber ihren eigenen Anstoß vertrödelt hatten. „Sowas ist natürlich überhaupt nicht gut, wenn man auch noch der Underdog ist“, sagt Althaus.

Doch derweil sich seine Jungs noch schüttelten, schüttelte der selbsternannte Bezirksliga-Aspirant schon den nächsten aus dem Ärmel: Halbe Stunde auf der Uhr, Trubel nach Ecke – und, da, ein alter Bekannter: Julian Lüttmann, bis vor kurzem ja beim SC Reckenfeld, schweißt ein. Beste Grüße natürlich an dieser Stelle! Aber: Musste es ausgerechnet gegen Falke sein?

Freilich rüttelte der sympathische Ex-Profikicker die Hausherren mit seiner Kiste wach: Prompt nutzte nämlich auch die Althaus-Elf einen Eckball – Konstantin Usov verwertete da den zweiten Ball zum Anschlusstreffer (37.).

Generell: Immer mal wieder war für die Falken plötzlich was drin gegen den Spitzenreiter – kein Vergleich mehr zu der eher elenden Darbietung vor Wochenfrist. Auch aufs 1:3 (48.) wussten sie eine direkte Antwort, Marius Stallfort verkürzte sofort (50.).

Doch immer wenn Du dachtest, da geht noch mehr, kam der nächste Tiefschlag daher: Postwendend ein abgefälschter Fernschuss – und 2:4 (53.). Wen wundert’s da, dass Althaus die Niederlage als „teilweise unglücklich“ einordnete. Nachdem auch noch Moritz Gilhaus die dicke Chance zum 3:4 vergab, machte Gegentor Nummer fünf – wir bleiben im Wies’n-Bild vom Anfang – die Maß auch nicht mehr voll. Und trotzdem, meinte Althaus, ist in der Klimakommune sportlich trotz nunmehr Rang neun keineswegs Flasche leer.

Er freut sich stattdessen: aufs Pokal-Viertelfinale am Donnerstag in Büren. Und darüber, dass es mit den Volksfesten, die für die Falken offenbar ein schlechtes Omen sind, bald ein Ende hat: „Nächstes Wochenende spielen wir zum Glück wieder sonntags – ganz normal.“

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