Fußball SV Burgsteinfurt / TuS Altenberge
Auf gepackten Koffern

Kreis Steinfurt -

Immer häufiger zieht es junge Fußball nach dem Abitur oder während des Studiums für längere Zeit ins Ausland. Dort wollen die angehenden Akademiker ihren Horizont erweitern. Aus diesem Grund wird sich beim SV Burgsteinfurt Kapitän Thomas Artmann für ein halbes Jahr nach Schweden verabschieden. Beim TuS Altenberge geht Jannik Roters für mindestens neun Monate nach Neuseeland.

Dienstag, 16.08.2016, 14:34 Uhr aktualisiert: 17.08.2016, 12:54 Uhr
Thomas Artmann (Mitte.) wird dem SV Burgsteinfurt studienbedingt bis Anfang 2017 nicht zur Verfügung stehen. Altenberges Jannik Roters (kleines Foto, re.) zieht es derweil für ein Jahr nach Neuseeland.
Thomas Artmann (Mitte.) wird dem SV Burgsteinfurt studienbedingt bis Anfang 2017 nicht zur Verfügung stehen. Altenberges Jannik Roters (kleines Foto, re.) zieht es derweil für ein Jahr nach Neuseeland. Foto: Thomas Strack

Thomas Artmann sitzt quasi auf gepackten Koffern. Wenn Fußball-Landesligist SV Burgsteinfurt am kommenden Sonntag beim SC Preußen Lengerich antritt, dann wird der Mannschaftskapitän der Stemmerter schon nicht mehr dabei sein. Beim TuS Altenberge schaffte Jannik Roters gerade den Sprung von den A-Junioren in den Bezirksliga-Kader. Doch auch seine Tage beim TuS sind gezählt. Denn sowohl Artmann als auch Roters zieht es in die weite Welt hin­aus. Sie wollen ihren Horizont erweitern.

Artmann lässt sich an der Fachhochschule Münster zum Wirtschaftsingenieur ausbilden. „Das Studium ist international ausgelegt, so dass ein Auslandssemester quasi Pflicht ist“, sagt der 27-Jährige. Der praktische Nutzen liegt auf der Hand. So kann Artmann zwei „Scheine“ erwerben, die bei der Fortsetzung seines Studiums von der FH Münster angerechnet werden. Deshalb wird er sich schon in wenigen Tagen zu seinem neuen Studienort nach Kristianstad begeben, zumal die dort ansässige Universität eng mit der FH Münster kooperiert. Bis Anfang Januar wird die südschwedische Stadt in der Nähe von Malmö Artmanns neue Heimat sein.

Ob sich der Leistungsträger dort weiterhin mit Fußball beschäftigen wird, ist ungewiss. Angedacht ist das nicht. „Allenfalls nur an der Uni“, erläutert Artmann. Er stellt sein Studium ganz in den Mittelpunkt der kommenden Monate. Zur Rückserie wird er dem SVB wieder zur Verfügung stehen. So jedenfalls ist es geplant.

Jannik Roters‘ Reisepläne greifen weiter. Den frisch gebackenen Abiturienten zieht es auf die andere Seite der Weltkugel, nach Neuseeland. „Er beabsichtigt, dort ein Jahr lang zu bleiben“, berichtet Janniks Vater Stefan „Steppy“ Roters. Ein Auslandssemester oder ein Auslandsaufenthalt nach dem Abitur oder dem Studium liest sich schließlich in der Vita eines jeden Akademikers gut.

Freilich sind Reisezweck und -inhalte des Neuseeland-Aufenthaltes beim 18-Jährigen noch nicht so eng wie bei Artmann an ein konkretes Berufsziel geknüpft. Ein „Working-Holiday-Visum“ ermöglicht es dem Altenberger, vor Ort im Rahmen eines so genannten „Work-&-Travel-Aufenthaltes“ Gelegenheitsjobs anzunehmen, die ihn finanziell über Wasser halten.

Im Gegensatz zu Artmann wird Jannik Roters allerdings die Fußballstiefel in den Koffer packen. Auch wenn es dabei einige bürokratische Hürden zu meistern gilt. Aber das nimmt Roters in Kauf. „Er will ja fit bleiben und nichts verlernt haben, wenn er nach seiner Zeit in Neuseeland wieder beim TuS einsteigt“, weiß Roters Senior.

Übrigens hat sich die Begeisterung für Neuseeland auf Gerrit Roters übertragen. Sobald er seine Ausbildung beendet hat, wird er seinem Bruder nachreisen.

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