Sa., 06.05.2017

Fußball: SV Wilmsberg gegen TuS Altenberge Spielt Wilmsberg den Partycrasher?

Nicht ganz synchron wie Pascal Hölker (l.) und Jan Gedenk verlief die Saison für den TuS Altenberge und den SV Wilmsberg – aber ähnlich. Nach durchwachsenem Start arbeiteten sich beide in die Spitzengruppe vor, nun steht Altenberge kurz vor dem Gewinn der Meisterschaft und dem damit verbundenen Aufstieg in die Landesliga.

Nicht ganz so synchron wie Pascal Hölker (l.) und Jan Gedenk in dieser Szene verlief die Saison für den TuS Altenberge und den SV Wilmsberg – aber ähnlich. Nach durchwachsenem Start arbeiteten sich beide in die Spitzengruppe vor, nun steht Altenberge kurz vor dem Gewinn der Meisterschaft und dem damit verbundenen Aufstieg in die Landesliga. Foto: Vera Szybalski

Borghorst/Altenberge - 

Es ist alles angerichtet für eine große Party. Die zweite und dritte Mannschaft des TuS Altenberge haben ihre Spiele vorgezogen, wenn die erste am Sonntag den Aufstieg in die Landesliga feiert, soll jeder dabei sein können. Nur einer könnte in dem Szenario nicht mitspielen: der Gastgeber.

Von Vera Szybalski

Der SV Wilmsberg will alles dafür tun, den Partycrasher zu geben. „Es gibt nichts Schlimmeres, als den direkten Konkurrenten um die Meisterschaft auf eigenem Platz den Aufstieg feiern zu sehen“, zählt für Christof Brüggemann nur ein Sieg. „Wir wollen die Party zumindest noch um eine Woche verschieben.“ Den Altenbergern reicht allerdings schon ein Unentschieden, um die Sektkorken knallen lassen zu können.

Nach der Siegesserie der vergangenen Monate kann die Mannschaft von Florian Reckels mit breiter Brust auflaufen. Das Zahlenspiel mit 13 Dreiern in Folge interessiert Reckels aber weniger: „Ich halte nicht so viel von Statistiken, ich will den guten Trend bestätigen und das nächste Spiel gewinnen.“ Das würde den Startschuss zur Aufstiegsparty bedeuten. Ob die nun aber beim ärgsten Konkurrenten gefeiert wird oder eine Woche später auf eigenem Platz, ist für Reckels nicht so wichtig: „Das ist mir nicht egal, weil ich das Spiel gewinnen will. Aber ich habe großen Respekt vor den Wilmsberger Spielern.“

Für die lief es zuletzt nicht so gut. Bei vermeintlich kleineren Gegnern ließen die Piggen Zähler liegen und brachten sich so selbst um ein spannenden Endspurt um die Meisterschaft. „Das war schon frustrierend. Jeder Punktverlust bedingt eine Enttäuschung. Dass wir in den zwei Heimspielen gegen Aasee und Hauenhorst nur einen von sechs Punkten geholt haben, ärgert einen besonders“, sagt Brüggemann.

Der Trainer ist aber davon überzeugt, dass die Leistung der vergangenen Wochen keinen Einfluss auf das anstehende Spitzenspiel hat. Motivation? Ist bis in die Haarspitzen vorhanden. Hoffnung macht Brüggemann zudem die Bilanz aus Duellen gegen direkte Konkurrenten, in denen die Piggen fleißig punkteten. Wie im Hinspiel in Altenberge, als der TuS zwar ein starkes Spiel ablieferte, Wilmsberg aber die Punkte einsammelte.

Das Hinspiel hat Reckels schon aus seiner Erinnerung gestrichen. Kein Wunder, es war die letzte Niederlage in der Liga. Eine Woche später startete der TuS Altenberge seine bis heute andauernde Erfolgsserie. Und das mit nur noch einem Kader von gerade einmal 15 Feldspielern. Statt als Manko betrachtet Reckels lieber die Vorteile: „Das hat die Mannschaft zusammengeschweißt.“

Am Sonntag sind sogar nur 13 Feldspieler fit, Patrick Teriete fehlt mit Gelb-Rot-Sperre ebenso wie Kevin Botella mit einem Bänderriss. Bei den Piggen fehlt Johannes Wesselmann. Der Ausfall des „super Zweikämpfers“ schmerzt, Brüggemann sieht es dennoch pragmatisch: „Dann müssen wir ohne ihn versuchen, drei Punkte zu holen.“ Schließlich würden sich die Wilmsberger am Sonntag nur zu gerne als schlechte Gastgeber präsentieren.

►  Anstoß: Sonntag, 15 Uhr, Waldstadion.

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Das hat die Mannschaft zusammengeschweißt.

Florian Reckels

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