So., 07.05.2017

Handball: Bezirksliga Euregio Filmreifes Ende eines Thrillers

Max Göcke hat das Auge für die Situation.

Max Göcke hat das Auge für die Situation. Foto: Thomas Strack

Borghorst - 

Der TV Borghorst bleibt im Rennen um einen Startplatz in der Bezirksliga. In Ibbenbüren gewann das Team von Trainer Eckhard Rüschhoff mit 27:25. In der Schlussphase wurde die Begegnung zu einem echten Handball-Krimi, den ein Akteur entschied, der eigentlich gar nicht für das Torwerfen zuständig ist.

Von Marc Brenzel

Den dringend nötigen und von Trainer Eckhard Rüschhoff unbedingt geforderten Auswärtssieg in Ibbenbüren haben die Borghorster Handballer eingefahren. Bei der HCI-Reserve feierte der TVB einen 27:25 (15:13)-Erfolg, der in der Schlussphase allerdings noch einmal bedenklich ins Wanken geriet.

Die Gäste kamen mit Verzögerung aus den Startblöcken (1:3), doch nachdem Youngster Linus Kleine Berkenbusch sein Team das erste Mal in Führung geworfen hatte (5:4/10.), waren die Borghorster im Spiel. Sich abzusetzen, gelang ihnen aber nicht. Das lag vor allem am Ibbenbürener Haupttorschützen Manuel Hunsche, der ein sehr gutes Wurfbild hatte.

Die Borghorster schienen auf einem sehr guten Weg zu sein, als Daniel Lütke Lanfer (20:16/40.) und Max Wenner (21:17/42.) jeweils für eine Vier-Tore-Führung gesorgt hatten. Der Rüschhoff-Sieben wäre beinahe zum Verhängnis geworden, dass sie aus einem vierminütigen Überzahlspiel kein Nutzen zog. Statt weiter davonzuziehen, blieb der Vorsprung gleich. Das gab dem Heimteam einen Schub. Ibbenbüren kam heran, und als Hunsche in der 56. Minute den 24:25-Anschlusstreffer markierte, war der Handball-Thriller perfekt.

Zum Matchwinner wurde der zwischen den Pfosten stehende Maximilian Göcke. Als die Hausherren drei Minuten vor dem Ende einen zusätzlichen Feldspieler für ihren Keeper brachten, roch Göcke die Lunte. Erst entschärfte er einen Wurf, dann visierte er selbst den leeren Ibbenbürener Kasten an. Von einem zurückeilenden Verteidiger noch abgefälscht, landete der Ball an einem Innenpfosten und trudelte dann entlang der Torlinie an die andere Seite des Gestänges und von dort ins Netz. „Das war wie in einem schlechten – für uns natürlich guten – Film“, schilderte Rüschhoff die spielentscheidende Szene, die zum 26:24 führte.

Da Recke gegen Emsdetten verloren hat, ist der TVB nicht mehr von Platz acht zu verdrängen. „Damit haben wir unser erstes Ziel schon mal erreicht. Jetzt wollen wir noch einen Rang klettern, um auch die Relegationsspiele zu umgehen“, stellte Rüschhoff nach der Partie klar.

Tore: Lütke Lanfer (6), Kleine Berkenbusch, R. Valk (beide 4), Frie, Wenner (beide 3), K. Valk, Averbeck (beide 2), Lehmkuhl, Fürst und Göcke (je 1).



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