Fußball: Landesliga
3:5 - TuS Altenberge erlebt böse Überraschung

Altenberge -

Hat der TuS Altenberge den Gegner unterschätzt? Auch diese Frage dürfte im Mittelpunkt stehen, wenn es darum geht, die Gründe für die 3:5-Niederlage des TuS gegen den SV Dorsten-Hardt aufzuarbeiten.

Sonntag, 10.09.2017, 20:20 Uhr aktualisiert: 11.09.2017, 11:56 Uhr
Julian Roters, hier gegen den Dorstener Daniel Hennebach, machte anfangs viel Druck über den linken Flügel. In der zweiten Halbzeit verpufften seine Vorstöße.
Julian Roters, hier gegen den Dorstener Daniel Hennebach, machte anfangs viel Druck über den linken Flügel. In der zweiten Halbzeit verpufften seine Vorstöße. Foto: Thomas Strack

Böse Überraschung für den TuS Altenberge: Nach etwas mehr als zehn Monaten kassierte das Team von Trainer Florian Reckels wieder einmal eine Punktspiel-Heimniederlage, die mit 3:5 (2:2) gegen den SV Dorsten-Hardt nicht nur happig ausfiel. Sie war auch verdient, weil der Landesliga-Aufsteiger unter seinen Möglichkeiten blieb und in der zweiten Halbzeit viel Leerlauf produzierte.

Der TuS begann engagiert, übernahm gleich das Kommando, wurde aber in der neunten Minute kalt erwischt, als Alexander Brefort die Gäste in Führung brachte. Altenberge blieb jedoch cool und ließ sich nicht aus dem Konzept bringen. In der 13. Minute setzte Kevin Botella seinen Teamgefährten Malte Greshake mit einem Zuckerpass in Szene. Der Angreifer kam in halblinker Position zum Schuss, doch der Ball verfehlte knapp das Ziel – das hätte eigentlich der Ausgleich sein müssen.

Dass Greshake es besser kann, demonstrierte er in der 26. Minute eindrucksvoll. Aus gut 22 Metern zog er ab; der Ball schlug links oben im „Knick“ ein – der längst fällige 1:1-Ausgleich. Es brach nun die Sturm- und Drangzeit des TuS an. Die Gastgeber pressten hoch und zwangen die Dorstener zu Ballverlusten. Da zudem Felix Risau (rechts) und Jannik Roters über die linke Außenbahn für Druck sorgten, kamen die Gäste kaum zum Durchatmen. Das 2:1 durch Christopher Thomassen war die gleichermaßen logische wie verdiente Konsequenz der Altenberger Überlegenheit. Jannik Roters hatte in der 30. Minute den Ball zu Christian Hölker gepasst, der die Kugel in den Dorstener Fünfmeterraum weiterleitete, so dass Thomassen zum 2:1 abstaubte.

Anstatt die Dominanz in weitere Treffer umzumünzen, ließ sich Altenberge in der 43. Minute aber noch den Ausgleich einschenken. Bakaré hatte aus dem Halbfeld in den Altenberger Strafraum geflankt. Obwohl der Ball lange in der Luft war, konnte Breford ungehindert zum 2:2 einköpfen. Ein Geschenk – der Spielverlauf war auf den Kopf gestellt.

Bezeichnenderweise setzte hier die – berechtigte – Kritik von Trainer Florian Reckels an: „Wir hätten das Spiel schon in der ersten Halbzeit für uns entscheiden müssen. Dann wäre die Partie deutlich entspannter für uns verlaufen.“ Und er fügte er noch hinzu: „Wir hatten heute vier oder fünf Spieler in unseren Reihen, die nicht an ihr Leistungsmaximum gekommen sind.“

Spielentscheidend war der Treffer zum 2:3 in der 47. Minute. Nach einem Pass von der rechten Seite lenkte Risau den Ball ins eigene Tor. Danach verlor der TuS zwischenzeitlich vollends die Orientierung, so dass die Mannschaft durch weitere Treffer von Julian Krupka (58.) und Brefort (73.) abgeschossen wurde. Der SV Dorsten-Hardt hatte sich zu diesem Zeitpunkt längst den Sieg verdient, weil er Altenberges Schläfrigkeit konsequent bestrafte. In der 82. keimte nach Risaus Treffer zum 3:5 neue Hoffnung auf, und vielleicht wäre es auch noch einmal spannend geworden, hätte der eingewechselte Marcel Exner in der 85. Minute verkürzt. Der Ball segelte jedoch über die Latte. Es blieb beim 3:5. Reckels´ bitteres Fazit: „Wenn du fünf Treffer kassierst, kannst du auch nicht gewinnen.“ Wohl wahr. – TuS Altenberge: Wenning-Kühne – Lütke Lengerich, Marx, Kemper – Risau, P. Hölker (66. Exner), Chr. Hölker, Botella (66. Teriete), Ro­ters – Greshake, Thomassen (80. Gausling). – Tore: 0:1 Brefort (9.), 1:1 Greshake (26.), 2:1 Thomassen (30.), 2:2 Krupka (43.), 2:3 Risau (47./Eigentor), 2:4 Krupka (58.), 2:5 Brefort (73.), 3:5 Risau (82.).

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