Anzeige

Di., 13.02.2018

Umfrage bei den heimischen Sportlern: Interessieren Sie sich für Olympia? Aufstehen mit Katarina Witt

Die Deutsche Tatjana Hüfner rast die Rodelbahn hinunter. Das stößt nicht bei allen Sportlern aus der heimischen Sportszene auf Interesse. Manchen ist noch gar nicht aufgefallen, dass im Fernsehen Olympia läuft.

Die Deutsche Tatjana Hüfner rast die Rodelbahn hinunter. Das stößt nicht bei allen Sportlern aus der heimischen Sportszene auf Interesse. Manchen ist noch gar nicht aufgefallen, dass im Fernsehen Olympia läuft. Foto: dpa

Kreis Steinfurt - 

Früher standen die Fans mitten in der Nacht auf, wenn Muhammad Ali boxte, aber wie halten es die Sportler aus unseren Breiten mit Olympia? Ist das Interesse am Wintersport groß – oder eher mau? Die WN fragten nach.

Die Olympischen Winterspiele im südkoreanischen PyeongChang sorgen momentan für die sportlichen Schlagzeilen. Die Biathletin Laura Dahlmeier holt Doppelgold, der Skispringer Andreas Wellinger gewinnt den Wettbewerb von der Normalchance. Die Sportredaktion der Westfälischen Nachrichten wollte von den sportlichen „Flachlandtirolern“ aus dem Kreis Steinfurt wissen, was sie an Olympia interessiert und wie sie die Wettkämpfe im Fernsehen verfolgen.

►  Dirk Altkrüger (Fußballtrainer Preußen Borghorst): „Früher habe ich mir bei Olympischen Spielen alles reingezogen. Für Katarina Witt sind wir sogar aufgestanden. Die ist halt meine Generation. Heute überlege ich mir genau, was ich mir angucke. Im Endeffekt reicht mir jetzt die fünfminütige Zusammenfassung im Morgenmagazin. Aber ein Wintersportler bin ich auch nie gewesen. Wenn, dann nur von der Couch aus.“

►  Maike Hollekamp (Fußballerin, Matellia Metelen): „Nö, die Winterspiele interessieren mich nicht besonders. Ich bin mehr der Typ für Sommersportarten, deshalb verfolge ich Olympia in Südkorea auch kaum. Wer Laura Dahlmeier ist, weiß ich aber.“

►  Sven Mahlitz (Moderator der Ochtruper Sportgala): „Momentan habe ich frei, deshalb läuft bei uns tatsächlich schon morgens die Kiste. Ich bin ein großer Fan vom Biathlon und vom Skispringen – den Klassikern eben. Fasziniert bin ich auch vom Rodeln, wenn es um Tausendstelsekunden geht. Mit Eiskunstlauf kann ich hingegen nicht viel anfangen, damit kenne ich mich einfach nicht aus. Selbst fahre ich Ski. Ich bin aber mehr so der gemütliche Fahrer mit einem langgezogenen Einkehrschwung.“

►  Harry Toonen (Interimstrainer des TuS Laer 08 und Holländer): „Am Sonntagmorgen habe ich mir das Eisschnelllaufen angeschaut. Da sind die Holländer immer Favorit. Curling und Snowboard interessiert mich auch. Aber richtig mitfiebern tue ich nur beim Eisschnelllauf. Aber ich bin eigentlich kein Wintersportler. Ich bin mehr der Sonnenmensch. Skifahren? Oh Gott, bloß nicht.“

►  Sascha Beuing (Tischtennisspieler des TB Burgsteinfurt): „Ich habe im Moment wenig Zeit für sowas, aber ich schaue im Allgemeinen auch wenig fern. Zurzeit hetze ich von einem Turnier zum anderen. Und wenn ich mir mal was angucke im Fernsehen, dann fiebere ich keineswegs mit. Das gucke ich höchstens nebenbei. Davon kann man sich ja schön berieseln lassen. Wintersport ist nicht so sehr mein Ding.“

►  Stephan Nocke (Trainer der Handballer des TB Burgsteinfurt): „Natürlich interessiere ich mich als sportbegeisterter Mensch für die Olympischen Spiele – auch wenn wir als Flachlandtiroler wenig mit diesen Sportarten in Kontakt kommen. Aber Eishockey und Skispringen, da bin ich dabei. Skifahren kann ich nicht mehr, das machen die Knochen nicht mit. Dafür spiele ich Eishockey – an der Playstation.“

►  Petra Otte (Abteilungsleiterin Turnen beim SC Nordwalde): „Ganz ehrlich? Ich finde es relativ langweilig, wenn so ein Skispringer durch die Lüfte fliegt. Eiskunstlaufen, das interessiert mich, das schaue ich mir an“, sagt die Turntrainerin des SCN, die naturgemäß eher zu den Sommerspielen tendiert. Selbst als Skifahrerin kann sie sich nicht für Slalom oder Abfahrt bei Olympia erwärmen.

►  Ralf Ottich (Vorsitzender der Schwimmabteilung von Arminia Ochtrup): „Am liebsten gucke ich mir Biathlon an. Vor diesen Athleten habe ich größte Hochachtung. Wie die über die Pisten sausen und dann vor dem Schießen ihren Puls schnell wieder beruhigen müssen – das ist Körperbeherrschung pur.“

►  Dietrich Schulze-Marmeling (Abteilungsleiter Fußball beim TuS Altenberge): „Olympia berührt mich schon seit Längerem nicht mehr, vielleicht wegen der vielen Berichterstattung über Doping. Vielleicht gibt es aber auch zu viele Sportevents und Mega-Sportevents. Ich war ganz überrascht, dass die schon angefangen haben. Die letzten Olympischen Spiele, die ich angeschaut habe, das waren die von 1968. Eishockey interessiert mich allerdings schon.“►



http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/5521550?categorypath=%2F2%2F2669082%2F2670173%2F2686137%2F2686209%2F2686802%2F