Mi., 13.06.2018

Ausdauersport: Der Ultramarathon in Biel Schwitzen in der Schweiz: Marathonis beim Bieler Ultramarathon

Diesmal in der Schweiz unterwegs: (v.l.) Coach Rabea Köhler und die Läufer Rainer Wachsmann, Stephan Herbert und Tom Köhler von Marathon Steinfurt.

Diesmal in der Schweiz unterwegs: (v.l.) Coach Rabea Köhler und die Läufer Rainer Wachsmann, Stephan Herbert und Tom Köhler von Marathon Steinfurt. Foto: Marathon Steinfurt

Burgsteinfurt - 

Für vier Aktive von Marathon Steinfurt ging es jetzt in die Schweiz. In Biel stand der Ultramarathon auf dem Programm, der gleichzeitig als Europacup gewertet wurde. Trotz der nur 700 Höhenmeter Unterschied erwies sich die Strecke als tückisch.

Auch in der Schweiz beim Bieler 100 Kilometer Ultramarathon ist Marathon Steinfurt mittlerweile erfolgreich unterwegs. Jetzt fanden dort zum 60. Mal die Bieler Lauftage statt. Dazu gehört auch der 100-Kilometer-Lauf, der als Schweizer Meisterschaft und als Europacup im Ultralauf gewertet wird.

Von Marathon Steinfurt gingen bei diesem Jubiläumslauf Rainer Wachsmann, Stefan Herbert und Tom Köhler an den Start. Köhler wurde dabei auf der gesamten Strecke von seiner Frau Rabea auf dem Fahrrad gecoacht.

Das Ungewöhnliche für die 1000 Ultraläufer ist die Startzeit am Freitagabend um 22 Uhr. Trotzdem war bei den Steinfurtern keine Müdigkeit zu spüren. Das lag auch an der überragenden Stimmung an der Strecke. Während die Zuschauer in der Stadt Biel noch eng gedrängt am Straßenrand standen und die Athleten feierten, waren es bis in die Morgenstunden viele Einheimische, die vor den Wirtshäusern in den Dörfern auf die Läufer warteten. Selbst auf einsamen Feldwegen wurde bei Kerzenschein campiert und angefeuert.

Trotz der eher geringen Anzahl von rund 700 Höhenmetern verlief der Wettkampf für Wachsmann, Herbert und Köhler deutlich schwerer als erwartet. Ob es an dem Lauf größtenteils in der Dunkelheit oder doch am Schlafmangel lag, blieb allen unklar.

Herbert erreichte am Samstagmorgen als erster der vier Marathonis das Ziel – um genau 8.40 Uhr. In zehn Stunden und 40 Minuten nahm er als 119. die Traditions-Medaille entgegen.

Rabea und Tom Köhler gelang es nach überzogener Starteuphorie das Tempo gleichmäßig ins Ziel zu retten. Sie erreichten nach elf Stunden und 48 Minuten das Ziel am Palais des Congrés.

Wachsmann kämpfte sich trotz einer Wadenzerrung in 15 Stunden und elf Minuten über die Linie (Rang 504) und war damit noch mehr als fünf Stunden schneller als der letzte Läufer.



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