Do., 23.08.2018

Kartenregen in der Landesliga 4 Im Schnitt vier Gelbe pro Spiel

Die Gelbe Karte wurde am ersten Spieltag in der Landesliga 4 ganze 32 Mal aus den Taschen der Schiedsrichter gezogen.

Die Gelbe Karte wurde am ersten Spieltag in der Landesliga 4 ganze 32 Mal aus den Taschen der Schiedsrichter gezogen. Foto: R. Penno

Altenberge - 

In der Landesliga 4 hagelte es am ersten Spieltag 32 Gelbe Karten, das bedeutet vier pro Spiel – allerdings mit einer Ausnahme.

Von Günter Saborowski

Statistik kann manchmal sehr interessant sein – nicht nur für die sogenannten Laptop-Trainer, sondern auch für den allseits interessierten Fußballfan. Nehmen wir nur mal den ersten Spieltag in der Landesliga 4. Dort fielen in den acht Begegnungen 36 Tore – beinahe so viele wie Gelbe Karten. Hier waren es zwar nur 32, aber das macht im Schnitt immerhin vier pro Spiel. Rechnet man die Gesamtzahl aller von den Schiedsrichtern verhängten Strafen zusammen – also auch die Roten Karten – sind es 33.

Spitzenreiter in dieser Statistik ist die Partie VfB Hüls gegen SuS Stadtlohn (Endstand 3:1) mit sieben Gelben und einer Roten Karte. Es folgen Münster 08 gegen GW Nottuln (0:2) mit sechs Gelben Karten und das Spiel Eintracht Ahaus gegen SV Herbern (0:3) mit fünf plus einer Gelb-Roten. In der Begegnung TuS Altenberge gegen Westfalia Kinderhaus, die der TuS mit 4:0 für sich entschied, musste Schiedsrichter Marcel Benkhoff allerdings nicht ein einziges Mal in seine Tasche greifen. Einerseits kein Wunder, denn der TuS ist als eine sehr fair spielende Mannschaft bekannt und hat bereits in seiner Aufstiegssaison 2016/17 neben der Meisterurkunde auch den Fairnesspreis gewonnen.

Woran mag das liegen? Fußballabteilungsleiter Eppi Hammer mit dem Versuch einer Antwort: „Einerseits entspricht das unserem Konzept von Ausbildung im Fußball, nämlich mit spielerischen Mitteln zu gewinnen; andererseits liegt das auch am Trainer, der niemanden auffordert, seinen Gegenspieler unfair zu attackieren. Natürlich geht es manchmal auch mit Körpereinsatz zur Sache, aber die gehen heute lange nicht mehr so rein wie wir früher. Unsere Mannschaft, aber auch Westfalia Kinderhaus, wollen mit spielerischen Mitteln zum Erfolg kommen.“



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