Fr., 17.08.2018

Architekt Klaus Möllers hatte maßgeblichen Anteil am Bau des Vereinsheims der Laerer Fußballer Mit Bleistift und Wasserwaage

Maurerkelle, Hammer und Wasserwaage – das sind die Utensilien, mit denen Klaus Möllers beim TuS Laer 08 einiges bewerkstelligt hat. Allerdings nicht nur, denn der Architekt hat auch die Pläne für die Baumaßnahmen entworfen, die Anträge gestellt und und und.

Maurerkelle, Hammer und Wasserwaage – das sind die Utensilien, mit denen Klaus Möllers beim TuS Laer 08 einiges bewerkstelligt hat. Allerdings nicht nur, denn der Architekt hat auch die Pläne für die Baumaßnahmen entworfen, die Anträge gestellt und und und. Foto: gs

Laer - 

Klaus Möllers ist unter den „Vereinsmeiern“ der Baumeister, und das nicht nur in handwerklicher Hinsicht. Auch die planerische Hoheit lag bei dem Architekten aus Warendorf.

Von Günter Saborowski

Es gibt Jubiläen, die werden richtig groß gefeiert: ein Hundertjähriges zum Beispiel. Das hat der TuS Laer 08 bereits hinter sich. Der Verein aus dem Ewal­didorf hat in diesem Jahr sogar schon 110 Jahre auf dem Buckel. Das Vereinsheim ist im Vergleich dazu allerdings ein Frischling. Ganze 25 Jahre wird die „Bude“ in diesem Jahr alt – was nicht bedeutet, dass deswegen weniger gefeiert wird.

Geistiger Vater des schmucken Baus ist Klaus Möllers, der zum Zeitpunkt der Errichtung Erster Vorsitzender der Fußballabteilung der Nullachter war. „Klar wird das gefeiert. Wir wollen dort ein kleines Oktoberfest veranstalten. Am 14. oder 21. Oktober. Der Termin steht noch nicht, denn wir möchten gerne, dass die Spieler der ersten und zweiten Mannschaft auch kommen können“, sagt der 61-Jährige.

Bauantrag, Planung, Bauaufsicht – alles in seiner Hand. „Den Rohbau hat eine Firma gemacht, alles andere war in Eigenleistung. Fünf bis zehn Leute, die angepackt haben, waren wir immer“, fallen Möllers sofort die Namen von Wolfgang Dreilich, Jürgen Meiners, Christian Terhardt, Ralf Dömer, Reinhold Brongkoll, Peter Pollkläsener, Werner Ellinghaus und Stefan Wiesmann ein. „Und als wir 1997 von der B- in die A-Liga aufgestiegen sind, war das unheimlich gut fürs Vereinsleben“, erinnert sich der Gladbach-Fan.

Doch damit fing die Arbeit erst richtig an. Es gab noch so viel zu tun, wofür natürlich auch Geld benötigt wurde. Also wurde ein Förderverein gegründet, dessen Vorsitzender Klaus Möllers auch wurde. Die Bewirtschaftung und Pflege des Sportgeländes musste geregelt werden, die Wege und der Vorplatz der Kabinen mussten gepflastert werden und und und. „An die Platten sind wir durch eine Geschäftsaufgabe in Münster günstig drangekommen“, erinnert sich Möllers. Harry Toonen, Lkw-Fahrer von Beruf, wurde kurzerhand nach Münster geschickt – und schon war das Problem der Pflasterung gelöst.

Als nächstes Projekt sollte eine kleine Tribüne am Hartplatz entstehen. Dort, wo sich heute der Kunstrasenplatz befindet, lag früher rote Asche. „Im Herbst und Winter kamen kaum Zuschauer zu den Spielen. Es war einfach zu kalt und zugig dort“, wurde eine weitere Baumaßnahme in Angriff genommen. Danach musste wieder gepflastert werden, „aber die Mühe hat sich gelohnt. Das alles hat dem Vereinsleben echt gut getan“, freut sich der ehemalige 08-Chef über die Früchte seiner Arbeit und die Wertschätzung der Mitglieder.

2015 stand das – vorerst – letzte Projekt an. Vor den Umkleidekabinen sollte ein Regen- und Sonnenschutz angebracht werden. Pläne und Genehmigungen lagen wieder in Möllers‘ Händen. Mittlerweile ist das Vordach fertiggestellt, und Senioren wie auch Alte Herren können dort nach Niederlagen bei einem Bier über die Fehler in ihren Spielen philosophieren. Aber nur, so lange die Wespen nicht auf Krawall gebürstet sind. „Die kommen irgendwo von da unten aus einem Erdloch. Da müssen wir unbedingt was machen“, weiß Klaus Möllers schon, was seine nächste Aufgabe werden könnte.

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Fünf bis zehn Leute, die angepackt haben, waren wir immer.

Klaus Möllers

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