So., 02.09.2018

Fußball: A-Jugend-Landesliga Jens Kormann steht in Wettringen vor einer „brutalen“ Saison

Jens Kormann (l.) wirft so schnell eigentlich nichts um. Auch die bittere Niederlage am Dienstag im Kreispokal kann den Burgsteinfurter nicht schocken.

Jens Kormann (l.) wirft die bittere Niederlage im Kreispokal nicht um. Auch der späte Gegentreffer gegen den FCE Rheine kann den Burgsteinfurter nicht schocken. Foto: Thomas Strack

Burgsteinfurt - 

Für Jens Kormann ist die Saison 2018/19 die erste als Vereinstrainer. Und der neue Posten ist attraktiv: Der Burgsteinfurter hat die A-Junioren von Vorwärts Wettringen in der Landesliga übernommen. Eine Aufgabe, die der 33-Jährige mit großem Eifer, aber auch viel Respekt angeht.

Von Marc Brenzel

„Das wird richtig brutal – brutal schwer, aber auch brutal interessant“, sieht Jens Kormann der Wahrheit ins Auge. Der Burgsteinfurter, einst Leistungsträger beim SVB, hat sein Betätigungsfeld erweitert: Seit Anfang Juli coacht Kormann die Landesliga-A-Junioren des FC Vorwärts Wet­tringen. Für den 33-Jährigen ist es der erste Job als Vereinstrainer.

Dieser reizvolle Posten musste im Frühjahr kurzfristig neu besetzt werden, da Amtsinhaber Daniel Feldkamp das Angebot wahrnahm, in den Trainerstab der U 23 von Preußen Münster (Westfalenliga) einzusteigen. Als Nachfolger stach den Wet­tringer Verantwortlichen Jens Kormann ins Auge, seines Zeichens seit einem Jahr Koordinator für Talentsichtung und Talentförderung beim Fußballkreis Steinfurt.

„Die Anfrage kam im April, also relativ spät“, erinnert sich Kormann, doch das schreckte den in Rheine tätigen Gesamtschullehrer nicht ab. „Der FC Vorwärts ist für mich einer super Adresse. Ich fand es schon immer toll, wie da Jugendarbeit gemacht wurde. Dieser Verein steht für mich für grundlegende Tugenden. Ein enges Zusammenrücken wird da groß geschrieben, und das müssen wir auch in dieser Saison beherzigen.“

Kormann hat die schwere Aufgabe übernommen, den Wettringer Nachwuchs in der dritthöchsten westfälischen Klasse zu halten. Das ist keine Selbstverständlichkeit, denn die Konkurrenz kann in jeder Hinsicht ganz andere Geschütze auffahren. Zumal seine Truppe fast nur aus Wettringer Jungs besteht, die zum größten Teil aus der B-Jugend aufgerückt sind. „Mein Ziel ist es, ein ansprechendes Training anzubieten. Wir probieren alles, um in der Klasse zu bleiben“, gibt sich der neue Coach kämpferisch.

Am Dienstag stand das erste Pflichtspiel auf dem Programm – im Kreispokal gegen den Westfalenligisten FC Eintracht Rheine. Die Rolle des Außenseiters füllten die Blau-Weißen mit viel Leben aus, bis ein Elfmeter in der 119. Minute die 1:2-Niederlage besiegelte. „Das war schon hart, aber ich habe den Jungs gesagt, dass sie stolz auf sich sein können“, tröstete Kormann, der beim FC Vorwärts bei der Trainingsarbeit von Dennis Hater und Hans-Christian Galler unterstützt wird.

Seinen Job als Koordinator für Talentsichtung und Talentförderung führt der in Münster wohnhafte Pädagoge übrigens fort. „Das macht auf jeden Fall viel Spaß. Vor den Sommerferien haben wir mit der Sichtung des Jahrgangs 2008 begonnen. Dass diese Aufgabe und die in Wettringen nicht kollidieren, war mir sehr wichtig“, betont Kormann.

Auf seine Weiterbildung als Coach legt der gebürtige Stemmerter enormen Wert. Aktuell ist er im Besitz der B-Lizenz, die er im Februar mit Qualifikation erwarb. Die DFB-Elite-Jugend-Lizenz ist der nächste Schein, den Kormann gerne hätte. Doch erstmal stehen für den Burgsteinfurter zwei andere Dinge im Vordergrund: der Klassenerhalt mit der Wettringer A-Jugend und die Talentsichtung für den Kreis.



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