Di., 04.09.2018

Jürgen Kötterheinrich coacht seit 25 Jahren Mannschaften beim TB Burgsteinfurt Der Dreifach-Trainer

Zeitnehmer, Schiedsrichter, Trainer – es gibt kaum eine Funktion, die Jürgen Kötterheinrich im Handball noch nicht ausgeübt hat. Aktuell trainiert er die zweite Damen des TB und darüber hinaus auch die C- und B-Jugend des Vereins.

Zeitnehmer, Schiedsrichter, Trainer – es gibt kaum eine Funktion, die Jürgen Kötterheinrich im Handball noch nicht ausgeübt hat. Aktuell trainiert er die zweite Damen des TB und darüber hinaus auch die C- und B-Jugend des Vereins. Foto: gs

Burgsteinfurt - 

Seit 25 Jahren ist Jürgen Kötterheinrich als Trainer in der Handballabteilung des TB Burgsteinfurt tätig. Doch nicht nur das, der Mann hat auch schon andere Aufgabe bei den Handballern gemanagt.

Von Günter Saborowski

Es gibt bei den Handballern des TB Burgsteinfurt wohl kaum eine Mannschaft, die Jürgen Kötterheinrich nicht trainiert hat. Oftmals sogar mehrere gleichzeitig. Zudem hat er sich im Vorstand der Handballabteilung engagiert, war Jugendwart, Abteilungsleiter und ist nebenbei auch noch als Schiedsrichter tätig. Wenn man so will, rührt der Mann in allen Pötten. Mittlerweile ist es das 25. Jahr, „in dem ich als Trainer tätig bin“, sagt Kötterheinrich nicht ohne Stolz in seiner Stimme. Dass er auch noch in der dritten Mannschaft selbst zur Kugel greift, ist eigentlich ein Wunder, denn der Mann hat 16 Bänderrisse erlitten.

Sein größter Erfolg? Kein Aufstieg, keine Meisterschaft, kein Pokalerfolg. Das Zwischenmenschliche hat bei ihm höhere Priorität. „Ich glaube, alle Spielerinnen und Spieler, die ich trainiert habe, können mir heute noch in die Augen schauen. Ich habe viele schöne Erlebnisse in den zahlreichen Jahren gehabt und immer noch Kontakt zu meinen Spielern. Es ist zum Teil so, dass ich früher die Mutter trainiert habe und heute die Tochter“, erzählt der 46-Jährige, der lange Zeit die zweite Damen auf Vordermann gebracht hat. Bei den Herren waren es die zweite oder dritte Mannschaft, wo er selbst auch noch mitgespielt hat. Zur Zeit sind es „nur“ noch die C- und B-Jugend, die auf seine Anweisungen hören.

Die Frage „wie lange noch?“ beantwortet der Mann mit dem schelmischen Blick mit einem Schulterzucken: „Vor drei Jahren wollte ich schon kürzer treten, aber dann lief es wieder anders.“ Wahrscheinlich kam die dritte Herren dazwischen. „Aber in überschaubarer Zeit möchte ich schon nur noch eine Mannschaft trainieren und ein bisschen pfeifen“, erzählt der Trainer, der in seinen 30 Jahren beim Turnerbund leider auch schon einige schlimme Dinge erlebt hat. „Wenn Menschen mitten aus dem Leben gerissen werden wie vor kurzem Peter Köster oder Heinz Rehorst. Das geht einem nahe“, erzählt er.

Doch „Lebbe geht weider“, wie Frankfurts Trainer Dragoslav Stepanovic schon nach der verpassten Meisterschaft im Mai 1992 sagte. Das weiß auch Jürgen Kötterheinrich, für den an der nächsten Ecke wahrscheinlich schon eine neue Jugendmannschaft darauf wartet, das sie einen Trainer findet, der was von der Sache versteht.



https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6026315?categorypath=%2F2%2F2669082%2F2670173%2F2686137%2F2686209%2F2686802%2F