Mi., 05.09.2018

Tennis: 90 Jahre TC Ochtrup Ein besonderes Geburtstagskind

Willi Möllers, Elisabeth Henrichmann und Michael Warnebier (v.l.) freuen sich schon auf Samstag. Dann feiert „ihr“ TC Ochtrup seinen 90. Geburtstag.

Willi Möllers, Elisabeth Henrichmann und Michael Warnebier (v.l.) freuen sich schon auf Samstag. Dann feiert „ihr“ TC Ochtrup seinen 90. Geburtstag. Foto: Marc Brenzel

Ochtrup - 

Allen Grund zur Freude haben die Mitglieder des TC Ochtrup. Der Verein wird 90 Jahre alt, was am Samstag (8. September) im „Paddy‘s“ gefeiert wird. Rund 130 Gäste haben sich angesagt, um dem „Geburtstagskind“ zu gratulieren.

Von Marc Brenzel

Aktuell ist der Verein 307 Mitglieder stark. Der Faustregel entsprechend, dass auf einen Platz 50 Spieler kommen sollten, sei das schon ganz gut, so Möllers. Doch es dürften gerne noch ein paar mehr sein. Da sind sich Möllers sowie Elisabeth Henrichmann und der langjährige Sportwart Michael Warnebier einig.

Vor allem im jüngeren Segment klafft eine Lücke, was allerdings kein Alleinstellungsmerkmal der Töpferstädter ist. Lediglich 54 Aktive sind jünger als 18 Jahre, während die 41- bis 60-Jährigen (103) das Gros stellen. „So ist das eben. Mittlerweile gibt es zu viele andere Angebote. Zudem zieht es die jungen Leute nach Beendigung der Schulzeit viel schneller weg“, weiß Henrichmann.

Doch die Verantwortlichen um Vorsitzende Sabine Warnbier haben die Zeichen der Zeit längst erkannt. „Wir arbeiten gerade ein entsprechendes Programm aus“, erklärt Möllers. Ein Punkt ist, zwei Jugendliche zu Nachwuchstrainern ausbilden zu lassen. Zudem existiert eine Kooperation mit den Schulen, die beinhaltet, dass diese während des Unterrichts die beiden Plätze in der Halle im Sportpark nutzen können. Eine Zusammenarbeit mit den Kindergärten gibt es ebenfalls. Sie soll forciert werden.

Infrastrukturell ist der „rüstige Jubilar“ sehr gut aufgestellt. In den vergangenen Jahren hat die Stadt die Tennishalle von einem privaten Pächter übernommen, der TCO beteiligte sich bei der Renovierung mit Geld und Arbeitszeiten. Dass die Courts an der Schützenstraße auf den neuesten Stand (inklusive einer hochmodernen Sprenkleranlage) gebracht worden sind, spricht ebenso für die Ochtruper.

„Das waren zwei ganz große Hausnummern für uns“, freut sich Möllers, dass ganzjährig auf hohem Niveau Tennis angeboten werden kann, dazu kommt Squash in der Halle im Sportpark.

Rein sportlich sind die Töpferstädter von der Kreisklasse bis in die Münsterlandliga nahezu auf allen Ebenen vertreten. An die Erfolge einer Anita Soer, die in den 60er Jahren zur Westfälischen Elite zählte, oder an die Zeiten, als die Damen in der Oberliga aufschlugen, erinnert sich Warnebier gerne zurück: „Die kamen alle aus Ochtrup und Umgebung. Denen wurde kein Geld gezahlt, wie das anderswo teilweise üblich war.“

Am kommenden Wochenende lasse man es noch etwas ruhiger angehen, versichert Möllers, doch in zehn Jahren – also zum Hundertsten – soll es richtig krachen. Henrichmann, Warnebier und Möllers verfolgen bis dahin ein ganz großes Ziel: „Wir werden alles dafür unternehmen, dass der Verein gesund bleibt und wir den Ochtrupern weiterhin ein so gutes Angebot unterbreiten können.“

► Am Samstag beginnen die Feierlichkeiten um 10 Uhr mit einem Schleifchenturnier für Jedermann an der Schützenstraße. Dort steht bis circa 14 Uhr der Sport im Vordergrund, bevor es ab 17.30 Uhr bei „Paddy‘s“ gesellig wird (ab 18 Jahre). Zunächst spielt die „Volker-Leiss-Band“, um 19.30 Uhr beginnt das Abendessen.



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