Darts: Internationale Deutsche Meisterschaft in Borghorst
„Lucky Luck“ zielt der Deutschen Darts-Meisterschaft in Borghorst am besten

Borghorst -

Die Soccerworld Steinfurt in Borghorst war am Wochenende Austragungsort der Internationalen Deutschen Meisterschaft. Mit Verbandspräsidenten Michael Sandner und Bundestrainer Alex Krauss war hoher Besuch vor Ort. Das motivierte Philipp Hagemann und Stefanie Lück offensichtlich am meisten. Ein WM-Halbfinalist musste bei der Deutschen Meisterschaft unerwartet früh die Segel streichen.

Montag, 21.01.2019, 13:28 Uhr aktualisiert: 22.01.2019, 13:38 Uhr
DDV-Präsident Michael Sandner (l.) und Turnierchef Christian Kloß (r.) zeichnen Sieger Philipp Hagemann (2.v.l.) und den Finalisten Frank Kunze aus. Bei den Damen war Stefanie Lück nicht zu besiegen.
DDV-Präsident Michael Sandner (l.) und Turnierchef Christian Kloß (r.) zeichnen Sieger Philipp Hagemann (2.v.l.) und den Finalisten Frank Kunze aus. Bei den Damen war Stefanie Lück nicht zu besiegen. Foto: Thomas Strack

Die Führungsriege des Deutschen Dartverbandes (DDV) war am Samstag beinahe geschlossen in Borghorst vertreten. Schließlich wurden in der dortigen Soccerworld die Internationalen Deutschen Meisterschaften ausgerichtet. Und so war es für Verbandspräsidenten Michael Sandner, Sportdirektor Jürgen Rollmann und Bundestrainer Axel Krauss oberste Pflicht, vor Ort zu sein. Für die beiden Bayern lohnte sich die weite Anreise, denn sie bekamen tollen Sport zu sehen.

Eine große Überraschung gab es für alle obendrauf: Bei den Männern gewannen nicht etwa die arrivierten Kräfte, sondern mit Philipp Hagemann ein Youngster. Der 18-jährige Niedersachse setzte sich im Finale gegen den Bochumer Frank „Hasi“ Kunze mit 5:1 durch. „Ich hatte heute von Beginn an ein gutes Gefühl. Mir ging es einfach darum, mein Spiel zu spielen. Im Finale haben die kleinen Momente entschieden“, erinnerte Hagemann an abgewehrte Satzdarts in den Durchgängen zwei und drei.

Die Internationale Deutschen Darts-Meisterschaft in Borghorst

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  • WM-Halbfinalist Michael Unterbuchner war der prominenteste Name im Starterfeld bei der Internationalen Deutschen Meisterschaft in der Borghorster Soccerworld.

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  • Dem 30-jährigen Münchner wollten viele mal live über die Schulter gucken.

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  • Aus der ganzen Republik waren Darter angereist.

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  • Auch die Jungs vom DC „Krumme Finger“.

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  • An den drei Turniertagen gab es insgesamt 670 Starter.

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  • Und zwar in den Konkurrenzen Frauen, Männer, Juniorinnen, Junioren und Teams.

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  • Auch Soccerhallen-Inhaber und Turnierorganisator Christian Kloß ging kurz mal an die Boards.

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  • Bundestrainer Axel Krauss war das erste Mal in Borghorst.

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  • Krauss wollte sich einen Überblick verschaffen, wer es in die Nationalmannschaft schaffen könnte.

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  • David Schlichting wurde Zweiter bei den Junioren.

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  • Der Sieg ging an Oliver Lars Pieper.

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  • Die guten Ergebnisse machten auch bei den Zuschauern Eindruck.

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  • Philipp Hagemann gewann sein Halbfinale gegen . . .

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  • . . . Jens Ziegler.

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  • Michael Sandner, Präsident des Deutschen Dartverbandes (DDV) sah genau hin.

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  • Der Bochumer Frank „Hasi“ Kunze . . .

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  • . . . gewann sein Halbfinale gegen Ingo Vogt.

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  • Siegerehrung: DDV-Verbandspräsident Michael Sandner (l.), Juniorinnen-Gewinnerin Wibke Riemann und Carsten Poeting (Bundesjugendleiter).

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  • Oliver Lars Pieper bekam den Pokal für den ersten Platz.

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  • Stefanie „Lucky Luck“ Lück hatte am Samstag die beste Hand-Auge-Koordination.

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  • Das bekam Nationalspielerin Irina Armstrong im Finale zu spüren. 1:5 hieß es am Ende aus ihrer Sicht.

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  • Die Treppchenplätze bei den Frauen belegten (v.l.): Anne Willkomm (Platz drei.), Steffi Lück (1.), Irina Armstrong (2.) und Nina Puls (3.).

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  • Ein erfahrener Caller durfte in den Finals nicht fehlen.

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  • Frank Kunze gewann den ersten Satz.

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  • Aber dann lief für den Bochumer nicht mehr viel.

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  • DDV-Präsident Michael Sandner, Philipp Hagemann (Erster Platz), Frank Kunze (2.) und Ausrichter Christian Kloß (v.l.) bei der Siegerehrung.

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Dass Favorit Michael „T-Rex“ Unterbuchner bereits in der Runde der letzten 64 (3:4 gegen Mike Locke) die Segel strich, war für Bundestrainer Krauss keine Riesensache: „Die Leistungsdichte bei den Männern ist enorm hoch. Wenn Gefühl und Auge passen, kann von den Spitzenleuten jeder jeden schlagen. Zudem war Michael heute gesundheitlich nicht voll auf der Höhe. Fieber.“

Für Unterbuchner, der vor einer Woche noch im Halbfinale der WBO-Weltmeisterschaft stand, kein Grund zur Ausrede. „Das darf keine Entschuldigung sein. Aber damit kann ich leben. Seit meinem Aus bei der WM bin ich in einem Loch. Bis zu den Dutch Open in 14 Tagen möchte ich da wieder raus. Deshalb kam es für mich in Borghorst in erster Linie darauf an, den Spaß am Darts wiederzubekommen“, erklärte der 30-jährige Münchner..

Die Starter des „gastgebenden“ DT Steinfurt beließen es am Samstag dabei, ihre Qualitäten nur anzudeuten. Bester Akteur des Regionalliga-Spitzenreiters war Michael Liesen, der es immerhin in die Runde der besten 32 schaffte.

Stefanie „Lucky Luck“ Lück war in der Frauen-Konkurrenz nicht zu bezwingen. Die Hessin, die bereits im September beim ersten DDV-Ranglistenturnier der Saison in Borghorst einen Doppelsieg errungen hatte, behauptete sich im Finale mit 5:1 gegen Nationalspielerin Irina Armstrong. „Ich mag die Atmosphäre hier, ich mag Ausrichter Christian Kloß, und ich mag die Leute vor Ort. Vielleicht liegt es daran, dass ich hier so gut spiele“, mutmaßte Lück.

Bei den Juniorinnen holte sich Wibke Riemann aus Viersen den DM-Titel, bei den Jungen triumphierte Oliver Lars Pieper. Am Freitag gewannen die Schwestern Lena und Lisa Zollikofer sowie Tayfun Yerlicaya und Nico Schunke die Teamwettbewerbe. Auch sie dürfen sich jetzt Internationale Deutsche Meister nennen.

Die abschließenden Ranglisten-Turniere am Sonntag gewannen Unterbuchner (5:4 gegen Marko Puls) und Silke Lowe (5:3 gegen Anne Willkomm).

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