Fußball: Kreisliga A
FSV Ochtrup: Die 80-Prozentigen haben es vor

Ochtrup -

Zufrieden mit Teil eins der Saison? Frank Averesch sagt ja, aber nicht zu 100 Prozent. Beim FSV ist noch Luft nach oben, die will er bis Saisonende aus der Mannschaft rauskitzeln.

Donnerstag, 24.01.2019, 15:54 Uhr
Dass Lukas Höseler (M.) und Mohammed Sylla (l.) im Angriff gut harmonieren, zeigte sich in der Hinrunde. Zusammen brachten es die beiden Stürmer auf 16 Tore.
Dass Lukas Höseler (M.) und Mohammed Sylla (l.) im Angriff gut harmonieren, zeigte sich in der Hinrunde. Zusammen brachten es die beiden Stürmer auf 16 Tore. Foto: Thomas Strack

Beim FSV Ochtrup ist viel in Bewegung. Einer, der im Verein an den aus sportlicher Sicht ganz großen Rädern dreht, ist Trainer Frank Averesch. Und der ist mit der ersten Saisonhälfte derart zufrieden, dass er für den zweiten Teil ankündigt: „Wenn wir die ersten Spiele gewinnen sollten, gucken wir mal, was nach oben noch machbar ist.“

Mit oben meint Averesch ganz oben, sprich Spitzenreiter Germania Hauenhorst. Bei einer Partie weniger beträgt der Rückstand auf den Ligaprimus 13 Punkte. Diese Lücke könnte laut Averesch auch kleiner sein, wenn seine Truppe nicht unnötigerweise Zähler liegengelassen hätte. „Ich denke da an die Niederlage bei Amisia Rheine oder das späte 1:2 gegen Hauenhorst. Es fehlte uns ein wenig an der Konstanz und ab und zu auch am absoluten Siegeswillen. Deshalb bin ich mit dem bisherigen Verlauf der Saison zu 80 Prozent einverstanden und eben nicht zu 90 oder 100“, erklärt der Coach, der im zweiten Jahr in der Töpferstadt arbeitet.

Im Vorjahr befanden sich die Ochtruper zum gleichen Zeitpunkt der Saison in Abstiegsnot. Doch daran denkt Averesch nicht mehr: „Wir gucken nicht nach hinten, sondern nach vorne. Die aktuelle Mannschaft ist mit der aus 2017/18 schwer zu vergleichen. Unsere Neuzugänge geben der Startformation ja ein ganz anderes Gesicht.“

Im Sommer kamen mit Marcel Strübig, Lukas Hö­seler, Martin Ahlers und Jonas Averesch vier Externe aus dem Kreis Coesfeld. Zudem rückte Mohammed Sylla komplett in den Kader auf, und mit Marvin Haumering entpuppte sich ein frisch der A-Jugend entwachsener Abwehrspieler zum Glücksgriff.

„Dass die so schnell und gut integriert worden sind, war enorm wichtig. Aber nicht nur die wussten zu gefallen. Auch unsere beiden Portugiesen Andre und Micael, Pawel Ozog oder Julian Engbring – wir haben richtig viel Potenzial in der Truppe. Das war in der Hinrunde zu sehen“, klopft Averesch jedem aus seinem 21 Mann starken Kader auf die Schulter.

Als Averesch im Sommer 2017 – damals noch beim Vorgängerverein SC Arminia – begann, wurde ein Drei-Jahres-Plan entworfen. Im ersten sollte man sich kennenlernen, im zweiten verbessern und im dritten – wenn es geht – um den Aufstieg mitspielen.

Dass diese Ambitionen nicht aus der Luft gegriffen sind, wollen die Töpferstädter ab dem 17. Februar unter Beweis stellen. Ab dann geht es wieder um Tore und Punkte. „In Ochtrup tut sich was. Das wollen wir der Konkurrenz auch mit den entsprechenden Leistungen und Ergebnissen zeigen“, würde sich Averesch über eine zweite Saisonhälfte freuen, die ihn noch mehr als 80-prozentig zufrieden stellt.

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