Kreistag des Handballkreises Euregio-Münsterland in Gronau
Gerd Engbrink bleibt als Ehrenvorsitzender am Ball

Gronau -

Nach über 35 Jahren an der Spitze des Handballkreises Euregio-Münsterland hat Gerd Engbrink (71) Abschied genommen. Und was machen seine Vorstandskollegen? Sie jagen ihren langjährigen Vorsitzenden in die Wüste und sorgen nebenbei für Ehe-Zoff im Hause Engbrink?

Sonntag, 03.02.2019, 15:48 Uhr
Der Präsident des Westdeutschen Handballverbands, Dieter Stroband (r.), und der Präsident des Handballverbands Westfalen, Wilhelm Barnhusen (l.), verliehen Gerd Engbrink die goldene Ehrennadel des WHV und die Ehrenplakette des HVW.
Der Präsident des Westdeutschen Handballverbands, Dieter Stroband (r.), und der Präsident des Handballverbands Westfalen, Wilhelm Barnhusen (l.), verliehen Gerd Engbrink die goldene Ehrennadel des WHV und die Ehrenplakette des HVW. Foto: Stefan Hoof

Nein, natürlich nicht. Sie schicken den Dauerbrenner unter den Kreisvorsitzenden gleich wieder zum Handball.

„Deutschland spielt nächsten Monat gegen die Schweiz, da schicken wir euch beide hin“, erklärten Kassenwart Claus Hammelmann und der neue Kreisvorsitzende, Eduard Janning, als sie Gerd und Margrit Engbrink im Namen des Kreisvorstands die Tickets für das Länderspiel überreichten. Eine gelungene Überraschung, ein Geschenk, das gut überlegt ist. Engbrinks Ehefrau stammt aus der Schweiz. Wer da wohl wem die Daumen drückt?

Es war ein Kreistag, der natürlich im Zeichen der Verabschiedung des bisherigen 1. Vorsitzenden stand. So ließen es sich auch der Präsident des Westdeutschen Handballverbandes (WHV), Dieter Stroband, und der Präsident des Handballverbands Westfalen (HVW), Wilhelm Barnhusen, nicht nehmen, an der Zusammenkunft teilzunehmen. Ebenso freute sich Gronaus Bürgermeisterin Sonja Jürgens über die Einladung.

Reichlich Applaus, Standing Ovations, Geschenke und Auszeichnungen erhielt der bisherige Vorsitzende. Die Delegierten der Vereine nutzten die Gelegenheit, sich persönlich bei Gerd Engbrink für seinen unermüdlichen, manches Mal auch unerbittlichen Einsatz für den Sport zu danken.

„Gerd Engbrink ist jemand, der Handball von der Pike auf kennt, der den Handball liebt, der andere erfolgreich trainiert hat und der für den Handballkreis Euregio-Münsterland auch stets aus dem Fundus seiner Kenntnisse und Fähigkeiten schöpfen konnte. Heute nimmt er als souveräner Vorsitzender des Handballkreises, für den er sich 35 Jahre lang engagiert hat, Abschied“, erklärte Sonja Jürgens. „Gerd Engbrink hat dem Handballkreis und auch dem Handball, von dem er behauptet, er wirke auf ihn wie ein Jungbrunnen, stets sehr viel gegeben. Dieses Engagement gilt es zu würdigen.“

Das griff der Präsident des Handballverbands Westfalen auf. „Ich habe dich als jemanden erlebt, der immer sehr sachlich auftritt und bei dem man sich auch jederzeit Rat holen konnte“, betonte Wilhelm Barnhusen. Im Namen des Verbandes verlieh er Engbrink die Ehrenplakette des Verbandes.

„Damit habe ich ja nun gar nicht gerechnet“, dankte Engbrink und hatte die Lacher auf seiner Seite. „Diese Plakette wird bei mir zu Hause einen Ehrenplatz einnehmen.“

Dieter Stroband stellte die „immer konstruktiven Gespräche“ und besonders das so langjährige, verlässliche Wirken Gerd Engbrinks heraus. Dafür verlieh er dem Gronauer die höchste Auszeichnung: die goldene Ehrennadel des Westdeutschen Handballverbands.

Ehrensache, dass sich die Delegierten in diesem Moment von ihren Plätzen erhoben und Engbrink mit lang anhaltendem Beifall ihren Dank zollten und ihn einstimmig zum Ehrenvorsitzenden des Handballkreises Euregio-Münsterland wählten. Damit nimmt Gerd Engbrink nicht ganz Abschied: Im Sommer reist er als Delegierter des Kreises zum Verbandstag des HVW.

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