Bezirksliga 12: SV Wilmsberg siegt in Greven
Glück, Geschick und ein bisschen Gedresche

Borghorst -

Ein Treffer von Alex Hesener, einer von Cedric Eisfeldt – und schon ist der Dreier eingetütet. Mit 2:0 gewinnt der SV Wilmsberg das Spitzenspiel bei Greven 09.

Sonntag, 10.02.2019, 19:24 Uhr aktualisiert: 11.02.2019, 12:46 Uhr
Ein Küsschen für den Vorlagengeber: Aldo Colalongo (r.) herzt Alex Wehrmann: In Greven jubelten Christof Brüggemann und Kollegen im Kollektiv über einen 2:0-Erfolg zum Rückrundenauftakt.
Ein Küsschen für den Vorlagengeber: Aldo Colalongo (r.) herzt Alex Wehrmann: In Greven jubelten Christof Brüggemann und Kollegen im Kollektiv über einen 2:0-Erfolg zum Rückrundenauftakt. Foto: Stefan Bamberg

Andreas Sommer und Christof Brüggemann haben sich schon öfter gesehen, so als Urgesteine auf den Bezirksliga-Trainerbänken der Region. Ja klar, auch am Sonntag haben sie einander mit einem flüchtigen Shakehands verabschiedet. Vielleicht werden sie auch irgendwann mal wieder einen Kaffee zusammen trinken. Gestern aber war ihnen eher nicht danach: Nach einem Rückrundenstart mit mächtig Kasalla zwischen Greven 09 und dem SV Wilmsberg, über den nur der Spitzenreiter jubelt: 2:0 (1:0)-Sieg für die Brüggemänner.

Die auch die erste Duftmarke hinterlassen: eine absolut patentfähige Eigenkreation Cedric Eisfeldts, halb Scherenschlag, halb Seitfallzieher, sieht sehr schön aus – aber Luca Dömer hat ihn (10.).

Bei Nullneun überrascht Andreas Sommer hinten mit zwei Jungfüchsen, Luca Stegemann verteidigt innen, Jens Krumschmidt außen – und Letzterer kriegt die erste Riesenchance der Partie: Bernd Lakenbrink wackelt vielbeinig, flankt präzise, und findet Krumschmidts Birne – knapp daneben.

Ansonsten passiert weiterhin nicht furchtbar viel – bis zur 28. Minute: ein famoser Diagonalpass von Alex Wehrmann, sein Vornamensvetter Hesener mit etwas Glück und sehr viel Geschick bei der Ballmitnahme – ab dafür, 0:1.

Nullneun ist in der Wintervorbereitung extra mit einer Fitnesstrainerin über seinen Kunstrasen gehoppelt – und dann haut ihnen der Ligaprimus so ein Sahne-Stück ins Gesicht! Brüggemann jubiliert: „Ich bin erneut hellauf begeistert – das ist wirklich ein exzellenter Rückrundenstart.“

Zur ganzen Geschichte gehört aber auch, dass es für ein Spitzenspiel viel Gedresche zu ertragen gibt: Greven rennt mit Herz an und kassiert dann einen Stich in selbiges – Stunde rum, Ballverlust nach eigener Ecke, Johannes Mennemeyer bremst den Konter aus. Für sowas ist das Wort Notbremse erfunden worden. Schiri Till Kauschke setzt richtigerweise alles auf Rot.

Die Hausherren aber auch, die Unterzahl ist ihnen nicht anzumerken. Sommer erzürnen die Forderungen von der Wilmsberger Bank nach weiteren Karten gegen seine Jungs. Am Ende geht all sein Zorn ins Leere: Kurz vor Schluss köpft Eisfeldt die entscheidende zweite Kiste.

SV Wilmsberg: Schröder – Wehrmann, Markfort, Groll (81. Fischer), Hesener (86. Greshake), M. Thoms, (75. Maia Rego), Hermling, Thoms, Schemann, Colalongo, Eisfeldt. Tore: 0:1 Hesener (28.), 0:2 Eisfeldt (87.).

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