Fußball: Bezirksliga
Spätes Frühlingserwachen

Burgsteinfurt -

89 Minuten erweckte es den Anschein, als sollte sich der SV Burgsteinfurt am Abwehrbollwerk der DJK Arminia Ibbenbüren die Zähne ausbeißen. Doch dann entwickelte das Spiel eine geradezu atemberaubende Dramaturgie.

Sonntag, 17.02.2019, 20:34 Uhr aktualisiert: 17.02.2019, 20:36 Uhr
Burgsteinfurts Max Feldhues (Nr. 8) verrichtete als „Abräumer“ auf der Sechser-Position einen souveränen Job. Die späten Siegtreffer erzielten Sven Mersch (kl. Foto li.) und Daniel Brake.
Burgsteinfurts Max Feldhues (Nr. 8) verrichtete als „Abräumer“ auf der Sechser-Position einen souveränen Job. Foto: Thomas Strack

89 Minuten erweckte es den Anschein, als sollte sich Fußball-Bezirksligist SV Burgsteinfurt im sonnendurchfluteten VB-Bank Stadion am stählernen Abwehrbollwerk der DJK Arminia Ibbenbüren die Zähne ausbeißen. Doch als fast schon keiner mehr daran glaubte, gab es ein spätes Frühlingserwachen, das den Stemmertern noch einen 2:0 (0:0)-Sieg bescherte.

So klar und deutlich das Ergebnis am Ende auch ausfiel – es täuschte darüber hinweg, dass der heimische Vertreter großen Aufwand betreiben musste, um am Ende den ersehnten „Dreier“ einzufahren. Den Sieg hatten Trainer Christoph Klein-Reesink und sein „Co“ André Bischoff eingewechselt, als sie in der 66. Minute zunächst Daniel Brake und in der 83. Sven Mersch brachten. Beide „Joker“ stachen, denn in der 89. Minute markierte Mersch das erlösende 1:0 und Brake in der Nachspielzeit das 2:0. Verdient war der Sieg nicht nur deshalb, weil die Gelb-Roten großen Aufwand betrieben, für den sie sich spät, aber nicht zu spät belohnten. „Unsere Mannschaft hat bis zuletzt daran geglaubt, das Tor zu machen“, führte Klein-Reesink den wohl entscheidende Aspekt an, weshalb es für sein Team ein Happy End gab.

Wie wichtig der Erfolg des Tabellenzweiten mit Blick auf das Aufstiegsrennen in der Bezirksliga 12 war, stellte sich unmittelbar nach Spielschluss heraus. Spitzenreiter SV Wilmsberg, Vorwärts Wettringen und auch der TuS Recke gewannen ihre Partien, sodass es an der Spitze spannend bleibt.

Dass es ein hartes Stück Arbeit werden würde, kristallisierte sich schon in der ersten Halbzeit heraus. Zwar dominierten die Burgsteinfurter das Spiel über weite Strecken. Doch die Ibbenbürener ließen kaum Chancen zu, weil sie stark gegen den Ball arbeiteten und den Stemmertern dank ihres taktisch disziplinierten Defensivverhaltens kaum Chancen ermöglichten.

In der 23. und 30. Minute verfehlte Thomas Artmann mit Schüssen aus der Distanz knapp das gegnerische Gehäuse, und eine Minute vor dem Seitenwechsel köpfte Lucas Ballmann die Kugel nach einer Flanke aus dem Halbfeld am Kasten vorbei. Das war es auch schon. Die beste Möglichkeit hatten sogar die Gäste. Bei einem ihrer wenigen Entlastungsangriffe brachte Ibbenbürens Ivo Pohl in der 25. Minute das Kunststück fertig, den Ball wenige Meter vor dem SVB-Tor in die Wolken zu jagen.

In der zweiten Halbzeit erhöhten die Stemmerter den Druck, wobei Winterneuzugang Philip Brüggemeyer in der Innenverteidigung kaum gefordert wurde, weshalb er sich in seinem ersten Pflichtspiel für den SVB des Öfteren in den Spielaufbau einschaltete. Bahlmann (59.), Lars Kormann (63./71.) und Jens Hauptmeier (83.) besaßen weitere Chancen. Auf der anderen Seite bewahrte SVB-Keeper Marcel Brameier seine Mannschaft vor einem Rückstand, als in der in einer Eins-gegen-eins-Situation gegen Arminias Kapitän Vadim Schmidt Sieger blieb.

Die Erlösung folgte in der 89. Minute, als Brake für Mersch auflegte, der sich im gegnerischen Strafraum durchsetzte und zum 1:0 traf. In der Nachspielzeit war es Brake, der im Ibbenbürener Strafraum abzog und flach ins untere Eck zum 2:0 traf. Der Rest war nur noch Jubel. – SV Burgsteinfurt: Brameier – Anyanwu, Brüggemeyer, Moor, Hintelmann – Feldhues (81. Hauptmeier) – da Silva, Artmann (83. Mersch), Bahlmann, Kormann – Hollermann (66. Brake). – Tore: 1:0 Mersch (89.), 2:0 Brake (90.+3).

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