Fußball: Landesliga
TuS Altenberge: Eine Sache des Kopfes

Altenberge -

Die Richtung stimmt nach wie vor. Tabellenplatz fünf ist für Landesligist TuS Altenberge ein respektables Zwischenergebnis. Davon jedoch will sich Trainer Florian Reckels nicht blenden lassen. Es gab zuletzt Fehler, die es abzustellen gilt. Darüber hinaus kündigen einige Abgänge Veränderungen im Mannschaftskader für die Saison 2019/20 an.

Montag, 25.02.2019, 16:54 Uhr aktualisiert: 02.03.2019, 18:32 Uhr
Patrick Rockoff ist einer von fünf Akteuren, von denen feststeht, dass sie den TuS Altenberge verlassen werden. Der Stoßstürmer wechselt zum VfL Sassenberg.
Patrick Rockoff ist einer von fünf Akteuren, von denen feststeht, dass sie den TuS Altenberge verlassen werden. Der Stoßstürmer wechselt zum VfL Sassenberg. Foto: Thomas Strack

Völlig zu Recht lobte Altenberges Trainer Florian Reckels die Moral, die seiner Mannschaft am Sonntag einen 5:3 (3:1)-Sieg gegen Westfalenliga-Absteiger SuS Stadtlohn einbrachte. Womit der TuS Fünfter in der Tabelle der Fußball-Landesliga bleibt und auf eine respektable Zwischenbilanz verweisen kann. Allerdings wusste Reckels auch, dass nicht alles Gold war, was an diesem Nachmittag im sonnendurchschienen Altenberger Fußballstadion glänzte.

Dass die Einstellung zumindest von der fünften bis zur 90. Minute stimmte, lässt sich schon daran festmachen, dass der TuS den 0:1-Rückstand aus der vierten Minute in einen 3:1-Vorsprung ummünzte. Auch als die Stadtlohner sich nach dem Seitenwechsel anschickten, beim Stand von 3:3 dem Spiel die Wende zu verleihen, schlug der TuS zurück, traf zum 4:3 und in Unterzahl sogar noch zum 5:3-Endstand.

Was Reckels – und auch anderen Beobachtern – allerdings missfiel, war die ungewöhnlich hohe Trefferzahl, die der TuS in Roxel und eine Woche später gegen Stadtlohn hinnehmen musste. „Wir haben viel investiert, machen aber zu viele einfache Fehler“, sprach er unmittelbar nach der Partie die Defizite an.

Gegen Stadtlohn waren die drei Gegentreffer ausnahmslos Geschenke, denn jedem einzelnen gingen individuelle oder gruppentaktische Fehler voraus. Für Reckels ist das vor allem eine Sache des Kopfes. „Es kommt darauf an, dass man sich diesen psychischen Drucksituationen stellt und nicht einknickt“, fordert der Coach. Notfalls müsse man auch mal zu einfachen Mitteln greifen, um Gefahr vor dem eigenen Tor abzuwenden. „Mitunter tragen wir das Gen in uns, dass wir in solchen Situationen noch ganz viel Fußball spielen wollen.“

Diese Erkenntnis ist der erste Schritt, es in den nächsten Spielen effektiver zu lösen. Immerhin bleibt festzuhalten, dass es sich um kein grundsätzliches Pro­blem handelt. Denn trotz der zuletzt kassierten fünf Treffer weist die Zwischenbilanz den TuS als Mannschaft mit der drittbesten Defensive nach Münster 08 und Liga-Primus GW Nottuln aus.

Darüber hinaus zeichnet sich in diesen Wochen ab, dass sich der Kader zur kommenden Saison entscheidend verändern wird. Gegen SuS Stadtlohn standen fünf Akteure auf dem Feld, die den Club im Sommer verlassen werden. Innenverteidiger Marcel Lütke Lengerich zieht es zu Westfalia Kinderhaus. Dorthin wechselt bekanntlich auch Jakob Schlatt, der am Sonntag vor der Abwehrkette an der Seite von Jakob Gerstung agierte. Der, so wurde am Sonntag bekannt, schließt sich Westfalenligist SuS Neuenkirchen an. Und in vorderster Front werden 2019/20 auch Stoßstürmer Patrick Rockoff und Kai Sandmann fehlen.

Während im Fall von Kai Sandmann schon seit einigen Wochen feststeht, dass er sich Amisia Rheine anschließen wird, wurde Montagnachmittag publik, dass Rockoff auch in der kommenden Saison ein grünes Trikot tragen wird; allerdings das des VfL Sassenberg. Dorthin nämlich wechselt der Angreifer. Der VfL ist zurzeit Zweiter der Kreisliga A 1 Münster und strebt den Aufstieg in die Bezirksliga an.

Somit tun sich in sämtlichen Altenberger Mannschaftsteilen Baustellen auf, die behoben werden müssen. Reckels wird sich damit nicht mehr beschäftigen, denn er hat schon vor einigen Wochen bekanntgegeben, ein Sabbatjahr einlegen zu wollen, „wenn nicht etwas ganz Verrücktes passiert“, wie er sagt.

Es gebe zwei oder drei hoffnungsvolle Talente in der Jugend und ein oder zwei in der zweiten Mannschaft, die den Sprung schaffen könnten, konstatiert Reckels. „Alles Weitere“, so der Coach, „wird der neue Trainer erledigen.“

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