Fußball: Landesliga
Altenberges Aufwand nicht belohnt

Altenberge -

Nach der 0:1-Niederlage des TuS Altenberge gegen Landesliga-Spitzenreiter waren sich alle Altenberger einig: Da war mehr möglich. Dass es dennoch nicht reichte, um wenigstens einen Punkt auf der Habenseite zu verbuchen, dafür gab es Gründe.

Sonntag, 17.03.2019, 19:50 Uhr
Rassige Zweikämpfe lieferten sich Altenberges Henrik Wilpsbäumer (li.) und Nottulns Henning Klaus nicht nur in dieser Szene. Am Ende fehlte den Gastgebern auch ein Quäntchen Glück, um zumindest einen Punkt zu behalten.
Rassige Zweikämpfe lieferten sich Altenberges Henrik Wilpsbäumer (li.) und Nottulns Henning Klaus nicht nur in dieser Szene. Am Ende fehlte den Gastgebern auch ein Quäntchen Glück, um zumindest einen Punkt zu behalten. Foto: Thomas Strack

Altenberges Trainer Florian Reckels attestierte seiner Mannschaft „mit die beste Saisonleistung“. Die hatte allerdings einen kleinen, aber entscheidenden Schönheitsfehler: Es war das Ergebnis, das nicht passte, denn am Ende musste sich der TuS dem Landesliga-Spitzenreiter DJK GW Nottuln mit 0:1 (0:1) geschlagen geben.

Es sagt schon einiges über Erwartung und Anspruch aus, wenn Nottulns Trainer Oliver Glaser das Kompliment, wonach seine Mannschaft wenig Fehler gemacht habe, nicht so recht annehmen wollte. „Eigentlich haben wir heute sogar relativ viele gemacht“, sagte der Coach hinterher. Da musste man allerdings ganz genau hinschauen, um diese zu erkennen. Die Torchancen, die sich der TuS vor allem in der zweiten Halbzeit erspielt hatte, waren allesamt das Produkt strategischer Angriffszüge, die eigentlich zu einem Treffer hätten führen müssen. „Wir haben großen Aufwand betrieben. Leider haben wir uns dafür nicht belohnt“, befand Reckels zu Recht..

Der Coach sah sich gezwungen, seine Startformation gegenüber dem vergangenen Sonntag einmal mehr umzustellen. Für den privat verhinderten Jannick Hagedorn rückte Kai Sandmann in die Starformation. Der spielte in der Angriffszentrale und verrichtete dort sehr viel Laufarbeit, ebenso Malte Greshake und Christian Hölker, die über die Außenbahnen Impulse setzten.

Allerdings zeigten die Nottulner schon in der Anfangsphase, weshalb sie in der Landesliga die bislang wenigsten Treffer kassiert haben. Sie setzten dem TuS durch frühes Pressing zu, sodass die Gastgeber im ersten Durchgang nur selten gefährlich vor das gegnerische Tor kamen.

Die erste Möglichkeit besaßen die Gäste in der 16. Minute. Nach Flanke von Fabian Schöne kam Adenis Krasniqi zum Kopfball, doch der Ball strich am Tor vorbei. Aufregung herrschte in der 21. Minute. Nach einem Rückpass rutsche TuS-Keeper Marc Wenning-Künne weg, sodass Schöne an den Ball kam. Im letzten Augenblick fuhr ihm Henrik Wilpsbäumer in die Parade und bereinigte die Gefahr auf Kosten eines Freistoßes, der aber nichts einbrachte.

Der Treffer des Tages fiel in der 36. Minute. Schöne hatte den Ball von der rechten Außenbahn in Altenberger Strafraum geschlagen. Felix Risau kam zwar vor dem hinter ihm lauernden Krasniqi an den Ball, jedoch lenkte Altenberges Abwehrspieler die Kugel ins eigene Netz.

Nach dem Seitenwechsel erspielte sich der TuS gleich mehrere gute Möglichkeiten, die erste schon in der 48. Minute, als Grashake nach Kombination mit Hölker an GW-Keeper Marvin Kemmann scheiterte. In der 64. Minute hatte Roters Pech, als er das Leder aus gut 20 Metern knapp am Kasten vorbeisetzte, und in der 74. Minute hatte der aufgerückte Innenverteidiger Steffen Köhler eigentlich alles richtig gemacht, doch im Stile eines Klasse-Keepers lenkte Kemmann den Ball nach Köhlers Direktabnahme über die Torstange. Auch Glaser, wusste, bei wem er sich für den „Arbeitssieg“, wie er hinterher sagte, bedanken konnte: „Heute hat man wieder gesehen, dass wir einen guten Torhüter haben.“ Wohl wahr.

In der 90. Minute wäre aber auch er machtlos gewesen, doch Roters verfehlte nach Pass von Hölker mit einem spektakulären Seitfallzieher um Zentimeter das Nottulner Tor. Der TuS hätte sich einen Zähler verdient gehabt. Am Ende fehlte aber auch das Quäntchen Glück. – TuS Altenberge: Wenning-Künne – Risau (84. Gausling), Köhler,Lütke Lengerich, Roters – Gerstung – Chr. Hölker, Schlatt (89. Hammer), Wilpsbäumer, Greshake, Sandmann (68. Teriete). – Tor: 0:1 Risau (ET / 36.).

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