Fußball: Bezirksliga 12
Aufstieg über Umweg ?

Burgsteinfurt -

Der SV Burgsteinfurt nimmt entgegen anders lautender Gerüchte aus der vergangenen Woche doch an den Relegationsspielen um den Aufstieg in die Landesliga teil.

Montag, 27.05.2019, 16:08 Uhr aktualisiert: 28.05.2019, 16:36 Uhr
Max Moor (l.) und der SV Burgsteinfurt nehmen die vier Runden der Relegation wahr und treffen am Sonntag nach ihrem Freilos im ersten Spiel auf den FC Nordkirchen.
Max Moor (l.) und der SV Burgsteinfurt nehmen die vier Runden der Relegation wahr und treffen am Sonntag nach ihrem Freilos im ersten Spiel auf den FC Nordkirchen. Foto: Günter Saborowski

Während am Sonntagabend in Altenrheine die Sektkorken knallten und die Nacht zum Tage gemacht wurde, herrschte in Burgsteinfurt verständlicherweise Niedergeschlagenheit. „Wir waren noch gemeinsam im Stadion und haben die Saison und das letzte Spiel Revue passieren lassen. Gedrückte Stimmung herrschte nicht unbedingt. Enttäuschung war natürlich vorhanden, auch wenn wir darauf vorbereitet waren, dass es nicht klappen könnte. Wir hätten gegen Laggenbeck sicherlich höher gewinnen können, aber die Meisterschaft haben wir nicht in der Partie gestern vergeigt“, sagte SVB-Trainer Christoph Klein-Reesink 24 Stunden nach der verpassten Meisterschaft.

Als Vizemeister haben die Stemmerter allerdings die Chance, doch noch durch die Hintertür, sprich Relegation, in die Landesliga aufzusteigen. Und die wollen die Burgsteinfurter, entgegen einigen unter der Woche kursierenden Gerüchten, auch wahrnehmen. „Wir hatten uns bereits in der vergangenen Woche nach einer Abfrage bei den Spielern dafür entschieden teilzunehmen – auch wenn unser Kader ex­trem dünn ist“, fehlen laut Trainer von den 16 am Sonntag in Laggenbeck aufgebotenen Spielern nur Sven Mersch und Till Remke durch Urlaub. Thomas Artmann, Daniel Brake und Tobias Kiwit werden aus Verletzungsgründen nicht mitwirken können. Zudem haben sich Lucas Bahlmann und Jens Hauptmeier in Laggenbeck verletzt. „Bei den beiden müssen wir bis Sonntag abwarten“, so Klein-Reesink, dessen Team in der ersten Rund ein Freilos hat.

In der Staffel 11 wird Meister Eintracht Coesfeld auf den Aufstieg in die Landesliga verzichten und geht sogar zurück in die Kreisliga. Der Grund: Zehn Spieler, davon acht Leistungsträger, verlassen die Eintracht. Dafür steigt der Tabellenzweite, Rot-Weiß Deuten, in die Landesliga auf. Der Tabellendritte, Vorwärts Epe, bei dem Dirk Bültbrun als Trainer tätig ist, wäre als Nächster relegationsberechtigt, verzichtet allerdings. Offiziell heißt es, weil man sich als Dritter sportlich nicht qualifiziert habe.

Erster Kontrahent des SV Burgsteinfurt nach dem Freilos ist am Sonntag der FC Nordkirchen (wir berichteten). „Ein starker Gegner, ein richtiges Brett. Die halbe Mannschaft kennen wir ja noch vom SV Herbern aus der Landesliga“, sind die Nordkirchener keine Unbekannten für Klein-Reesink und sein Team.

Relegationsspielleiter Hans-Dieter Schnippe aus Rheine war am Montag auf der Suche nach einem neutralen Austragungsort, hat diverse Vereine angesprochen und ist beim FC Gievenbeck/Münster fündig geworden.

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