Landesliga 4: TuS Altenberge 09
TuS Altenberge: Mit sehr viel Spaß zum Erfolg

Altenberge -

Abteilungsleiter und Trainer sind sich einig: Es war eine super Saison für den TuS Altenberge, der mannschaftlich stark zusammengewachsen ist.

Dienstag, 04.06.2019, 17:30 Uhr aktualisiert: 04.06.2019, 17:50 Uhr
Nach dem letzten Saisonspiel in Heiden, das die Altenberger mit 7:0 gewannen, ließ sich die Mannschaft mit ihren Trainern, Betreuern und allen Spielern noch einmal ins rechte Licht rücken.
Nach dem letzten Saisonspiel in Heiden, das die Altenberger mit 7:0 gewannen, ließ sich die Mannschaft mit ihren Trainern, Betreuern und allen Spielern noch einmal ins rechte Licht rücken. Foto: TuS Altenberge

Das zweite Jahr nach einem Aufstieg ist angeblich das schwerste. Kaum ein Spruch unter den Fußballweisheiten von Herberger bis Merkel ist abgedroschener als dieser und wird zumeist herangezogen, wenn eine Mannschaft im zweiten Jahr Probleme bekommt. Euphorie und Unkenntnis über die Leistungsstärke des neuen Gegners machen den Aufsteiger im ersten Jahr zu einer unbekannten Größe. Wobei die Frage erlaubt sein muss, ob diese Aussage in der digitalen Welt tatsächlich noch zutreffend ist.

Beim TuS Altenberge traf die Floskel vom schwereren zweiten Jahr jedenfalls nicht zu. Im Gegenteil, die Mannschaft von Trainer Florian Reckels hat die Spielzeit 17/18 mit 48 Punkten und Platz vier (14 Siege, sechs Remis, zehn Niederlagen, 67:42 Tore) abgeschlossen. In der Saison 18/19 waren es 50 Punkte, also zwei mehr, dafür war die Platzierung um einen Rang schlechter. Und das obwohl mit 17 Siegen, sechs Unentschieden und nur sieben Niederlagen drei Siege mehr auf dem Konto auftauchen.

Von den 62 erzielten Toren gingen allein 52 auf das Konto von Malte Greshake (13), Jannick Hagedorn (9), Christian Hölker und Kai Sandmann (je 8), Patrick Rockoff sowie Jakob Schlatt (je 7).

Für Reckels, der den TuS bekanntlich verlässt, stand in der abgelaufenen Saison „über allem der Spaß, den wir hatten. Wir sind als Mannschaft zusammengewachsen. Das war der Grundstein für unseren Erfolg. Für mich war es das schönste Jahr in Altenberge“, sagt Reckels, der auch die gute und reibungslose Zusammenarbeit mit der Reserve und A-Jugend lobt. Der Zusammenhalt im gesamten Verein sei „unheimlich groß“, daher falle es ihm schwer, ein Haar in der Suppe zu finden. „Wir haben zuletzt bei Lütke Lengerichs auf dem Hof darüber gesprochen und uns bei manchen Spielen gefragt, wie wir die verlieren konnten. Wir waren nur zwei Mal schlechter als der Gegner“, wären in der Endabrechnung laut Reckels sogar mehr Punkte möglich gewesen.

„Unterm Strich ist der fünfte Platz ein Wahnsinnsergebnis“, sagt Erwin Hammer, der Abteilungsleiter Fußball des TuS. Er sei ab und zu „völlig begeistert“ gewesen von der Spielweise der Mannschaft. Florian Reckels und sein Team (Jan Rickers, Bodo Nelde und Marcel Pelster) hätten „eine klasse Arbeit“ geleistet. Hammer: „Ich wüsste nicht, was ich kritisieren sollte.“

Die in seinen Augen größte Entwicklung sei bei Felix Kemper, Marc Wenning-Künne und Christian Hölker zu sehen gewesen. Spiele, die durch individuelle Fehler verloren gegangen seien, seien kein Manko der Mannschaft, sondern „kommen nun mal vor“. Doch auch Hammer ist sich im Klaren darüber, dass dieses Ergebnis kaum mehr zu toppen sei: „Das wird in der nächsten Saison nicht so gut laufen. Ich kenne die Leistungsstärke der neuen Spieler zu wenig, um sie beurteilen zu können.“ Die beiden Behns habe er einmal beobachtet, und wenn Lucas Bußmann der Bußmann sei, den er schon vom Stein-Gymnasium kenne, dann sei das ein Guter: „Den wollten wir schon in der Jugend nach Altenberge holen“.

„Bußmann ist flexibel einsetzbar, in erster Linie offensiv. Er soll unser Zielspieler werden, Bälle bunkern und ablegen“, deutet der neue Trainer André Rodine an, wo er die Zukunft des 1,90 Meter großen Schlakses in der Mannschaft sieht.

Für mich war es das schönste Jahr in Altenberge.

Florian Reckels
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