13. Volksbank-Cup: Altenberger Jugendfußballtage
Zu schön, um heimzufahren

Altenberge -

Das Pfingstwochenende stand in Altenberge einmal mehr ganz im Zeichen des Jugendfußballs. 84 Mannschaften kickten auf der Anlage des TuS um Pokale und Medaillen – vor allem aber aus Spaß am Fußball.

Montag, 10.06.2019, 14:06 Uhr aktualisiert: 12.06.2019, 14:28 Uhr
Voller Einsatz – aber stets im Sinne des Fairplay. „Wir haben wirklich guten Fußball gesehen“, lobt Mitorganisator Tobias Hundehege die jungen Kicker, die am Pfingstwochenende auf der Anlage des TuS Altenberge um Medaillen und Pokale spielten.
Voller Einsatz – aber stets im Sinne des Fairplay. „Wir haben wirklich guten Fußball gesehen“, lobt Mitorganisator Tobias Hundehege die jungen Kicker, die am Pfingstwochenende auf der Anlage des TuS Altenberge um Medaillen und Pokale spielten. Foto: Jan Gudorf

Der finale Pfiff ist ertönt, der letzte Ball aus dem Tornetz gefischt und die Fußballschuhe wieder sicher in der Tasche verstaut. Höchste Zeit also, die Heimreise anzutreten? Mitnichten – dachte sich zumindest die Fußballmannschaft des SV Zweckel. Die Zeltgäste aus dem Gladbecker Ortsteil genossen ihren Aufenthalt im Sportpark Großer Berg derart, dass sie diesen spontan um eine Nacht verlängerten.

Damit waren sie nicht die einzigen, die ihre Fahrt ins Münsterland nicht bereuten. 13 Turniere – von den Minis bis zu den B-Junioren – veranstaltete der TuS Altenberge von Freitag bis Sonntag im Rahmen des 13. Volksbank-Cups. „Wir haben bereits von einigen Mannschaften die Rückmeldung bekommen, dass sie im nächsten Jahr unbedingt wiederkommen möchten“, freute sich Florian Linde über „das beste Dankeschön, das wir kriegen können.“

Auf dem Spielfeld zeigte sich der TuS ebenfalls als guter Gastgeber – jedoch unfreiwillig. „Wir haben meist den Gästen das Siegertreppchen überlassen“, schmunzelte Tobias Hundehege, Lindes Mitstreiter aus dem Orga-Team. Den großen Wanderpokal für die B-Junioren wollten die Altenberger dann aber doch nicht hergeben. Die Gastgeber gewannen alle vier Spiele und verwiesen den 1. FC Nordwalde auf Platz zwei. Der Pokal für die C-Junioren steht nun ein Jahr lang im Vereinsheim der Warendorfer SU, hier belegte Altenberge Platz drei.

Ein Wermutstropfen war die auf 84 Mannschaften gesunkene Teilnehmerzahl. Die Turniere für die Mädchen mussten gar komplett abgesagt werden. Immerhin ließen es sich einzelne Mädchen-Teams nicht nehmen, an den Wettbewerben der Jungs teilzunehmen. „Sie haben sehr gut mitgehalten“, lobte Linde. Und ohnehin: „Der Spaß am Fußballspielen steht im Vordergrund.“

Besonders intensiv gelebt wurde diese Devise im Turnier für integrative Fußballmannschaften, an dem sechs Teams teilnahmen – darunter eine Allstar-Mannschaft, die in jedem Spiel in anderer Besetzung auflief. „Wir sind wie eine große Familie“, brachte Ulrich Mönkediek das gelebte Miteinander der Kicker mit und ohne Handicap auf den Punkt. „Wenn man den Kindern beim Fußballspielen zusieht, bleiben keine Fragen mehr offen“, sagte der Trainer der Integrativen Fußballmannschaft Altenberge (IFMA) beim Blick in die leuchtenden Augen.

Über diese freute sich auch das Orga-Team um Hundehege, der zudem die Bedeutung der vielen ehrenamtlichen Helfer hervorhob. Sie alle sorgten für einen reibungslosen Turnierverlauf. „Selbst der Sturm war überhaupt kein Problem“, so Hundehege, „wir haben wirklich guten Fußball gesehen. Es ging sehr fair zu und es gab keine schweren Verletzungen.“

Eine schlechte Nachricht gab es für die Kicker des SV Zweckel dann doch noch: Nach dem geselligen Betreuerabend am Sonntag mussten am nächsten Morgen auch sie die Heimreise antreten.

Ein besseres Dankeschön können wir nicht kriegen.

Florian Linde
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