Kommentar
Kein Katar, dafür Laer

Kommentar zum Bezirksliga-Verzicht des TuS Germania Horstmar

Montag, 01.07.2019, 12:04 Uhr

Tradition zu leben, heißt nicht, die Asche aufzubewahren, sondern die Glut weiterzugeben. Etwas weniger hochtrabend bedeutet dies, dass Innovationen gefragt sind, um etwas in die Jahre gekommene Sportveranstaltungen aufzufrischen. Und das haben sie beim SV Wilmsberg erkannt.

Das Interesse an der Fußball-Stadtmeisterschaft war in den vergangenen Jahren rückläufig. Wie der Trend zu stoppen ist, darüber machten sich die Piggen Gedanken und vergrößerten das Teilnehmerfeld von vier auf sechs Teams. Neu dabei: der 1. FC Nordwalde und der TuS Laer. Warum auch nicht, schließlich ­kicken die Nationalmannschaften von Katar und Japan ja auch bei der Südamerika-Meisterschaft mit. Vor dem Hintergrund, dass Preußen Borghorst und der SV Wilmsberg demnächst wohl fusionieren und so ein Verein wegfällt, ergibt eine Erweiterung des Teilnehmerfeldes ohnehin Sinn.

Auch der Modus verspricht mehr Attraktivität. In einem Duell über 90 Minuten war den beiden Bezirksligisten von der Konkurrenz schwer beizukommen. In 45 Minuten lässt sich schon eher ein dreckiges 0:0 ergaunern.

Die Idee, das Turnier zu verändern, ist schlüssig. Vielleicht geht dem einen oder anderen demnächst beim Besuch des Wilmsberger Waldstadions auch ein Licht auf, wie der Wettbewerb genannt werden soll. Denn Stadtmeisterschaft ergibt – vorausgesetzt der Modus bewährt sich – keinen Sinn mehr.

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