Kommentar
Sporthorizont erweitern

Die Weltmeisterschaften im Schatten

Freitag, 05.07.2019, 13:30 Uhr

Die ungeraden Jahre gelten für die Sportfans in Deutschland als Übergangsjahre. Es finden weder Sommer- noch Winterspiele, weder Männer-Fußball-WM oder -EM statt. Doch die Einschätzung ist grundlegend falsch, denn in diesen vermeintlichen Übergangsjahren gehen die richtig coolen Großereignisse über die Bühne. Solche, die in anderen Ländern Massen mobilisieren, nur bei uns kaum jemanden interessieren.

Zum Beispiel die Squash-WM, die Ende Februar, Anfang März in Chicago ausgetragen wurde. In Ägypten, dem Land aus dem die Top-Leute kommen, der Straßenfeger schlechthin. Dass mit Simon Rösner erstmals in der Geschichte des Sports ein Deutscher im Halbfinale stand, hat hier kaum einer mitbekommen.

Das Match zwischen Indien und Pakistan bei der Cricket-WM verfolgten über eine Milliarde Fans im Internet oder vor dem Fernseher. In Deutschland ist das Interesse gleich null. Im Herbst wird in Japan der Rugby-Weltmeister gesucht. Nach Sommerspielen und Fußball-Weltmeisterschaft die drittgrößte mehrtägige Sportveranstaltung. Vor vier Jahren in Frankreich besuchten 2,5 Millionen Zuschauer die 48 Turnier-Begegnungen. Bei uns auch nur etwas für Spartensender und beinharte Fans.

Dabei lohnt es sich, mal seinen Sporthorizont zu erweiteren. Das geht auch vor Ort, denn in der kommenden Woche bieten die Steinfurter Vereine wieder „Sport im Park“ an. Im Programm unter anderem: Tae Bo Robic, Kleinfeld-Tennis, Power Gymnastik, Spinning, Wasserfußball und Cricket.

Einfach mal hingehen und mitmachen – denn Sport ist mehr als Fußball, Handball und Tennis.

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