Leichtathletik: Deutsche U-16-Meisterschaft in Bremen
Pia Schlattmann gewinnt Bronze bei der Deutschen U-16-Meisterschaft

Burgsteinfurt -

Pia Schlattmann hat ihren größten sportlichen Erfolg gefeiert. Bei der Deutschen U-16-Meisterschaft in Bremen gewann die 800-Meter-Läuferin vom TB Burgsteinfurt völlig überraschend die Bronzemedaille. Dabei stellte die Gymnasiastin sogar eine neue persönliche Bestleistung auf.

Dienstag, 09.07.2019, 12:02 Uhr aktualisiert: 09.07.2019, 15:42 Uhr
Pia Schlattmann schaffte das nicht für möglich Gehaltene. In Bremen gewann die Burgsteinfurterin die Bronzemedaille über 800 Meter.
Pia Schlattmann schaffte das nicht für möglich Gehaltene. In Bremen gewann die Burgsteinfurterin die Bronzemedaille über 800 Meter. Foto: TB Burgsteinfurt

Pia Schlattmann hat ihre ohnehin schon überragende Saison jetzt bei den Deutschen U-16-Meisterschaften in Bremen gekrönt. In neuer persönlicher Bestzeit von 2:17,22 Minuten gewann die 800-Meter-Läuferin des TB Burgsteinfurt die Bronzemedaille.

Für Schlattmann, die erstmals am 21. Juni bei den NRW-Meisterschaften in Duisburg unter 2:20 Minuten geblieben war, stellte bereits die Teilnahme an den nationalen Titelkämpfen ein besonderes Erlebnis dar.

In ihrem Vorlauf traf die Burgsteinfurterin auf Athletinnen aus Bayern, Brandenburg, Baden, Württemberg, Hessen, der Pfalz und auf drei weiteren Starterinnen aus Westfalen. In einem spannenden und schnellen Rennen kam Schlattmann dicht an ihre bestehende Bestleistung (2:18,81) heran und verfehlte diese lediglich um sechs Hundertstelsekunden. Mit dieser Vorstellung qualifizierte sie sich als Gesamtsiebte für den Endlauf. „Das war mein großes Ziel. Danach hatte ich überhaupt keinen Druck mehr“, erklärt die Schülerin, die die achte Klasse des Arnoldinums besucht.

Das Finale der besten Zehn entwickelte sich zu einem schnellen Rennen, in dem sich Julia Rath aus Bayern etwas absetzte. Auch Ida Lefering von der LG Coesfeld zog ein wenig davon. Dahinter lieferte sich Schlattmann einen Dreikampf mit Theresa Brosthaus von der LG Dorsten und Nina Wallert aus Württemberg.

Rath siegte schließlich in fantastischen 2:13,45 vor Lefering. Schlattmann ließ sich von dem hohen Tempo nicht beeindrucken und kämpfte ihre Mitstreiterinnen aus Dorsten und Württemberg in einem packenden Finish nieder.

„Bei 500 Meter lag ich noch an vierter oder fünfter Stelle, dann habe ich mich aus dem Block befreit“, schildet Schlattmann den Rennverlauf. Auf der Zielgeraden realisierte sie, dass es zu einer Medaille reichen könnte, dementsprechend wurden die finalen Reserven angegriffen. „Auf den letzten 50 Metern dachte ich, dass gar nichts mehr geht. Ich wäre fast zusammengeklappt und wurde auch immer langsamer. Gott sei dank hat es noch gereicht, um Platz drei zu verteidigen. Mit so einem Abschneiden hatte ich nie gerechnet“, erinnert sich die 800-Meter-Spezialistin.

Ob sie auf der doppelten Stadionrunde bleibt, lässt Schlattmann offen. Zusammen mit Trainer Wolfmar Joppich fasst sie einen möglichen Wechsel auf die 400-Meter-Strecke ins Auge. Aber erstmal will die Gymnasiastin den Erfolg von Bremen noch ein wenig genießen. „Mit ist wichtig, dass ich Spaß an meinem Sport habe und gesund bleibe, um mich weiter dem Laufen widmen zu können“, betont die Bronzemedaillengewinnerin, die sich nun in die nationale Spitzenklasse ihres Jahrgangs katapultiert hat.

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