Fußball: Bezirksliga
SV Wilmsberg plädiert für die Verschmelzung

Borghorst -

Es war keine normale Jahreshauptversammlung, zu der der SV Wilmsberg seine Mitglieder am Samstagabend ins Vereinsheim am Waldstadion geladen hatte. Im Mittelpunkt standen vielmehr die Planungen der Verschmelzung mit dem SC Preußen Borghorst. Der Vorstand positionierte sich klar und eindeutig.

Sonntag, 14.07.2019, 19:04 Uhr aktualisiert: 15.07.2019, 11:14 Uhr
Breit aufgestellt: Der Vorstand des SV Wilmsberg blickt optimistisch in die Zukunft.
Breit aufgestellt: Der Vorstand des SV Wilmsberg blickt optimistisch in die Zukunft. Foto: Detlef Held

„Stimmt für die Fusion“. Mit diesem emotionalen Appell beendete das wiedergewählte Vorstandsmitglied des SV Wilmsberg Klaus Brüning am Samstagabend nach zwei Stunden die gut besuchte Jahreshauptversammlung im Clubheim am Waldstadion.

Über 80 Mitglieder, darunter die erste Mannschaft mit ihrem Trainer, Verantwortliche der zweiten und dritten Seniorenteams aber auch viele Wilmsberger Urgesteine hatten sich eingefunden, um bei dieser Versammlung einerseits Regularien wie Kassenprüfung, Jahresberichte der Abteilungen, Vorstandswahlen und den sportlichen Ausblick auf die kommenden Saison zur Kenntnis zu nehmen, vor allem aber um zu erfahren, wie weit die Planungen für die geplante Fusion (Verschmelzung) mit dem SC Preußen Borghorst fortgeschritten sind.

Stephan Fischer ging nach der Begrüßung durch Klaus Brüning auf die Fusion ein und stellte fest, dass die Gespräche mit den Verantwortlichen des SCP von beiderseitigem Vertrauen geprägt sind. „Wir sind uns einig, dass beide Vereine ohne einen gemeinsamen Neuanfang erhebliche Sorgen bekommen werden, die weder der SVW noch der SCP allein werden schultern können. Wir wollen das Fußballspielen im Stadtteil stärken und vor allem Jugendlichen eine fußballerische Heimat bieten, die einerseits dem Leistungsgedanken Rechnung trägt, aber auch für Breitensportaktivitäten Raum lässt.“

Stephan Fischer stellte heraus, dass die Verantwortlichen keine Luftschlösser bauen und von Meisterschaften und Aufstiegen träumen. „Wir wollen einfach dem Fußball, der heutzutage nicht mehr den Stellenwert wie noch vor 20 Jahren hat, wieder eine solide Grundlage geben“.

Dass das schon jetzt funktioniert, zeigen die Teams der Jugendspielgemeinschaften. So hat die die B-Jugend nur knapp den Aufstieg verpasst. Erfreulich dabei, dass die Aufstiegsspiele von einer großen Zuschauerzahl begleitet und unterstützt wurden. Fischer: „Für die Spieler der JSG-Teams sind wir praktisch schon ein Club. Das zeigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind.“

Das unterstrich auch Stefan Albers als Verantwortlicher der Jugendabteilung bei seinem Fazit der abgelaufenen Saison. Er stellte heraus, dass nicht nur die B-Jugend, sondern auch alle anderen Teams sich positiv weiterentwickelt haben. Die Zusammenstellung der neuen Kader lässt hoffen, dass es in allen Altersklassen (jetzt von der A- bis zur E-Jugend) sportlich weiter aufwärts geht. Ein Wermutstropfen war allerdings, dass in der vergangenen Saison die B2 und die A2 abgemeldet werden mussten, weil es an Betreuern mangelte. Hier werde man gegensteuern. „Für die B2 ist das schon geschehen. Für die A2 benötigen wir noch einen engagierten Betreuer“, appellierte er an die Versammlung, ob sich jemand vorstellen könne, das vakante Amt zu übernehmen.

Dass der SVW auf finanziell gesunden Füßen steht, wurde durch den Kassenbericht untermauert, der schwarze Zahlen im fünfstelligen Bereich aufweist, deutlich. Die einstimmige Entlastung der Kassierer war nur Formsache.

Die sportliche Bilanz bei den Senioren gefiel den Mitgliedern. Die „Erste“ spielte lange in der Bezirksliga oben mit und will in der kommenden Saison ernsthaft um den Titel mitspielen. Die „Zweite“ schaffte den Klassenerhalt in der Kreisliga B, und die „Dritte“ stieg in diese Liga auf.

Dass gehobene Ansprüche durchaus realistisch seien, machte Christof Brüggemann mit seinem Statement deutlich. „Wir haben im Kader der Ersten viele Akteure, die alle Piggenblut in sich haben, auch bei den schon vorgestellten Neuzugängen“, so seine Feststellung. „Doch wenn wir wirklich etwas beschicken wollen, kommen wir um eine Fusion nicht herum“, warb der Trainer für den Zusammenschluss, der sportlich gute Perspektiven eröffne. „Diese Chance sollten wir nutzen. Ich jedenfalls freue mich darauf.“

Bei den turnusmäßigen Vorstandwahlen honorierten die Mitglieder die Arbeit der Ehrenamtlichen. Sie alle wurden wiedergewählt.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6778682?categorypath=%2F2%2F2669082%2F2670173%2F2686137%2F2686209%2F2686802%2F
Nachrichten-Ticker