Radrennsport: „Tour de Feminin“
Steinfurts Svenja Betz tourt mit den Diven durch Tschechien

Steinfurt -

Svenja Betz hat ihre nächste große Radsportprüfung erfolgreich gemeistert. Erstmals nahm die Fahrerin des RSV „Friedenau“ Steinfurt an einer Rundfahrt teil. Die führte die Studentin nach Tschechien, wo sie sich unter anderem mit den Wetterkapriolen auseinander zu setzen hatte.

Donnerstag, 18.07.2019, 15:14 Uhr
Svenja Betz (v.) vom RSV „Friedenau“ Steinfurt nahm als Gastfahrerin für die „Wheel Divas“ an der viertägigen Rundfahrt im Westen der Tschechischen Republik teil.
Svenja Betz (v.) vom RSV „Friedenau“ Steinfurt nahm als Gastfahrerin für die „Wheel Divas“ an der viertägigen Rundfahrt im Westen der Tschechischen Republik teil. Foto: RSV

Svenja Betz vom RSV Steinfurt hat wieder einmal kräftig in die Pedalen getreten. Die Achte der Deutschen Meisterschaft nahm jetzt erstmals in ihrer sportlichen Karriere als Radrennfahrerin an einer Rundfahrt teil. Dabei handelte es sich um die „Tour de Feminin“ in Tschechien, eine UCI-Rundfahrt der Kategorie 2.2.

Fünf Etappen musste Betz, die als Gastfahrerin für die „Wheel Divas“ startete, in Angriff nehmen. Insgesamt hieß es, in vier Tagen 400 Kilometer und über 5000 Höhenmeter zu bewältigen.

Der erste Teilabschnitt von Krasna Lipa bis Varnsdorf war mit 120 Kilometer auch der längste der Tour. Für Betz war es eine ganz neue Erfahrung, in einem so großen Feld auf einer unbekannten Strecke ein sehr schnelles Tempo zu fahren. Aus Angst, in einem Sturz verwickelt werden zu können, ließ sich die Steinfurterin zurückfallen. An den Anstiegen arbeitete sich Betz aber immer wieder nach vorne und kam mit dem Hauptfeld und neun Sekunden Rückstand ins Ziel.

Der zweite Tag führte das Feld über 104 Kilometer von Jirikov über Rumburk und Krasna Lipa zurück zum Ausgangspunkt. Aufgrund des starken Regens standen die Straßen zentimeterhoch unter Wasser, und schon nach wenigen Minuten sorgten die ersten Stürze für Hektik. „Ich konnte aber alle Kurven gut fahren, bei den unheimlich rutschigen Abfahrten bin ich langsamer gefahren“, so Betz. Aufgrund eines Defekts verlor die Sport- und Biologie-Studentin den Anschluss an die erste Gruppe. Nach 3:02 Stundeten beendete die RSV-Fahrerin die zweite Etappe überglücklich und sturzfrei.

Der dritte Tag sah sowohl ein Zeitfahren als auch eine kurze Etappe vor. Nach anstrengenden 24:58 Minuten beendete Betz das Zeitfahren. Nachmittags schloss sich ein rund 25 Kilometer langer Rundkurs an, der drei Mal zu fahren war. Und wieder blieben die Sportlerinnen nicht vom einsetzenden Regen verschont. Daraufhin zerriss das Feld. Betz blieb in einer Verfolgergruppe, bis sie sich acht Kilometer vor der Ankunft absetzte. „Das ist mir gelungen. Es war ein ganz tolles Gefühl, alleine über die Ziellinie zu fahren“, strahlte die gebürtige Unterfrankin. In der Gesamtwertung bedeutete das Rang 78 mit 13:15 Minuten Rückstand.

„Die letzte Etappe war ein absolutes Highlight für mich. Ich habe es einfach genossen, meine erste Rundfahrt bestritten zu haben. Trotz müder Beine habe ich mich sehr gut gefühlt. Von Varnsdorf nach Kransa Lipa mussten 90,2 Kilometer unter die Reifen genommen werden. Betz leistete viel Tempoarbeit und unterstützte dabei eine Teamkollegin. Mit 5:22 Minuten Rückstand auf die Spitze beendete sie die Etappe, was eine Verbesserung auf Platz 63 im Gesamtklassement bedeutete.

„Ich habe vier Tage lang unglaubliche Erfahrungen sammeln dürfen und dabei viel gelernt. Es hat Spaß gemacht, an seine körperlichen Grenzen stoßen zu können. Jetzt freue ich mich auf die nächste Rundfahrt“, bilanzierte Betz.

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