Fußball
Das nächste Elfmeter-Drama um den SV Burgsteinfurt

Wettringen -

Elfmeterschießen – da war doch was? Im Kreispokal-Erstrundenspiel zwischen Vorwärts Wettringen und dem SV Burgsteinfurt war nach 90 Minuten noch keine Entscheidung gefallen. Die Regularien besagen seit dieser Saison, dass es dann direkt an den Punkt geht. Und da haben die Stemmerter so ihre Problemchen...

Samstag, 03.08.2019, 19:06 Uhr aktualisiert: 05.08.2019, 16:06 Uhr
Max Moor (h.), hier gegen Wettringens Dustin Reiners, verwandelte seinen Elfmeter sicher. Die Kollegen Jonas Grütering (im Hintergrund) und Kai Hintelmann patzten jedoch vom Punkt.
Max Moor (h.), hier gegen Wettringens Dustin Reiners, verwandelte seinen Elfmeter sicher. Die Kollegen Jonas Grütering (im Hintergrund) und Kai Hintelmann patzten jedoch vom Punkt. Foto: Heimspiel / Lehmann

Burgsteinfurts Trainer Christoph Klein-Reesink nahm es mit Humor. „Vielleicht ist es auch ganz gut so. Dann müssen wir in dieser Saison nicht noch einmal Elfmeterschießen. Das können wir nämlich nicht“, sagte der Übungsleiter nach der 4:6 (2:2/0:1)-Pleite im Kreispokal-Erstrundenspiel bei Ligakonkurrent Vorwärts Wettringen. Ähnlich wie im Aufstiegs-Relegationsspiel gegen den FC Nordkirchen vor einigen Wochen verpasste es der SVB, die Partie in der regulären Spielzeit für sich zu entscheiden – und wurde im Shootout bestraft.

Bis zur 90. Minute sah es danach aus, als könnten die Stemmerter die Partie nach Hause schaukeln. Doch dann pfiff Schiedsrichter Michael Wellmeier nach einem rustikalen Tackling Nico Schmerlings gegen Dustin Reiners einen Freistoß. Den schlug Alexander Schmees punktgenau auf den Fuß des eingewechselten Wettringers Christopher Brüning, der Jonas Greiwe enteilt war und zum 2:2-Ausgleich traf (90.).

Das psychologische Moment nahmen die Gastgeber mit ins Elfmeterschießen, in dem einzig Lucas Bahlmann und Max Moor für die Stemmerter trafen. Während alle Wettringer Versuche saßen, leisteten sich Jonas Grütering und Kai Hintelmann je einen Fehlschuss – und der SVB war raus.

Danach hatte es zunächst nicht ausgesehen. Schon in der Anfangsphase hatten die Gäste mehr Ballbesitz verzeichnet, große Torszenen blieben jedoch aus. Mit der ersten überhaupt gingen stattdessen die Wettringer in Führung. Torsten Fiefhaus bediente Lyon Meyering, der per Direktabnahme das 1:0 erzielte (12.). Die Burgsteinfurter Angriffsbemühungen wurden erst kurz vor dem Seitenwechsel zwingend, als Ricardo Faria da Silva an der Linie nach vorne gesprintet war und Lucas Bahlmann bediente, der aus neun Metern knapp verzog (41.). Wenig später jagte auch Kai Hintelmann den Ball nach feinem Zuspiel Grüterings über den Kasten (45.).

Mit einer deutlichen Steigerung nach dem Seitenwechsel drehten die Gäste dann zunächst das Spiel. Hintelmann legte den Ball von der Grundlinie zu Hollermann, der stupste ihn in die lange Ecke (1:1/53.).

Nun waren die Stemmerter am Drücker: Wettringens Schlussmann Andre Epker riskierte Kopf und Kragen und parierte gegen Faria da Silva, aus der folgenden Ecke resultierte dann aber das 1:2. Philipp Brüggemeyer köpfte das Leder an die Latte, von dort prallte es zu Alex Hollermann, der einnickte (68.).

Weil die Gäste hernach ihre Überlegenheit nicht in weitere Treffer ummünzten, etwa durch Sam Anyanwu (70.), blieb das Spiel spannend. Eine Unachtsamkeit in der Schlussphase und die Nervenflatter vom Punkt kosteten den SVB dann den Einzug in Runde zwei.

„Die erste Hälfte war gar nichts von uns, da hatten wir große Probleme mit den langen Wettringer Bällen. In der zweiten Halbzeit haben wir mehr vom Spiel gehabt, aber wenn man dann in der 90. Minute nicht zu 100 Prozent konzentriert ist, dann kriegt man halt den Ausgleich“, so Klein-Reesink. SV Burgsteinfurt: Brameier - Faria da Silva, Brüggemeyer, Moor, Schmerling - Grütering, Feldhues - Hintelmann, Anyanwu, Bahlmann - Hollermann (79. Greiwe)

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