Fußball: Angestrebte Fusion in Borghorst
Preußen Borghorst/SV Wilmsberg: Namensfindung wird schwierig

Borghorst -

Die Fußballvereine Preußen Borghorst und SV Wilmsberg streben eine Fusion an. Doch wie soll der neue Club in Borghorst heißen?

Donnerstag, 08.08.2019, 15:00 Uhr aktualisiert: 08.08.2019, 15:14 Uhr
Die JSG der B-Jugend spielt schon in den neuen Farben und freut sich hier über die Meisterschaft. Klaus Brüning vom Vorstand des SV Wilmsberg (oben) würde sich über den Vereinsnamen FC Piggen Borghorst freuen.
Die JSG der B-Jugend spielt schon in den neuen Farben und freut sich hier über die Meisterschaft. Klaus Brüning vom Vorstand des SV Wilmsberg (oben) würde sich über den Vereinsnamen FC Piggen Borghorst freuen. Foto: Alex Piccin

Abend für Abend stecken sie die Köpfe zusammen, diskutieren, überlegen und kommen am Ende – hoffentlich – zu einer Lösung. „Eigentlich haben wir gar keine Problempunkte mehr. Es gibt nur noch einiges zu klären“, sagt Karl-Heinz Brinkert, der Vorsitzende des SC Preußen und neben Klaus Brüning, Stephan Fischer und Reinhard Rotterdam Mitglied der Projektleitung Fusion SC Preußen und SV Wilmsberg. Die endgültige Entscheidung über die Fusion falle in der Versammlung am 25. November, erst danach könnten manche Dinge wie Trainerfrage, Spielort, Mannschaftszugehörigkeit oder Vereinsname abschließend geklärt werden. „Das Einzige, was bis jetzt feststeht, sind die Vereinsfarben“, ergänzt Klaus Brüning und verweist auf die Trikots der Jugendspielgemeinschaft, die Schwarz, Weiß und Grün trägt. Am 25. September soll das Projekt Fusion in einer großen Versammlung in der Mensa des Gymnasiums allen Borghorstern vorgestellt werden. Am 25. November können danach alle stimmberechtigten Mitglieder beider Clubs ihr Votum abgeben, ob sie die Fusion wollen – oder nicht.

„Der Verstand sagt einfach, dass wir es machen müssen. Und ich glaube auch, dass wir schon viele unserer Mitglieder überzeugt haben“, schätzt Brüning die Stimmung positiv ein. „Drei Viertel der anwesenden stimmberechtigten Mitglieder über 18 Jahre müssen zustimmen“, ergänzt Brinkert. Erst danach könne man in die Gespräche mit Trainern und Spielern eintreten, um das Spieljahr 2020/21 für den neuen Verein vorzubereiten. Die erste Seniorenmannschaft würde – Stand heute – in der Bezirksliga um Punkte spielen, die zweite in der Kreisliga A. Mit welchen Trainern ist noch nicht geklärt. Auch der Ort der Austragung der Meisterschaftsspiele ist noch offen. „Das ist ein schwieriger Posten. Keiner will seinen Platz völlig außer Acht lassen. Im Winter würde sicherlich auf Kunstrasen in Borghorst gespielt“, favorisiert Brüning einen Wechsel zwischen Waldstadion und Preußenstadion. Zumal auch noch rund um die Bandenwerbung einiges abzuklären wäre.

Hinsichtlich des Vereinsmögens gibt es keine Schwierigkeiten, die aus dem Weg zu räumen wären, ebenso bei der Mitgliedschaft. „Durch die Rechtsform der Verschmelzung geht das Vermögen beider Clubs in den neuen über, außerdem muss keine neue Mitgliedschaft angestrebt werden“, weiß Brinkert. Nur wer nicht zustimme, müsse seinen Austritt beantragen.

Nicht ganz frei von Emotionen ist der Vereinsname. „Borghorst soll drin auftauchen, Wilmsberg aber auch nicht untergehen“, gibt Brinkert die Meinung vieler Mitglieder wieder. Bislang, so Brinkert, seien zehn bis zwölf Vorschläge eingegangen. Aus ihnen werde man wahrscheinlich drei auswählen und die dann den Mitgliedern bei der Versammlung vorschlagen. Klaus Brünings Favorit ist „FC Piggen Borghorst“. „Aber ich habe es ja nicht zu bestimmen. Jeder kann einen Vorschlag einreichen“, sagt der Wilmsberger Vorständler.

Der Verstand sagt einfach, dass wir es machen müssen.

Klaus Brüning
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