Fußball: Bezirksliga 12
Hesener fehlt harmlosem SV Wilmsberg

Borghorst -

Der SV Wilmsberg hat auf eigenem Platz eine Niederlage kassiert. Die fiel mit 0:2 gegen harmlose Piggen zwar nicht deutlich aus, tat aber umso mehr weh.

Sonntag, 25.08.2019, 19:22 Uhr aktualisiert: 25.08.2019, 20:08 Uhr
Der SV Wilmsberg unterlag gegen Cheruskia Laggenbeck mit 0:2, was sich bereits zu Beginn der Partie andeutete. Nils Schemann (M.) und seine Mannschaftskameraden hatten es gegen aggressiv auftretenden Laggenbecker schwer. Niclas Ochse (kl. Bild, r.) sollte zwar vorne spielen, war aber auch oft auf seinen alten Position zu finden.
Der SV Wilmsberg unterlag gegen Cheruskia Laggenbeck mit 0:2, was sich bereits zu Beginn der Partie andeutete. Nils Schemann (M.) und seine Mannschaftskameraden hatten es gegen aggressiv auftretenden Laggenbecker schwer. Niclas Ochse (kl. Bild, r.) sollte zwar vorne spielen, war aber auch oft auf seinen alten Position zu finden. Foto: G. Saborowski

Christof Brüggemann hatte da so eine Idee. Der Trainer des SV Wilmsberg musste sich nach der Kreuzbandriss-Diagnose bei seinem Paradestürmer Alex Hesener etwas einfallen lassen und beorderte für die Partie gegen Cheruskia Laggenbeck Niclas Ochse in die Spitze. Das Experiment ging beim 0:2 (0:1) gehörig schief. Allerdings nicht nur das.

Der SVW-Trainer versuchte nach der Partie auch gar nicht erst, die Niederlage mit dem Fehlen des Stürmers zu erklären. „Natürlich haben wir mit ihm eine andere Wucht, aber das war nicht der entscheidende Faktor. Wir waren heute einfach auf jeder Position grottenschlecht. Durch die Bank, von eins bis elf, plus Einwechselspieler.“

Die für ihren rigorosen, jedoch nicht immer attraktiven Spielstil bekannten Gäste überraschten mit einem vor allem im Mittelfeld kompakten 4-5-1-System. Immer wieder eroberten sie gegen ideenlos aufbauende Wilmsberger Bälle und schalteten schnell um. So auch beim 0:1: Nachdem Jan Markfort den Ball ins Zentrum geklärt hatte, düste Steffen Miersberger über die rechte Seite auf und davon und fand mit seiner Flanke in der Mitte Oliver Mansfeld, der per Kopf traf (27.). Kurz vor der Pause hatte der SVW dann die beste Möglichkeit zum Ausgleich: Nachdem Niklas Thoms Laggenbecks Torhüter Tim Spieker schon überspielt hatte, klärte Sascha Klumpe heldenhaft auf der Linie (44.). „Auch das war heute der Unterschied. Sie hatten das notwendige Engagement, haben hinten rigoros verteidigt und alles reingeworfen.“

In der Nachspielzeit sorgte dann der eingewechselte Maxi Pelle für die Entscheidung pro Laggenbeck, erneut hatte Markfort sich verzettelt (90.+2).

„Wir waren auch fußballerisch über weite Strecken die bessere Mannschaft“, befand auch Laggenbecks Trainer Nico Fehlhauer. „So viele Torchancen hatten wir in den ersten beiden Spielen ansatzweise nicht.“

Brüggemann war bedient: „Das war von der ersten Minute an ein absolut gebrauchter Tag. Wir hatten eine gute Ausgangssituation, die haben wir uns jetzt schön verbaut.“

SV Wilmsberg: Schröder – Schemann, Dobbe (74.Gredhake), Markfort, Hermeling - Colalongo (46. Wies), Thoms – Pöhlker (46. Bredeck), Wehrmann, Groll (63. Buck) – Ochse

Tore: 0:1 Mansfeld (27.), 0:2 Pelle (90.+2)

Wir waren heute einfach auf jeder Position grottenschlecht.

SVW-Trainer Christof Brüggemann
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