Leichtathletik
Ein Leben für die Leichtathletik

Burgsteinfurt -

Zum Tod von „Mister Marathon“, Ernst Römer.

Freitag, 30.08.2019, 17:00 Uhr aktualisiert: 01.09.2019, 19:14 Uhr
So kannte man Ernst Römer: Inmitten „seiner“ Läufer bei der von ihm 1984 ins Leben gerufenen Veranstaltung.
So kannte man Ernst Römer: Inmitten „seiner“ Läufer bei der von ihm 1984 ins Leben gerufenen Veranstaltung. Foto: TB

Mister Marathon ist tot. Diesen Ehrennamen gaben Ernst Römer, der am 27. August im Alter von 90 Jahren verstorben ist, die Westfälischen Nachrichten. Die meiste Zeit seiner sportlichen Tätigkeit beim Turnerbund Burgsteinfurt wurde er in den WN so genannt. Seit 1975 war Römer Lauftreffleiter beim TB und rief 1984 den Steinfurter Marathonlauf ins Leben, der innerhalb weniger Jahre zur größten Marathonveranstaltung Westfalens wurde – und das im Frühjahr. Er hatte erstmals die Idee, die jetzt überall kopierten Brems- und Zugläufer im Wettkampf einzusetzen. Unvergessen wird mir persönlich sein Engagement bis hin zur Hartnäckigkeit im Gedächtnis bleiben, wie er sich nach der Wende 1989 für den ersten Deutsch-Deutschen Marathon 1990 ins Zeug legte. Ich war seinerzeit Volontär und erinnere mich gut, wie er beinahe täglich in der Redaktion in Rheine auftauchte und mit meinem Kollegen Werner Zeretzke die Vorberichterstattung in allen möglichen ost- und westdeutschen Laufpublikationen besprach. Ernst Römer war aber auch ein streitbarer Charakter, der seinen Standpunkt mit aller Konsequenz vertreten konnte.

Bis ins hohe Alter engagierte er sich als Trainer, Hunderte Kinder und Jugendliche für die Leichtathletik zu begeistern und stellte in den Steinfurter Grundschulen die spielerische Leichtathletik vor. Sein Beitrag ist nicht hoch genug anzuerkennen, gerade in Zeiten von Bewegungsarmut und Übergewicht im Kindesalter.

Günter Saborowski

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