Fußball: Halbzeitbilanz des TuS
Die Torausbeute des TuS Altenberge ist eine Katastrophe

Altenberge -

Vier Siegen stehen beim TuS Altenberge neun Niederlagen in 15 Spielen gegenüber, und das bei einem Torverhältnis von 18:23. Da ist noch viel Luft nach oben, auch wenn das ausgegebene Saisonziel nur Klassenerhalt heißt.

Montag, 02.12.2019, 16:00 Uhr aktualisiert: 04.12.2019, 15:00 Uhr
Der TuS Altenberge (hier Chris Hölker, l., im Spiel gegen Borken) läuft derzeit nicht nur seiner Form hinterher, sondern vor allem auch dem Gegner. Mangelndes Zweikampfverhalten und manchmal auch zu geringe Laufbereitschaft sind der Grund.
Der TuS Altenberge (hier Chris Hölker, l., im Spiel gegen Borken) läuft derzeit nicht nur seiner Form hinterher, sondern vor allem auch dem Gegner. Mangelndes Zweikampfverhalten und manchmal auch zu geringe Laufbereitschaft sind der Grund. Foto: Thomas Strack

Dass es nach dem Verlust von neun Spielern nicht leicht werden würde in der Saison 19/20, stand von Vornherein fest. Doch dass der TuS Altenberge, der am Sonntag mit einer 1:3-Niederlage im Heimspiel gegen Borken die Hinserie beendet hat, nach 15 Spielen knapp vor einem Abstiegsplatz stehen würde, damit hatte niemand gerechnet.

14 Punkte bei 18:23 Toren – das ist mager. Vier Siege, zwei Unentschieden und neun Niederlagen schleppen Trainer André Rodine und sein Team mit in die Winterpause. Drei Heimsiege (2:1 gegen Ahaus, 4:1 gegen Gemen und 3:1 gegen Roxel) stehen einem Auswärtssieg in Dorsten (3:0) gegenüber. Damit ist der TuS in der Heimtabelle Zehnter und Vorletzter bei den Begegnungen auf fremden Plätzen.

Zugegeben, das Fehlen von Kapitän Henrik Wilpsbäumer, der aufgrund eines Auslandssemesters nur die ersten fünf Spiele absolvieren konnte, machte sich bemerkbar, ebenso der Ausfall von Marc Wenning-Künne, der sich nach sieben Partien im Spiel gegen Senden an der Schulter verletzt hat. Aber auch Angreifer Lucas Bußmann, der aufgrund einer Meniskus-OP nicht ein Spiel bestreiten konnte, ging dem TuS leid ab.

„Mitte Januar beginnt die Vorbereitung auf die Rückserie. Dann ist Bußmann dabei, und auch die beiden Rückkehrer sollten wieder fit sein“, macht Rodine sich und dem TuS Hoffnung. Damit nicht genug, will sich der Verein nach „ein, zwei neuen Spielern“ umschauen, so der Coach. Zentrales Mittelfeld und die Außenposition haben sie besonders im Visier. „Wir haben schon Kontakt aufgenommen“, bestätigt Abteilungsleiter Eppi Hammer, dass Gespräche stattgefunden haben. Namen wollte er noch nicht nennen.

„Unterm Strich hatten wir uns von der Hinserie mehr erhofft. Das Problem ist einerseits unsere Verletzungsmisere und dass einige Spieler aufgrund von Studium oder Fortbildung nicht drei Mal in der Woche trainieren können. Dass uns Jakob Schlatt und Gerstung im Zentrum fehlen, merkt man schon“, sagt Rodine. Zumal mit Asdren Haliti und Steffen Exner auf den Sechserpositionen ein gerade mal 19- und 21-Jähriger spielen würden, die in der vorigen Saison noch A-Jugend oder Bezirksliga gekickt haben.

„Unser Ziel war immer der Klassenerhalt, und noch stehen wir nicht auf einem Abstiegsplatz. Zudem haben wir nur drei Spiele mit mehr als zwei Toren Unterschied verloren“, deutet Hammer an, dass die „Erste“ oft nur knapp verloren habe. Der Trainer geht sogar noch weiter und sagt, dass von den neun Niederlagen sechs unnötig waren oder zumindest ein Punktgewinn drin gewesen sei.

Mehr als nur einmal forderte Rodine in den Ankündigungen zur nächsten Begegnung eine höhere „Laufbereitschaft und besseres Zweikampfverhalten“ von seinen Spielern ein. „Nicht von allen“, betont er. Aber: „Die direkten Zweikämpfe müssen wir gewinnen, die sind wichtig.“ Hier sieht er immer noch Nachholbedarf und beschwört immer wieder die Grundtugenden. Dennoch: „Wir geraten nicht in Panik“, so Eppi Hammer.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7105866?categorypath=%2F2%2F2669082%2F2670173%2F2686137%2F2686209%2F2686802%2F
Nachrichten-Ticker