Handball: Bezirksliga Münster
Körperloses Spiel vom TV Borghorst

Borghorst -

Weil sie nach Ansicht des gegnerischen Trainers zu körperlos gespielt hatten, unterlagen die Handballer des TV Borghorst gegen die Warendorfer SU deutlich mit 24:37.

Sonntag, 08.12.2019, 13:18 Uhr
Die Handballer des TV Borghorst (in Rot) spielten nach Auffassung von Warendorfs Trainer Stefan Hamsen zu körperlos.
Die Handballer des TV Borghorst (in Rot) spielten nach Auffassung von Warendorfs Trainer Stefan Hamsen zu körperlos. Foto: Matthias Lehmkuhl

Auch in seinem „Wohnzimmer“ Buchenberghalle wurden dem TV Borghorst seine Grenzen aufgezeigt. Am Samstagabend verlor der Aufsteiger trotz eines verbesserten Auftritts mit 24:37 (13:18) gegen die Warendorfer SU. Der TVB startete mit einer 6:0-Deckung. Warendorf versuchte es mit einer offensiveren Abwehr mit einem Vorgezogenen. Die Anfangsphase verlief ausgeglichen (5:5, 10. Spielminute). Danach agierte der Gastgeber im Angriff mit ziemlich viel Risiko. Die WSU bestrafte die Fehler und zog binnen kürzester Zeit auf 9:5 davon (12.).

TVB-Trainer Jörg Kriens nahm früh das Team-Time-Out und wollte damit das Tempo rausnehmen. Borghorst kam auch kurzzeitig näher heran (8:10, 17.), doch das spielerisch versiertere Warendorf spielte die viel zu statisch agierende, langsame TVB-Deckungsarbeit leicht aus (18:11, 27). Den Pausentand von „nur“ 13:18 hatte Borghorst der schlechten Chancenverwertung der Gäste zu verdanken.

In der zweiten Halbzeit warf Phil Huge das 17:22 (36.). Danach war der TVB völlig von der Rolle. Warendorf legte einen Zwischenspurt ein und warf binnen drei Minuten fünf Tore in Folge zum vorentscheidenden 27:17 (39.). Kriens legte wieder die Grüne Karte auf den Zeitnehmertisch. „Schaltet Euer Gehirn ein“, schrie er seine Jungs an. Bis zur 53. Spielminute hielt sich danach die vierte Heimpleite noch in Grenzen (23:30). Anschließend zog die WSU das Tempo wieder an und traf in jeder Minute noch einmal in den TVB-Kasten zum 37:24-Auswärtssieg. „Das Fehlen von drei Stammspielern haben wir relativ gut kompensieren können. Zwischenzeitlich konnten wir mithalten. Warendorf war definitiv stärker als wir, aber nicht so gut wie Ochtrup“, meinte Kriens. WSU-Coach Stefan Hamsen wunderte sich über den geringen Widerstand: „Der TVB hat es uns mit seinem körperlosen Spiel ziemlich einfach gemacht. Zum Schluss wurde der Qualitätsunterschied dann auch deutlich.“

Tore: Huge (7/2), Peters (6/3), Lütke Lanfer (3), Bordewick und Kleine-Berkenbusch (je 2), Gevers, Hummels, Kratz und Topp (je 1).

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