Billard: 9-Ball-Weltmeisterschaft in Sanya
Melanie Süßenguth vom TV Borghorst spielt bei der Weltmeisterschaft mit

Borghorst -

Die Billardabteilung des TV Borghorst hat eine Weltklassespielerin in ihren Reihen – Melanie Süßenguth. Die 35-Jährige nahm jetzt zum zweiten Mal an der 9-Ball-WM im chinesischen Sanya teil. Für Süßenguth lief es besser als bei ihrer Premiere vor der Jahren.

Donnerstag, 26.12.2019, 11:34 Uhr
Melanie Süßenguth vertrat Deutschland und den TV Borghorst bei der WM in China.
Melanie Süßenguth vertrat Deutschland und den TV Borghorst bei der WM in China.

Auf der ganz großen Billardbühne stand jetzt Melanie Süßenguth. Die 35-Jährige vom Regionalliga-Tabellenführer TV Borghorst gab bei der 9-Ball-Weltmeisterschaft im Sanya ihre Visitenkarte ab. Als Fünfte der Europäischen Rangliste hatte sie sich für das erlesene Feld der 64 weltbesten 9-Ball-Spielerinnen qualifiziert.

Sanya liegt auf der Insel Hainan, die im südchinesischen Meer zu finden ist. Für die fünfköpfige deutsche Abordnung bedeutete das eine strapaziöse 28-stündige Anreise. „Samstags angekommen, sonntags Eröffnungsfeier, und montags ging es dann los“, erklärt die Steuerfachwirtin, für die es die zweite WM-Teilnahme nach 2016 war.

Drei Jahre zuvor hatte es in Emeishan (China) für sie zwei deutliche Niederlagen gegeben, weshalb die in Bielefeld wohnhafte Poolspielerin im Vorfeld bescheidene Ziele formulierte: „Ein Spielgewinn, wenn möglich sogar das Überstehen der Gruppenphase.“

An die Bedingungen vor Ort musste sich die TVB-Akteurin erstmal gewöhnen. Die Temperaturen und das ungewohnte Spielmaterial machten es den meisten Europäerinnen nicht gerade einfach. „Wir durften uns nur zwei Mal 15 Minuten einspielen“, berichtet Süßenguth. Daher kam das Auftaktmatch gegen die Philippinin Chezka Centeno (3:7) einem kleinen Kaltstart gleich.

Mit einem 7:4-Erfolg über Silviana Lu aus Singapur wahrte die zweifache Deutsche Meisterin und Vize-Europameisterin von 2017 im 8-Ball nicht nur ihre Chance auf den Einzug in die K.o.-Runde, sondern realisierte auch ihr Minimalziel – den Gewinn einer Partie. „Im Vergleich zu 2016 verfüge ich über mehr Erfahrung und eine andere Spielstärke. Das hat mir in Sanya sehr geholfen“, so Süßenguth.

Im dritten und letzten Duell in der Gruppe wartete die zum Favoritenkreis zählende Chinesin Bai Ge. Gegen die Ex-Weltmeisterin gab es beim 1:7 nicht viel zu holen. „Da hätte für mich alles laufen müssen, und sie hätte Fehler produzieren müssen, aber das war nicht der Fall. Ich bin kaum an den Tisch gekommen“, erkannte Süßenguth die Überlegenheit der Asiatin an. Weltmeisterin wurde die Britin Kelly Fisher, die im Finale die Österreicherin Jasmin Ouschan mit 9:7 bezwang.

Die Teilnahme an der Weltmeisterschaft sei eine rundum gelungene Sache gewesen, von der sie auf ihrem weiteren sportlichen Weg profitieren könne, so Süßenguth. Der soll sie und den TV Borghorst in dieser Saison zur Meisterschaft in der Regionalliga Nord und dem damit verbundenen Zweitliga-Aufstieg führen.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7154023?categorypath=%2F2%2F2669082%2F2670173%2F2686137%2F2686209%2F2686802%2F
Nachrichten-Ticker