Wasserball: Europameisterschaft in Budapest
Happy End für Wasserball-Nationalspielerin Fabienne Heerdt

Borghorst -

Die deutschen Wasserballerinnen haben die Europameisterschaft in Budapest mit einem kleinen Erfolgserlebnis beendet. Gegen Serbien machten es die Borghorsterin Fabienne Heerdt und Co. aber mal so richtig spannend.

Mittwoch, 22.01.2020, 15:48 Uhr aktualisiert: 23.01.2020, 14:52 Uhr
Die DSV-Auswahl bejubelt Platz elf. Zuvor hatte es einen Sieg nach Fünfmeterwerfen gegen Serbien gegeben.
Die DSV-Auswahl bejubelt Platz elf. Zuvor hatte es einen Sieg nach Fünfmeterwerfen gegen Serbien gegeben. Foto: Deepbluemedia

Deutschlands Frauen haben sich mit einem dramatischen Sieg von der 34. Wasserball-Europameisterschaft verabschiedet. Die Vertretung des Deutschen Schwimm-Verbandes (DSV) gewann im Spiel um Platz elf gegen Serbien trotz eines zwischenzeitlichen 7:11-Rückstandes im Schlussabschnitt noch mit 15:13 (4:2, 1:2, 2:6, 4:1/4:2) nach Fünfmeterwerfen.

„Ein Turnier mit einem Sieg zu beenden, ist immer schön. Das war eine Riesenleistung und zeugt von starker Mentalität. Die Mädchen können stolz darauf sein“, sagte Auswahltrainer Arno Troost (Bochum), der die Mannschaft erst im vergangenen Sommer übernommen hatte.

Dabei war die DSV-Auswahl mit der beim SV Nikar Heidelberg aktiven Borghorsterin Fabienne Heerdt nach einer 5:2-Führung bis zum Beginn des Schlussabschnitts auf 7:11 zurückgefallen, ehe Lynn Krukenberg (Spandau 04) nach einer Aufholjagd elf Sekunden vor dem Ende der regulären Spielzeit den 11:11-Ausgleich erzielte. Kurios: Beim Stand von 7:9 hatte sich die DSV-Auswahl direkt vor und gleich nach der letzten Viertelpause zwei Gegentreffer in Folge durch den neu eingeführten Fernsehbeweis eingefangen.

Der Sieg im letzten Turnierspiel bescherte EM-Neuling Fabienne Heerdt somit ein kleines Happy End. Zuvor waren gegen Vizeweltmeister Spanien (3:19) und den späteren EM-Neunten Israel (3:10) auch die Vorrundenspiele vier und fünf verloren gegangen waren.

„Wir sind noch bis Samstag in Budapest“, will die 22-Jährige, die gegen Spanien ihren zweiten Turniertreffer erzielt hatte, nach Tagen der Anspannung jetzt auch das Ambiente der bis Sonntag laufenden Titelkämpfe ein wenig genießen.

Spektakulär wird es in jedem Fall: Die beiden ungarischen Frauen- und Mänermannschaften werden jeweils vor mehr als 5000 Zuschauern in der Duna Aréna spielen, die den Vergleich mit den parallel laufenden Partien der Handball-Europameisterschaft nicht scheuen muss.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7211278?categorypath=%2F2%2F2669082%2F2670173%2F2686137%2F2686209%2F2686802%2F
Nachrichten-Ticker