Leichtathletik: Deutsche Jugendmeisterschaften U 20 in Neubrandenburg
Beide haben viel gelernt

horstmar -

Henrik Lindstrot, Marie Hellmann und Marcel Reisch gingen am Wochenende bei den Deutschen Jugendmeisterschaften an den Start. Der große Durchbruch gelang den beiden Teilnehmern Germania Horstmar nicht, dennoch haben sie bei ihren Starts gute Erfahrungen gemacht.

Montag, 17.02.2020, 15:02 Uhr aktualisiert: 18.02.2020, 15:20 Uhr
Henrik Lindstrot startete über 1500 Meter und belegte in diesem Rennen den elften Rang. Marie Hellmann kam über 60 Meter Hürden aus dem Gleichgewicht, lief aber dennoch persönliche Bestzeit.
Henrik Lindstrot startete über 1500 Meter und belegte in diesem Rennen den elften Rang. Marie Hellmann kam über 60 Meter Hürden aus dem Gleichgewicht, lief aber dennoch persönliche Bestzeit. Foto: Ralf Görlitz

Knapp 1200 Kilometer nahmen Henrik Lindstrot, Marie Hellmann und Trainerin Fenja Gude zusammen mit den Familien der beiden Sportler auf sich, um an den Deutschen Jugendmeisterschaften der U 20 in Neubrandenburg teilzunehmen.

Lindstrot sollte am Samstag den Anfang machen und das Halbfinale über 1500 Meter bestreiten. Da von den gemeldeten 24 Athleten nur 13 ihre Stellplatzkarte abgegeben hatten, entfiel das Halbfinale und alle Läufer waren direkt für das am Sonntag angesetzte Finale qualifiziert.

Marie Hellmann wurde in den dritten Vorlauf über 60m Hürden gelost. Bereits beim Aufwärmen zeigte sich, trotz leichter Erkältung, ihre gute Form. Hellmann erwischte einen guten Start und lief aggressiv an die erste Hürde heran. Den zuvor trainierten Sprint zwischen den Hürden setzte sie perfekt um und ging volles Risiko. An der vierten von fünf Hürden musste sie ihrem Risiko Tribut zollen. Mit dem Knie des Nachziehbeins touchierte sie die Hürde und kam aus dem Gleichgewicht. Dennoch lief sie das Rennen zu Ende und belohnte sich sogar mit einer neuen Bestleistung von 9,38 Sekunden. Eine Zeit ohne Zusammenstoß mit der Hürde hätte möglicherweise für das Halbfinale gereicht.

Am Samstag ging zudem der Horstmarer Marcel Reisch (TV Wattenscheid) beim Diskus an den Start, lieferte einen Wurf auf 50,17 m ab und wurde damit Sechster der Deutschen Winterwurfmeisterschaften der Altersklasse U 18.

Im Finale über 1500 Meter der U 20 erreichte Henrik Lindstrot Platz elf. Das Rennen zeichnete sich als typisches Meisterschaftsrennen aus. Bis zwei Runden vor Schluss wurde gebummelt, geschubst und gezerrt. Für Lindstrot war es das erste Rennen dieser Art. Als noch 16-jähriger sollte es für ihn ein lehrreiches werden. Drei Runden vor Schluss befand sich der Burgsteinfurter in einer guten Position, aus der er aber nicht mehr angreifen konnte. „Auch wenn Henrik sich mehr erhofft hatte, bin ich äußerst zufrieden mit ihm. Seine Meisterschaften kommen in den nächsten beiden Jahren. Heute hat er viel gelernt und sich taktisch gut geschlagen. Zum Schluss wurden die Beine zu schwer“, zeigte sich Trainerin Gude mit der Leistung ihrer Schützlinge zufrieden. „Auch wenn die Anreise lang war, hat sie sich alle Male gelohnt. Marie kehrt mit neuer Bestleistung vom Saisonhöhepunkt zurück, Henrik hat ein taktisch sauberes Rennen gezeigt und viel für die Zukunft gelernt. Auch über die Leistung von Marcel freue ich mich sehr.“

Während die „Großen“ bei den nationalen Titelkämpfen vertreten waren, zeigte sich der Nachwuchs in Dortmund beim Sportfest erfolgreich. Johanna Ruck und Magdalena Dahme sammelten Wettkampfpraxis. Dahme stelle über die 800m in 2:38,07 min eine neue Bestleistung auf und knackte die Marke von 2:40 min.

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