Fußball: Kreisliga B
Wettringens neuer Prinz

Wettringen -

Ein Fußballtrainer als Karnevalsprinz? Gibt es. Weiners Coach Alex Witthake, gebürtig aus Wettringen, steht am Rosenmontag für die WKG auf dem Wagen, gemeinsam mit Freundin Lena.

Dienstag, 18.02.2020, 15:20 Uhr aktualisiert: 19.02.2020, 15:32 Uhr
Alexander Witthake,
Alexander Witthake, Foto: privat/P. Schmitz

Die Wettringer Karnevalsgesellschaft (WKG) hat einen neuen Prinzen. Sein Name: „Alexander I., St. Faulis bester Sommelier, Herrscher über Minuszins und Taktiktafel“, spielt die WKG mit der Namensgebung auf seinen Beruf als Bankkaufmann und seinen Nebenjob als Trainer bei Schwarz-Weiß Weiner an. Bürgerlich besser bekannt als Alexander Witthake.

„Die suchen Leute, die Bock auf Feiern haben“, versucht Witthake zu erklären, dass die Wahl des Prinzenfindungskomitees auf ihn und seine Freundin Lena gefallen war. „Außerdem sind wir beide Wettringer Urgesteine,“ war Wettringer Stallgeruch nicht unwichtig.

Ein bisschen Bedenkzeit brauchte der 32-jährige dennoch, als ihn die Verantwortlichen an einem Sonntag zur Tatortzeit zu Hause überraschten: „Lena und ich haben uns erstmal kurz beraten. Sowas wirst du aber nur einmal im Leben gefragt, und von daher war die Entscheidung nicht besonders schwer.“

Dabei war Witthake vorher gar kein großer Karnevalstyp. „Wir stehen zwar beide auf Kölsche Karnevalsmusik, viel mehr hatten wir bis jetzt mit Karneval aber auch nicht zu tun“, kennt er wahrscheinlich „Viva Colonia“ auswendig. „Aber wir feiern beide gerne.“ Beste Voraussetzungen also, um der Ehre als Wettringer Prinzenpaar gerecht zu werden. Zudem sind beide in Wettringen aufgewachsen und kennen sich schon von Kindesbeinen an.

Zu den Aufgaben als Prinz und Prinzessin gehört neben den Besuchen in Alten- und Behindertenheimen auch ein Auftritt im Kindergarten. Höhepunkt ist natürlich der Karnevalsumzug am Rosenmontag. Allerdings in Och­trup, da in Wettringen kein Umzug stattfindet. Was den Vorteil hat, dass Witthake und seine Lena dadurch näher an der sportlichen Heimat in Weiner sind.

In seiner fußballerischen Laufbahn hielt der Banker bis zu seinem jetzigen Engagement als Cheftrainer bei den Schwarz-Weißen stets seinem Herzensclub in Wettringen die Treue. Beim FC Vorwärts durchlief er alle Jugendmannschaften, bis es von der A-Jugend direkt in die „Erste“ ging. 2008 folgte der Landesliga-Aufstieg mit den Blau-Weißen. „Das war mit Abstand der schönste Moment meiner Karriere“, erinnert sich der ehemalige „Sechser“ gerne zurück. Doch nicht nur das: Ab 2009 hatte er für sieben Jahre das Kapitänsamt der Wettringer bekleidet, ehe er noch für drei Jahre als spielender Co-Trainer unter Manni Köning und Patrick Wensing fungierte.

Schweren Herzens verließ der FC Bayern-Fan zur aktuellen Saison die Wettringer, um Erfahrungen als Cheftrainer zu sammeln und wechselte nach Ochtrup zum FC Schwarz-Weiß. „Weiners sportlicher Leiter Norbert Doedt hat mich damals angerufen und gefragt, ob ich Bock auf den Posten hätte“, erklärt der 32-jährige, wie er an das Traineramt in Weiner gelangte. „Ich bin sehr froh, dass ich diesen Schritt unternommen habe und fühle mich in Weiner richtig wohl.“ Mit seiner Truppe steht er aktuell auf dem dritten Tabellenplatz der Kreisliga B und somit in puncto Aufstieg noch voll im Saft.

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