RSV-Fahrer sammelt Höhenmeter
Burgsteinfurter fahren ihre persönliche Tour de France

Burgsteinfurt -

Reichlich Höhenmeter sammelten jetzt Konstantin Ameis vom RSV Friedenau Steinfurt und Jan Elfers. Die beiden Radsportler fuhren in den Alpen ihre persönliche Tour de France. Die Tour hatte es in sich – in vieler Hinsicht.

Donnerstag, 30.07.2020, 13:12 Uhr aktualisiert: 04.08.2020, 14:57 Uhr
Jan Elfers (l.) und Konstantin Ameis fuhren während ihrer Tour auch auf den Col de l‘Iseran.
Jan Elfers (l.) und Konstantin Ameis fuhren während ihrer Tour auch auf den Col de l‘Iseran. Foto: RSV Friedenau

Ein Juli in den französischen Alpen ohne Tour de France? Das war lange unvorstellbar – bis Corona kam. Und doch wird in den Alpen Radsport betrieben. Nicht nur von Profis und ambitionierten Amateuren, die sich im Höhentrainingslager auf die ersten Radrennen nach dem Lockdown vorbereiten, sondern auch von zahlreichen Hobbyradlern. Dazu zählten jetzt auch Konstantin Ameis vom RSV Friedenau Steinfurt und das ehemalige RSV-Mitglied Jan Elfers.

Recht schnell stand fest, dass die beiden Münsterländer die Westroute in Angriff nehmen wollen. Die beliebte Route des Grandes Alpes führt von Thonon-les-Bains am Genfer See bis nach Menton an der Côte d’Azur. Dabei mussten auf 700 Kilometern 16 Pässe und insgesamt rund 15 500 Höhenmeter in sieben Etappen überwunden werden. Zu den zahlreichen Höhepunkten gehörten die drei bekanntesten Pässe der Route: Col de L’Iseran, Col du Galibier und Col d’Izoard. Alle drei stehen regelmäßig im Programm der Tour de France.

Aber auch die weniger bekannte Pässe wie der verkehrstechnisch angenehm ruhige Col de la Cayolle mit seiner wunderschönen, mediterran anmutenden Landschaft beeindruckten. „Generell bot die Strecke so viele Panoramen, dass wir unser jeweiliges Etappenziel nie im Hellen erreicht hätten, wenn wir alle gebührend gewürdigt hätten“, so Ameis.

Anstrengend war die Tour nicht nur aufgrund der vielen Anstiege (das Gepäck am Rad und/oder auf dem Rücken tat hier ein Übriges). Auch die Abfahrten waren teilweise sehr herausfordernd – zumal dann, wenn die Straße schlecht war oder ein kniehohes Mäuerchen die einzige Begrenzung bildete. Speziell die Abfahrt des Col de l’Iseran ist eine Herausforderung für Menschen mit Höhenangst. „Eine tolle Erfahrung war, dass wir bei einer Krise am Berg von anderen Radfahrern mit einem ,bon courage!‘ oder ,allez, allez!‘ ermutigt wurde“, freute sich Ameis.

Mit der letzten Abfahrt hinab bis an den Mittelmeerstrand in Menton ging die persönliche Tour de France zu Ende, die den beiden Steinfurtern noch lange in guter Erinnerung bleiben wird.

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