Mesumer verzichten auf Spiel beim SV Burgsteinfurt
Corona-Verdacht – kein Pokalspiel

Burgsteinfurt -

Die Fußballer vom SV Mesum haben auf eine Austragung des Kreispokalspiels beim SV Burgsteinfurt verzichtet. Der Grund: Bei einem Stemmerter besteht der Verdacht, dass er sich mit dem Corona-Virus infiziert haben könnte.

Sonntag, 30.08.2020, 14:06 Uhr
Christoph Klein-Reesink setzte die Mesumer von dem Corona-Verdachtsfall in Kenntnis.
Christoph Klein-Reesink setzte die Mesumer von dem Corona-Verdachtsfall in Kenntnis. Foto: Thomas Strack

Nicht zur Austragung gekommen ist am Sonntag das Erstrundenspiel im Fußball-Kreispokal zwischen dem SV Burgsteinfurt und dem SV Mesum. Der Grund: Bei einem Akteur der Hausherren besteht der Verdacht, dass er sich mit dem Corona-Virus infiziert hat.

Der betroffene Spieler kehrte aus dem Auslandsurlaub zurück, spielte am Wochenende zuvor in Nordhorn für den SVB und trainierte am vergangenen Dienstag mit der Mannschaft. Am Donnerstag setzte er seinen Trainer Christoph Klein-Reesink darüber in Kenntnis, sich aufgrund von Grippesymptomen auf eine Corona-Infektion testen lassen zu wollen.

„Das Ergebnis liegt noch nicht vor, aber in Zeiten wie diesen gehört es sich einfach, das offen zu kommunizieren. Deshalb habe ich die Mesumer informiert“, erklärt Klein-Reesink. Die erste Mannschaft des SVM entschloss sich daraufhin schon am Samstag, nicht zum Pokalspiel nach Burgsteinfurt zu fahren. Das teilten die Offiziellen Pokalspielleiter Gerhard Rühlow am Sonntagvormittag in einer Mail mit.

Da ein reiner Verdachtsfall kein Argument für einen Nichtantritt ist, wäre der SV Burgsteinfurt eigentlich weiter gekommen. Doch beide Seiten brachten eine Spielverlegung zur Diskussion und treten nun am morgigen Dienstag gegeneinander an. Anpfiff der Begegnung ist um 19.15 Uhr im Volksbankstadion.

Aus sportlicher Sicht sei es natürlich mehr als schade gewesen, dass die Partie am Sonntag nicht zustande gekommen sei, so Mesums Trainer Thomas Feldkämper. „Ich habe auch für die Stimmen Verständnis, die unser Vorgehen und unsere Reaktion nicht nachvollziehen können. Auch der Verband hat sicher ein berechtigtes Interesse daran, dass nun nicht alle Spiele, in deren Umfeld ein Verdacht auf Corona besteht, kurzfristig abgesagt werden . . . Dennoch habe ich auch volles Verständnis für die Entscheidung unserer Spieler, die wir als Trainer, die gesamte Mannschaft und der Verein voll mittragen. Niemand lässt das Spiel gerne ausfallen. Aber wenn es Bedenken um die Gesundheit oder die von Angehörigen und Mitmenschen gibt oder im Falle eines leichtsinnigen Handelns auch Probleme auf beruflicher Ebene zu erwarten sind, muss der Fußball leider hinten anstehen“, argumentiert Feldkämper.

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